Schlagwort-Archive: Bärenangriff

Wie man einen Bärenangriff überlebt

Die New York Times hat einen (weiteren) instruktiven Ratgeber-Artikel veröffentlicht, der sich dem Thema widmet, wie man eine Bärenbegegnung überlebt. Das ist in vielen Gegenden Amerikas, in beliebten Nationalparks und Trails durchaus ein Thema von einiger Relevanz – und wer weiß, vielleicht ja auch bald bei uns. Die Informationen in dem Beitrag “How to Survive a Bear Encounter” von Malia Wollan stammen von John Hechtel, einem pensionierten Wildbiologen, der sich 40 Jahre im Dienst der Fisch- und Wildbehörde Alaskas mit Bären beschäftigt hat (ein Qualifikationsniveau, von dem etliche hiesige “Experten” nur träumen können…).

Biologen, sagt Hechtel, unterteilen Bärenbegegnungen grob in zwei Arten: Defensive und nicht-defensive. Bei den defensiven möchte der Bär einen Angriff auf sich, seine Nahrung oder seine Jungen abwehren. Defensive Bären wirken erregt, scharren mit den Pfoten, brüllen und / oder speicheln. Der nicht-defensive Bär will dich fressen. Er wirkt besonnen und selbstbewusst, aufdringlich, aggressiv und zielstrebig (“pushy”). Entscheidend sei im Fall einer Begegnung, zwischen defensiven und nicht-defensiven Bären zu unterscheiden.

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Montana: Mann überlebt zwei Grizzly-Angriffe

Todd Orr aus Bozeman im US-Bundesstaat Montana ist innerhalb weniger Minuten zweimal von einer Grizzly-Bärin angefallen worden – und hat, übel zugerichtet, überlebt, wie diverse US-Medien, z.B. CBS und CBC News (mit prächtigen Bildern – Orr hat offenbar noch Zeit und Nerven gehabt, ein paar Selfies zu schießen…) berichten. Das (sein Überleben) setzte ihn in die Lage, auf seiner Facebook-Seite von dem Vorfall zu berichten: Demnach war der 50jährige zu einer frühmorgendlichen Erkundungstour aufgebrochen, um Elche zu fährten. Orr wusste, dass er sich in Bärenterritorium befand, und gab alle dreißig Sekunden Warnrufe (“Hello, Bear!”) von sich. Das half aber nichts. Nach etwa drei Meilen auf einem Wildnispfad, kam er auf eine Wiesenfläche, wo er eine Grizzly-Bärin mit zwei Jungen einige Meter vor sich auf dem Pfad sah. Sie floh erst von ihm weg, drehte dann plötzlich um und griff unvermittelt an. Orr verpasste der Bärin eine volle Ladung Bärenspray aus etwa acht Metern Entfernung. Der Schwung, schreibt Orr, “trug sie durch den orangefarbenen Nebel und genau auf mich drauf.” Orr schmiss sich auf den Bauch, Nacken und Kopf mit verschränkten Armen schützend. Die Bären bearbeitete seine Arme, Schultern und den Rucksack mit Bissen – jeder einzelne wie “ein Vorschlaghammer mit Zähnen.”

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Alaska: Jäger 36 Stunden nach Bärenattacke gerettet

36 Stunden nach einem Bärenangriff ist der Jagdführer James Tuttle von Spezialeinheiten gerettet worden. Das berichtet die Lokalzeitung Anchorage Daily News (adn). Dichter Nebel hatte erste Rettungsversuche von ortsansässigen Suchteams und der Alaska State Troopers vereitelt. Die daraufhin hinzu gezogene Nationalgarde (Alaska Air National Guard) konnte den Schwerverletzten mit Hilfe von Nachtsichtgeräten und Leuchtfackeln schließlich in der entlegenen Brooks Range, etwa 50 Kilometer nördlich vom Anaktuvuk Pass, bergen.

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