Schlagwort-Archive: Baujagd

Baujagd – Artenschutz unter Tage

Ganz hoch im Norden Deutschlands haben sich passionierte Baujäger ganz und gar der Baujagd verschrieben. Wir waren mit ihnen auf Jagd und haben uns über Anliegen und Ziele des Vereins informiert. Aus aktuellem Anlass bringen wir diesen Artikel aus dem JAWINA-Archiv über die unter heftigem Beschuss von Jagdgegnern stehende Bodenjagd.

Alles ist weiß und ein regelmäßiger Piepton das einzige Geräusch. Aber wir sind nicht bei einer spannenden Folge von Emergency Room gelandet, sondern auf einer Baujagd im tief verschneiten Ostfriesland. Claas Janssen hält den Empfänger des Hundeortungsgeräts dicht über den Erdboden: Unbeeindruckt piept das Gerät vor sich hin. Janssen stapft ein paar Schritte weiter, wiederholt die Prozedur. Wieder nichts, es piept, aber nicht richtig. Also weiter. Auf einmal schlägt die regelmäßige Tonfolge in einen aufgeregten Doppelpieps um: „Dor unnen muut ween.“, verkündet Janssen im heimatlichen Plattdeutsch: Da unten muss er sein.

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Schweiz: Kanton Thurgau stimmt über Baujagd ab

Im Schweizer Kanton Thurgau ist auf Betreiben von Jagdgegnern und Tierschützern eine Initiative “Verbot der Baujagd mit Hunden” zustande gekommen. Das berichtet FM1Today. Die erforderliche Anzahl von Unterschriften ist eingegangen, damit wird es zu einer Volksabstimmung über die Baujagd kommen. Dem Bericht zufolge will auch der Regierungsrat des Kantons die Baujagd verbieten, hat jedoch einen Kompromissvorschlag unterbreitet: Demnoch sollen “aus besonderen Gründen” Ausnahmen vom Baujagdverbot bewilligt werden können. Und zwar zum Beispiel dann, wenn es “aus Sicherheits- oder Schadengründen notwendig sei, Fuchsbauten zu verfüllen, wie zum Beispiel bei Bauten in Bahndämmen oder unterhöhlten Gebäuden.” Man will den Baujägern also einerseits – die ökologisch sinnvolle – Baujagd untersagen, sie als Dienstleister im Bedarfsfall aber weiterhin (und vermutlich unentgeltlich) die Drecksarbeit machen lassen. Ein Vorhaben mit Modellcharakter, möchte man meinen… SE

Beitragsbild: Terrier schlieft in Fuchsbau ein. Foto: SE

Tierschützer agitieren gegen Baujagd – mit Bild von Kleinem Münsterländer

Sie haben sich wirklich Mühe gegeben, eine Atmosphäre von Blutrünstigkeit zu schaffen, aber manchmal reicht Mühe-geben eben nicht: “Rote Flecken aus dem Photoshop” zieren die Bögen, mit denen Tierschützer im Schweizer Kanton Thurgau Unterschriften gegen die Baujagd sammeln – und ein Bild von einem “munteren Kleinen Münsterländer”, der einen Fuchs apportiert. Das Schweizer Tagblatt, das über die Aktion berichtet, hat in der Sache investigativ ermittelt und herausgefunden: Der Kleine Münsterländer (KlM) ist zwar dem Namen nach klein, in Wahrheit aber zu groß für die Baujagd, weil er gar nicht in einen Fuchsbau passt. Der von dem KlM apportierte Fuchs müsse also anderweitig erlegt worden sein.

Ein schrecklicher Verdacht…

Ein JAWINA-Leser brachte soeben telefonisch einen noch weitaus schwerer wiegenden Verdacht auf: Demnach seien die Flecken auf dem Kopf des abgebildeten Hundes eher schwarz als braun, es müsse sich also eher um einen Großen Münsterländer handeln… So oder so: Der Tierschutzpräsident redet sich heraus: Sein Rechtsanwalt habe die Kampagnenbogen gestaltet, also eigentlich auch nicht selber, sondern die Gestaltung in Auftrag gegeben. Eines wisse er aber: Bei der Baujagd fließe Blut. Auch wenn man nach der Sache mit dem KlM Anlass hätte, den jagdlichen Sachverstand des Tierschutzpräsidenten in Zweifel zu ziehen, aber das mit dem Blut stimmt. Und trifft auch auf alle anderen Jagdarten zu, deren Ziel üblicherweise die Erlegung eines Beutetiers ist.

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NRW: Krefeld erlaubt Fuchsjagd am Kunstbau

Die Stadt Krefeld hat das Verbot aufgehoben, Füchse am Kunstbau zu bejagen. Das berichtet das Internetportal RPonline. Eine entsprechende Anordnung sei im Amtsblatt der Stadt veröffentlicht worden, heißt es dort. Grund für die Aufhebung des Jagdverbots ist dem Bericht zufolge der Rückgang bei diversen Niederwildarten wie Hase und Fasan. Zuvor hatte die Forschungsstelle für Jagdkunde und Wildschadensverhütung festgestellt, dass die Aufhebung des Jagdverbots sinnvoll ist. Die Krefelder Jäger dürfen den Fuchs am Kunstbau nun bis zum 28.Februar 2016 bejagen und dann wieder nach dem Ende der Brut- und Setzzeit vom 16. Juli bis 28. Februar 2017. SE

Beitragsbild: Baujagd. Copyright: SE

NRW: Gebietskulisse für Baujagd veröffentlicht

Nach dem Verbot der Baujagd auf Fuchs und Dachs in Nordrhein-Westfalen hat die Forschungsstelle für Jagdkunde und Wildschadenverhütung in Bonn eine Gebietskulisse für die Baujagd veröffentlicht. Das berichtet topagrar. com. Dabei handelt es sich um eine Karte, auf der Gebiete markiert sind, in denen die Baujagd zum Schutz bedrohter Arten wie Großer Brachvogel, Uferschnepfe, Kiebitz, Feldhamster, Rebhuhn oder Hase genehmigt werden kann. Dazu müssen betroffene Jäger einen Antrag bei der für sie zuständigen Unteren Jagdbehörde stellen, die die Baujagd dann auf zwei Jahre befristet gestatten kann.

Die Regelung bedeutet nicht nur das Eingeständnis, dass die Baujagd für den Schutz seltener Arten durch Allerwelts-Prädatoren wie Fuchs, Dachs, Waschbär und Marderhund unverzichtbar ist, sie ist auch ein weiteres Beispiel für die Umkehrung der Rechtsordnung durch die Grünen: Bisher war es bekanntlich so, dass alles erlaubt ist, was nicht ausdrücklich verboten ist. Wo die Grünen an der Macht sind, ist künftig alles verboten, was nicht ausdrücklich erlaubt ist. SE

Beitragsbild: Baujagd. Copyright: SE

Etikettenschwindel im Namen des Naturschutzes

DJV ruft NABU zu ehrlicher und realistischer Position für die Jagd auf

Der Deutsche Jagdverband (DJV) begrüßt das grundsätzliche Bekenntnis des Naturschutzbundes (NABU) zur Jagd. „Wir freuen uns, dass wir nun gemeinsam für eine effektive Jagdausübung in Deutschland kämpfen“, so DJV-Geschäftsführer Andreas Leppmann. Dies sei wichtig, weil erst kürzlich die Tierrechtsorganisation PETA Strafanzeige gegen eine ordnungsgemäß durchgeführte Drückjagd gestellt und diese als „abartige Auswüchse der Jagd“ bezeichnet habe. Gerade diese Jagdmethode fordert allerdings der NABU als besonders effektive und vorrangige Jagdmethode.

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