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Bayern: Jagdhunde aus überhitztem Auto befreit

Tierschutzbeauftragte: Hunde bei Temperaturen von mehr als 20 Grad auch nicht für kurze Zeit im Auto lassen

In der Nähe des Dokumentationszentrums Obersalzberg im oberbayerischen Landkreis Berchtesgadener Land musste die Polizei zwei Jagdhunde aus einem überhitzten Auto befreien. Ein Passantin hatte einen Hund in SUV bemerkt, der schon bedenklich hechelte. Die Polizei stellte fest, dass sich in dem Auto ein größerer Zwinger mit zwei Jagdhunden befand.  Der Wagen stand voll in der Sonne und nur das hinterste Fenster war auf der Beifahrerseite ein Stück aufgeschoben. Da es sich um ein auswärtiges Fahrzeug handelte, bestand durchaus die Möglichkeit, dass der Fahrer mit dem Bus auf den Kehlstein gefahren ist, vermutete die Polizei. Da sich für die Tiere auch kein Wasser im Zwinger befand, musste seitens der eingesetzten Beamten gehandelt werden. Mit Hilfe eines Schraubendrehers und eines Hebeleisens konnte der Zwinger so weit geöffnet werden, dass die Hunde aus ihrem stark aufgeheizten Verließ befreit und durch das Fenster ins Freie gebracht werden konnten. Dort wurde ihnen mit Hilfe eines freundlichen Passanten sofort eine Schüssel mit Wasser gereicht. Der gedankenlose Hundehalter muss sich nun mit Ermittlungen nach dem Tierschutzgesetz auseinandersetzten, die Hunde wurden vorerst zur Dienststelle verbracht, von wo aus sie wieder abgeholt werden dürfen. Auf die Ausrede des Hundehalters warten die eingesetzten Beamten mit Spannung.

Die niedersächsische Landesbeauftragte für Tierschutz, Michaela Dämmrich, weist aus gegebenem Anlass auf die Problematik hin: Auch in Braunschweig passiert mussten drei Hunde überhitzt und erschöpft von der Polizei aus einem PKW befreit werden. Anlässlich der hohen Temperaturen fordert die niedersächsische Landesbeauftragte für Tierschutz alle Hundehalterinnen und Hundehalter auf, ab einer Außentemperatur von 20 Grad Hunde selbst für kurze Zeit nicht im Auto zu lassen.

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