Schlagwort-Archive: Barbara Otte-Kinast (CDU)

ASP: “Sehr grosser, überraschender und beunruhigender Sprung nach Westen”

Verendet aufgefundene Wildschweine unverzüglich den Veterinärbehörden melden – drastische Maßnahmen im Seuchenfall angekündigt

Gestern Abend ist die niedersächsische Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast durch die Bundesministerin für Landwirtschaft, Julia Klöckner (beide CDU), darüber informiert worden, dass in einer südbelgischen Region bei Wildschweinen das Virus der Afrikanischen Schweinepest nachgewiesen wurde (JAWINA berichtete). Mittlerweile liegen auch einige nähere Informationen zu dem Fall vor, wie Otte-Kinast soeben anlässlich einer Rede vor dem Plenum des niedersächsischen Landtags ausführte: “Die belgische Fachbehörde für die Sicherheit der Nahrungsmittelkette, Agence fédérale pour la sécurité de la chaîne alimentaire (AFSCA), hat demnach zwei Fälle von Afrikanischer Schweinepest (ASP) in Belgien bestätigt. Das Virus wurde in der Gemeinde Étalle in der südbelgischen Provinz Luxemburg und damit lediglich etwa 60 Kilometer von der deutschen Grenze entfernt bei zwei tot aufgefundenen Wildschweinen entdeckt.

Weiterlesen

Niedersachsen: Streit um Jagdpachtverträge auf ostfriesischen Inseln

Der niedersächsische Umweltminister Olaf Lies (SPD) hat die Verlängerung von insgesamt elf Jagdpachtverträgen für landeseigene Flächen im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer scharf kritisiert. Die Jagdreviere befinden sich auf den ostfriesischen Inseln, jüngst wurden die Pachtverträge für Norderney, Baltrum, Langeoog und Wangerooge verlängert . “Dieses eigenmächtige Vorgehen des Landwirtschaftsministeriums ist mir vollkommen unverständlich und ganz schlechter Stil!”, polterte Lies: “Die neuen Pachtverträge sind in meinem Hause nämlich unbekannt. Wieso die Domänenverwaltung jetzt Verträge abschließt, die offenbar von dem auf Arbeitsebene erzielten Kompromiss und dem gemeinsam zwischen meinem Haus und dem Landwirtschaftsministerium erarbeiteten und in Kraft gesetzten Erlass erheblich abweichen, ist mir unbegreiflich”, sagte Umweltminister Olaf Lies. “Dieser Alleingang bedeutet einen hohen Vertrauensverlust.”

Weiterlesen

Niedersachsen: Vier Millionen Euro für “Mehrabschuss von Wildschweinen”

Übungen für den Ernstfall – Aufwandsentschädigung für Jagdhundeeinsatz geplant

Die Afrikanische Schweinepest (ASP) breitet sich in den Wildschweinbeständen vieler Regionen Osteuropas weiter aus. In dieser Woche kamen neue Meldungen aus China, dass dort erstmals Hausschweinebestände mit ASP infiziert sind, heißt in einer Pressemitteilung des niedersächsischen Landwirtschaftsministeriums. Über die aktuellen Entwicklungen der für den Menschen ungefährlichen, für Schweine jedoch hoch ansteckenden Tierseuche lässt sich Niedersachsens Agrarministerin Barbara Otte-Kinast laufend informieren. Um auf einen möglichen Ernstfall vorbereitet zu sein, finden im Ministerium kontinuierlich Übungen und Besprechungen statt. Barbara Otte-Kinast: „Niedersachsen ist mit der ,Task Force Tierseuchen‘, hoch qualifizierten Untersuchungseinrichtungen und engen Abstimmungswegen zwischen den Ländern und dem Bund sehr gut aufgestellt.“ Mit dem Mobilen Bekämpfungszentrum für Tierseuchen könne man in einem möglichen Fall direkt vor Ort in betroffenen Regionen zügig und effektiv handeln.

Weiterlesen

Niedersachsen: Wildpflanzen als Bereicherung der Artenvielfalt

Landwirtschaftsministerin Otte-Kinast besucht Projektfläche und informiert sich über den Projektstand

Der Anbau von Wildpflanzen zur Energiegewinnung und ihr positiver Beitrag für die Artenvielfalt, waren heute Thema beim Besuch von Niedersachsens Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast im Rahmen ihrer diesjährigen Sommertour. Die Landesjägerschaft Niedersachsen e.V. (LJN) informierte an einer Projektfläche in Lingen im Landkreis Emsland, über die vielfältigen Wohlfahrtswirkungen der Wildpflanzen für die Biodiversität.

„Der ökologische Mehrwert wird jedem sofort bewusst, der einmal an einer Fläche mit Wildpflanzen gestanden hat – es summt und brummt überall“, so Niedersachsens Landwirtschaftministerin Barbara Otte-Kinast anlässlich ihres heutigen Besuchs einer Projektfläche. Aber auch weitere Potenziale der Wildpflanzen rückten zunehmend in den Vordergrund. Das aktuelle Forschungsprojekt Monitoring zur Nährstofffixierung durch mehrjährige Wildpflanzen auf Praxisflächen in Niedersachsen (2017 bis 2019), das die Fähigkeit der Wildpflanzen untersucht, Nährstoffe und hier besonders Stickstoffe wie Nitrat zu binden, sei ein weiterer Baustein in diesem Sinne: „Ich bin der Landesjägerschaft Niedersachsen sehr dankbar, dass wir in diesem Bereich gemeinsam Forschungsprojekte umsetzen. Innovative Antworten in Fragen des Verlusts der Artenvielfalt, des Grundwasserschutzes und der Bodenqualität sind für das Agrarland Niedersachen enorm wichtig.“

Weiterlesen

Niedersachsen: Grüne verteidigen Gemeinnützigkeit für militante Tierschützer

Die niedersächsische Landtagsabgeordnete und tierschutzpolitische Sprecherin der Grünen Miriam Staudte hat den Vorstoß der Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast (CDU) zurückgewiesen, militanten Tierschutzorganisationen die Gemeinnützigkeit abzuerkennen, wenn diese illegale Aktionen begehen (JAWINA berichtete). Als Beispiel wurden Stalleinbrüche zwecks Dokumentation angeblicher Verstöße gegen Tierschutzbestimmungen genannt oder Mordaufrufe nach der Einschläferung eines aggressiven Kampfhunds. Staudte wirft Ministerin Otte-Kinast vor, die “die Debatten um die Proteste gegen das Einschläfern des Staffordshire-Terriers Chico zu instrumentalisieren, um gegen Tierschutzorganisationen generell Stimmung zu machen.”

Weiterlesen

Niedersachsen: Landwirtschaftsministerin stellt Gemeinnützigkeit von “Peta und Co” in Frage

Die niedersächsische Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast hat sich gegenüber der Neuen Osnabrücker Zeitung (NOZ) dafür ausgesprochen, die Gemeinnützigkeit von radikalen Tierschutzorganisationen wie Peta “im Zweifel” zu überprüfen. Otte-Kinast reagierte damit auf die jüngsten Einbrüche in Ställe, um dort angebliche oder tatsächliche Verstöße gegen Tierschutzbestimmungen zu dokumentieren. “Einbruch ist Einbruch” erklärte Otte-Kinast gegenüber der NOZ, und setzte sich für eine konsequente Strafverfolgung ein. Es verunsichere Landwirte, wenn auf dem Hof herumgeschlichen und heimlich gefilmt werde, so Otte-Kinast laut NOZ. Die Ministerin kritisierte auch den Umgang mit den Aufnahmen durch die Tierschutzorganisationen: Die Tierrechtler würden mitunter Monate verstreichen lassen, bis sie die Aufnahmen veröffentlichten, Aufsichtsbehörden würden nicht informiert. Was sei das für ein Tierschutz, wenn man die Schweine, Rinder oder Hähnchen weiter leiden lasse, fragte Otte-Kinast. Dies sei “Stimmungsmache” und “Eintreiben von Spendengeldern”. Es sei zu fragen, ob “Peta und Co” zu Recht als gemeinnützig eingestuft seien. Im Zweifelsfall müsse die Gemeinnützigkeit aberkannt werden.

Weiterlesen

Otte-Kinast: Wie man Wölfe erzieht

+++ Sachsen: Räude – Toter Wolf im Pferdestall +++ Brandenburg: Wolf reißt trächtiges Mutterschaf +++

Die niedersächsische Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast (CDU) begann ihre Rede beim Schwaneweder Kreisjägertag mit einem Seitenhieb auf ihren Amtsvorgänger: Bei “so einem Vorgänger” – angesprochen fühlen darf sich der Grüne Christian Meyer – sei der Redebedarf mit den Verbänden groß. Die “wahren Grünen”, seien ohnehin die Jäger, stellte Otte-Kinast fest, denn sie erhielten die Kulturlandschaft, wie sie ist. Kein Wunder, dass die Ministerin von den Jägern “mit stehenden Ovationen” verabschiedet wurde, wie der Weserreport berichtet. Als Beispiel für Pflege und Erhalt der Kulturlandschaft durch Jäger führte die Ministerin die intensive Bejagung der Nutrias an, die in Niedersachsen massive Schäden an Deichen anrichten: Während die Streckenliste für den Kreis Osterholz im Jagdjahr 2013/14 nur ein einziges Nutria verzeichne, sei die Strecke 2016/17 schon auf 282 und 2017/18 bereits auf 400 der invasiven Nager angewachsen, so der Weser-Kurier.

Otte-Kinast appellierte an die Jäger, einer Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) durch intensive Bejagung der Wildschweine vorzubeugen und kündigte an, dies durch Änderung des Jagdgesetzes erleichtern zu wollen. Die Verbraucher forderte die Ministerin auf, mehr Wildschweinfleisch zu essen. Sie selbst gehe mit gutem Beispiel voran, indem sie angeordnet habe, in der Kantine des Ministeriums jeden Mittwoch ein Wildschweingericht auf der Speisekarte stehen solle, wie der Weserreport berichtet.

Weiterlesen

Niedersachsen: Umwelt- und Landwirtschaftsministerium wollen beim Thema Wolf stärker zusammenarbeiten

+++ Frankfurt: Stadt wertet umstrittene Nilgänsejagd in Freibad als Erfolg +++ Niedersachsen: Rehe in die Flucht geschlagen – Jäger beobachtet vier Wölfe im Landkreis Oldenburg +++ Österreich: Jäger bitten um Rücksicht auf an Gamsblindheit erkrankte Gämsen +++ Niedersachsen: Wolf reißt Schafe in Kindergarten-Nähe +++ Bayern: 100-Kilo-Keiler spaziert durch Kreisstadt +++

Niedersachsens Umweltminister Olaf Lies und Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast haben sich in einem Gespräch darauf verständigt, beim Thema Wolf in Zukunft stärker zusammenarbeiten zu wollen. „Wir brauchen unbedingt eine weitere Professionalisierung im Umgang mit dem Wolf”, sagte Minister Olaf Lies nach dem Treffen im Umweltministerium in Hannover. „Im Klartext heißt das: Wir müssen unsere Informationspolitik verbessern, den Herdenschutz massiv ausbauen und eine schnellere Schadensregulierung bei Wolfsrissen erreichen. Darüber hinaus müssen wir aber auch noch mehr erfahren über den Wolf und sein Verhalten. Wir stehen zum Schutz des Wolfs als Art in Niedersachen. Aber wir brauchen dringend klare Leitlinien im Umgang mit dem Wolf. Die Sicherheit der Menschen hat dabei oberste Priorität.

Weiterlesen

Niedersachsen: CDU will Wolf ins Jagdrecht aufnehmen

“Natürliche Scheu”: Wolf in Mecklenburg-Vorpommern am hellichten Tag fünf Meter vor der Haustür fotografiert

Die designierte niedersächsische Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast (nicht zu verwechseln mit der Künast…) plädiert dafür, Wölfe ins Jagdrecht aufzunehmen. Im Umgang mit problematischen Wölfen solle “eine neue Linie” eingeschlagen werden, erkärte Otte-Kinast gegenüber der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung (HAZ). Die Rückkehr des Wolfes sei ein Erfolg des Artenschutzes, könne aber in ländlichen Bereichen zu Problemen führen. Deshalb sei ein Kurswechsel erforderlich. Der Wolf sei ein großartiges, aber auch ein gefährliches Tier, so die CDU-Politikerin in der HAZ. Sie sei keine Wolfshasserin, doch wer den Wolf erhalten wolle, müsse entschlossen sein, Problemwölfe zu entnehmen.

Weiterlesen