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Der DJV geht offensiv gegen Hetze im Netz vor

Dachverband der Jäger macht sich stark für den Schutz seiner Mitglieder und unterstützt das “Waidfräulein”: Beleidigungen und Bedrohungen von Jägerinnen und Jägern sind kein Kavaliersdelikt. Auch nicht in den sozialen Medien.

Eine junge Jägerin postet auf ihrem Facebook-Profil ein Foto mit erlegtem Fuchs und erhält binnen weniger Tage mehrere hundert hasserfüllte Kommentare: Jagdgegner attackierten das “Waidfräulein”  mit wüsten Beleidigungen und Bedrohungen. “Widerliches Stück Dreck, du bekommst noch, was du verdienst”, ist noch eine vergleichsweise harmlose Äußerung. Selbst davor, die Betroffene zu Hause aufzusuchen und einzuschüchtern, schreckten selbsternannte vermeintliche „Tierschützer“ nicht zurück. Der Deutsche Jagdverband (DJV) hat sich unmittelbar nach den Vorfällen eingeschaltet und wird die Betroffene bis zur vollständigen Aufklärung unterstützen. „Es ist ein Phänomen der sozialen Netzwerke, dass völlig natürliche Dinge wie eine Bombe einschlagen können und manche Beteiligte jegliche Benimmregeln vergessen“, so Rechtsanwalt Dr. Heiko Granzin, der mit dem DJV in der Sache zusammenarbeitet.

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Schleswig-Holstein: Jagdgegner bedroht Jäger mit Pistole

Ein 46 Jahre alter Jagdgegner hat eine Gruppe von Jägern bei Uetersen (Kreis Pinneberg) mit einer Pistole bedroht. Der Vorfall ereignete sich bereits am 24. November, wurde aber erst jetzt bekannt. Offensichtlich habe der Mann “etwas gegen die Ausübung der Jagd im Grenzbereich von Uetersen und Groß Nordende” gehabt, stellt die shz fest. Der Jagdgegner scheint seine Pistole vor den Augen der Jäger durchgeladen zu haben. Die Jäger, die legal Fasanen in dem Gebiet jagten, zogen sich daraufhin zurück und verständigten die Polizei. Ein Spezialeinsatzkommando der Polizei (SEK) rückte an und überwältigte den Jagdgegner in seiner Wohnung. Der polizeilich bislang unbescholtene Mann wurde vorläufig festgenommen, die Pistole entpuppte sich als Schreckschusswaffe. Ein Polizeisprecher erklärte gegenüber der shz, dass “das Ganze für den Uetersener Pistolenmann auch tragisch hätte ausgehen können:” Schließlich seien die Jäger bewaffnet gewesen – hätten sie sich in einer vermeintlichen oder tatsächlichen Notwehrsituation mit ihren Jagdflinten verteidigt, wäre dies dem Pistolenmann wohl nicht gut bekommen. red.

Beitragsbild: Schreckschusswaffen (Revolver). Foto: SE

Bayern: SEK nimmt Jäger fest

Bei einem Einsatz des Sondereinsatzkommandos in Plankenfels (Landkreis Bayreuth) ist ein 44 Jahre alter Jäger festgenommen worden. Für den Einsatz wurde der Dorfkern abgeriegelt, Anwohner mussten ihre Häuser verlassen. Auf dem Internetportal nordbayern.de gibt es eine Bilderstrecke des Einsatzes zu sehen. Unklar bleibt, worum es bei dem Einsatz überhaupt ging. Medienberichten zufolge war bei der Polizei ein Notruf eingegangen. Der Anrufer vermittelte demnach den Eindruck, dass jemand bedroht werde. Auch eine mögliche Geiselnahme stand im Raum. Da der Anrufer sowie die übrigen Betroffenen kein Deutsch sprächen, bliebe der Sachverhalt wegen Verständigungsproblemen unklar. Es konnte auch nicht geklärt werden, ob überhaupt eine Waffe im Spiel war, berichtet die Welt. Nur dass sich ein “Vorfall im häuslichen Umfeld” ereignet habe, stünde fest. Da der Beschuldigte, ein Deutscher, als Jäger jedoch Zugriff auf Waffen habe, sei das SEK angerückt: Man habe sämtliche Vorsichtsmaßnahmen ergriffen, sagte ein Polizeisprecher der Welt zufolge. Der Mann ließ sich widerstandslos festnehmen. SE

Beitragsbild: Headline des verlinkten Beitrags auf nordbayern.de (Bildschirmfoto, Ausschnitt)