Schlagwort-Archive: Bauernbund Brandenburg

Brandenburg: Bauernbund kritisiert “Wolfspropagandazentrum”

+++ Thüringen: Jäger kassieren 150.000 Euro an Prämien und Aufwandsentschädigung für Schwarzwildjagd +++ Getöteter Jäger Simon Paulus: Tatverdächtige wieder in Untersuchungshaft +++ Schweiz: Wölfe reißen 269 Nutztiere im Kanton Wallis +++ Niederösterreich beschließt Wolfsverordnung +++

Der Bauernbund Brandenburg kritisiert in einer Pressemitteilung das im Wildpark Schorfheide gestern eröffnete “Wolfspropagandazentrum” (JAWINA berichtete). Die Leiterin des mit rund einer Million Euro geförderten Wolfspropagandazentrums, Imke Heyter, sei nach eigenen Angaben „bekennender Wolfsfan“, so der Bauernbund. Heyter beschreibe die Aufgabe der Einrichtung darin, „die Akzeptanz des Wolfes zu erhöhen“ und angeblichen „Wolfshassern“ sachliche Information entgegenzusetzen. Der Bauernbund erklärt dazu, dass er keine zusätzlichen Informationen über den Wolf braucht. “In unmittelbarer Umgebung von meinem Biobetrieb wurden in diesem Jahr bereits zwei Kälber, acht Schafe und neunzehn Stück Gatterwild gerissen”, merkt der Geschäftsführer des Bauernbundes, Reinhard Jun, dazu an: “Die mir von der Wolfsberaterin des Landes empfohlenen Herdenschutzmaßnahmen sind weder finanzierbar noch funktionieren sie in der Praxis.”

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Brandenburg: Bauernbund will “Biberpelz und Biberbraten”

+++ Baden-Württemberg: Heilbronn erlaubt Nilgans-Jagd- auf BuGa-Gelände +++ Südtirol: Wolf reißt Schaf 80 Meter hinter dem Rücken des Hirten +++ Bayern: Fuchs beißt Frau +++ Rheinland-Pfalz: Hirschkuh mit Pfeil aus Bogen oder Armbrust gewildert +++

Der Bauernbund Brandenburg hat erneut von der Landesregierung Maßnahmen gegen die Biberplage gefordert. Bis auf mehrere zehntausend tote Bäume habe der Biber in diesem Jahr zwar wenig Schaden angerichtet, räumt Bauernbund-Vorstand Lutz Wercham ein: “Das lag allerdings nur daran, dass 2018 Überschwemmungen mangels Regen fast unmöglich waren.” Die Vermehrung des Schadnagers gehe jedoch unvermindert weiter, warnt der 32jährige Ackerbauer aus Wilhelmsaue im Oderbruch, in den kommenden Jahren sei mit einer zunehmenden Versumpfung des Landes zu rechnen.

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Brandenburg: Zwischen Schäfer, Bauernbund und Nabu fliegen die Fetzen

Bauernbund: Rufmord an Schäfer durch den NABU, Mithilfe des Landes Brandenburg

Ausgangspunkt des Streits ist ein vermutlicher bzw. je nach Sichtweise angeblicher Wolfsriss bei dem Schäfer Marc Mennle, der bei Lenzen in der Prignitz 350 Mutterschafe hält. Drei seiner Schafe sind trotz Herdenschutzhunden und Stromzäunen bei zwei Rissvorfällen getötet worden – von einem Wolf, wie Mennle meint. Kehlbisse und aufgerissene Bauchdecken seien unverkennbar, erklärt der Schäfer gegenüber den Potsdamer Neuesten Nachrichten (PNN). Mennle verständigte den offiziellen Rissgutachter Wolfgang Schanz. Dieser will jedoch nur in einem Fall Wölfe “als Verursacher nicht ausschließen”, wie die offizielle Formulierung lautet. In dem anderen Fall erhebt er laut PNN schwer wiegende Vorwürfe gegen den Schäfer: Es seien keine Schleifspuren am Boden zu erkennen, “der Übergriff sei spät gemeldet worden und vom Kadaver seien trotz der Anwesenheit vieler Herdenhunde große Teile genutzt worden.” Der Verdacht liege nahe, dass Mennle den Wolfsriss nur vorgetäuscht habe. “Rufmord an einem Schäfer durch den Nabu” sei das, empört sich der Bauernbund Brandenburg. Doch es geht um mehr als um den Ruf des Schäfers und die Entschädigung für gerissene Schafe – hätte ein Wolf zweimal Schafe gerissen, so könnte er nach der Brandenburger Wolfsverordnung “entnommen”, also abgeschossen werden. Ein Präzedenzfall, den es zu verhindern gilt? Dies dürfte durchaus im Interesse des Nabu liegen, der dem Schäfer unzureichenden Herdenschutz vorwirft – und Rissgutachter Wolfgang Schanz ist zugleich “Nabu-Wolfsbotschafter”.

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Bauernbund: CDU und FDP unterstützen Initiative für wolfsfreie Kommunen

Neun brandenburgische Städte und Gemeinden haben sich in den vergangenen Monaten zur “Wolfsfreien Zone” erklärt, bei weiteren 18 Kommunen steht ein gleichlautender Antrag nach der Sommerpause auf der Tagesordnung. Reinhard Jung, Geschäftsführer des Bauernbundes Brandenburg, kündigte heute auf einer Pressekonferenz in Potsdam an, damit solle ein Zeichen gesetzt werden, dass sich die Landbevölkerung die von der Landesregierung betriebene Ausbreitung der Wölfe nicht mehr gefallen lässt: “Das Raubtier zerstört die Existenz der Weidetierhalter, es schädigt die Jäger und es schreckt alle, die einfach nur mit ihrem Hund spazieren gehen, ausreiten, Pilze sammeln oder Holz machen wollen. Das Leben auf dem Lande wird schlechter, auch wenn uns die Wolfsexperten das Gegenteil erzählen. Gegen diese Bevormundung wehren wir uns.”

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Nach Wolfsangriff bei Lenzen: Bauernbund verlangt Stopp aller Herdenschutzprogramme

Nachdem Wölfe am Elbdeich bei Lenzen (Brandenburg, Landkreis Prignitz) zwei Schafe gerissen haben, obwohl diese durch Herdenschutzhunde bewacht wurden, hat der Bauernbund Brandenburg die Landesregierung aufgefordert, alle Herdenschutzprogramme zu stoppen und statt dessen die Schutzjagd auf Wölfe nach dem skandinavischen Modell zuzulassen. “Wir halten immer schärfere Hunde und bauen immer höhere Zäune, aber das interessiert doch den Wolf nicht, wenn er Hunger hat”, argumentiert der Wolfsbeauftragte des Bauernbundes Frank Michelchen, Biobauer aus Leibsch im Spreewald, der selber bereits zwei Kälber an das Raubtier verloren hat: “Wir müssen uns endlich eingestehen, dass der einzige funktionierende Herdenschutz weniger Wölfe sind.”

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Brandenburg: Polizei löst angemeldete Demo gegen Wolf auf

Heute morgen um 11 Uhr wollten fünf Bauern mit zwei vom Wolf gerissenen Kälbchen vor dem Potsdamer Landtag gegen die Untätigkeit der Landesregierung beim Thema Wolf protestieren. Sie wurden daran – trotz angemeldeter Demonstration – durch Polizeieinsatz gehindert. Die toten Kälbchen wurden beschlagnahmt, gegen einen Bauern wurde Strafanzeige erstattet.

Dazu erklärt Bauernbund-Geschäftsführer Reinhard Jung: „Broschüren, Filme, Ratgeber – wir werden von den Naturschutzbehörden mit Wolfspropaganda zugeschüttet. Aber wenn betroffene Weidetierhalter die grausame Wirklichkeit zeigen, schreitet die Staatsgewalt ein. Was für eine Anmaßung gegenüber der Landbevölkerung! Die Politiker sollten sich ruhig mal die zerfetzten Kadaver anschauen, die das angeblich so faszinierende Raubtier zurücklässt. Wer da nur mit den Schultern zuckt und sagt, das sei halt Natur, spuckt uns Bauern direkt ins Gesicht. Wir lieben unsere Tiere. Es wird Zeit, dass wir sie mit der Waffe in der Hand verteidigen.“

Von Wolf bei Schönberg gerissenes Kalb. Quelle: Bauernbund Brandenburg/privat

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Brandenburg: Verbände rufen zur Teilnahme an Wolfswachen auf

Vor knapp einem Jahr fand in Brandenburg erstmals eine landesweite Nacht der Wolfswachen mit seinerzeit neun Standorten statt. Nun rufen die Verbände im ländlichen Raum erneut zur Teilnahme an landesweiten Wolfswachen auf. Am kommenden Freitag (9.3.) werden an insgesamt 21 Standorten im Land Wolfswachen stattfinden. “Daran lässt sich bereits der unhaltbare Zustand erkennen, den die Landesregierung durch ihre Untätigkeit trotz „Brandenburgischer Wolfsverordnung“ provoziert”, heißt es in einer Pressemitteilung des Forum Natur Brandenburg (FNB), in dem verschiedene Naturschutz- und nutzerverbände zusammengeschlossen sind: “Die Verbände haben kein Interesse daran, dass die Akzeptanz für unsere Wölfe immer weiter schwindet”, heißt es weiter, “gleichzeitig die betroffenen Weitetierhalter vor schier unlösbare Probleme gestellt werden. Es wird daher Zeit für eine neue Wolfspolitik und einen anderen Umgang mit dem Thema durch die Landesverwaltung!”

Weitere Informationen und Downloads:

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Bauernbund: “Grosse Teile Brandenburgs müssen wolfsfreie Zone werden”

“Widerstand gegen Wolf organisieren”

Nach einem Jahr ergebnisloser Zusammenarbeit mit der Landesregierung sieht der Bauernbund Brandenburg, Interessenvertretung der bäuerlichen Familienbetriebe, keine Chance mehr, zum Thema Wolf einen Kompromiss zu finden. “Das Wolfsmonitoring ist fehlerhaft, die Wolfsverordnung ist wirkungslos, das Wolfsmanagement ist gescheitert”, sagte Bauernbund-Präsident Marco Hintze bei einem Pressegespräch auf seinem Hof in Krielow, Landkreis Potsdam-Mittelmark. Der Bauernbund werde statt dessen den Widerstand der Landbevölkerung gegen den Wolf organisieren, kündigte Hintze an und forderte, große Teile Brandenburgs zur wolfsfreien Zone zu machen: “Überall, wo Menschen und Weidetiere sind, müssen Wölfe konsequent gejagt werden.”

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Bauernbund: “Nabu erfindet Insektensterben und schuld ist die Landwirtschaft”

Der Bauernbund Brandenburg hat die vom NABU “aufgrund einer dubiosen Studie” erhobenen Vorwürfe in einer Presseerklärung zurückgewiesen, die Menge der Fluginsekten sei durch eine angebliche Intensivierung der Landwirtschaft in den vergangenen 25 Jahren um 75 Prozent zurückgegangen. “Die einzigen landwirtschaftlichen Kulturen, auf denen aus gutem Grund in nennenswertem Umfang Insektenbekämpfungsmittel ausgebracht werden, sind Raps und Kartoffeln, diese machen nichtmal fünf Prozent der Fläche in Deutschland aus”, argumentiert Bauernbund-Vorstand Thomas Kiesel, Ackerbauer aus Barsikow im Ruppiner Land: “Und in den vergangenen 25 Jahren hat hier weder in der Düngung noch beim Pflanzenschutz eine Steigerung der Intensität stattgefunden. “Selbst wenn es einen dramatischen Rückgang der Insektenpopulation gäbe, was der Bauernbund bezweifelt, könne die Landwirtschaft deshalb kaum dafür verantwortlich sein.

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Brandenburg: Bauernbund fordert Aufnahme von Biber und Wolf ins Jagdrecht

In einer Stellungnahme zur anstehenden Neufassung der Brandenburgischen Jagddurchführungsverordnung hat der Bauernbund Brandenburg, Vertretung der bäuerlichen Familienbetriebe im Land, die Aufnahme von Biber und Wolf in die Liste der jagdbaren Tiere gefordert. “Auch wenn eine solche Aufnahme vorerst noch unter dem Vorbehalt des strengen europäischen Schutzes für beide Arten steht, schafft sie Rechtssicherheit für unsere Jäger und bereitet die von der Landesregierung angestrebte Anpassung des Schutzstatus vor”, sagte Bauernbund-Vorstand Marcus Schilka, Biobauer aus Guhrow im Spreewald.

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Peta zeigt Bauernfunktionär an

Die Tierrechtsorganisation Peta hat Medienberichten zufolge Anzeige gegen den Geschäftsführer des Brandenburger Bauernbunds, Reinhard Jung, erstattet, weil dieser in einem Interview mit der Tageszeitung taz den Abschuss von Wölfen gefordert hatte. Dies berichtet die taz in einem Interview mit dem Leiter der Rechtsabteilung von Peta Deutschland, Edmund Haferbeck.

Die Äußerungen Jungs seien nach Haferbecks Ansicht eine “physische Aufforderung zum Schießen.” Es habe mehrere Fälle gegeben, wo Jäger Wölfe einfach erschossen hätten, “weil diese Leute eben auch so ticken”, behauptet Haferbeck in dem Interview. Es sei ihnen “völlig egal, ob etwas gesetzlich verboten ist.” Sie würden diese Tiere erschießen und sich nachher herausreden.

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