Schlagwort-Archive: Axel Vogel

Brandenburg: Verbände kritisieren Versuch, die Novellierung des Landesjagdgesetzes “durchzupeitschen”

Die im Forum Natur Brandenburg (FNB) zusammengeschlossenen Verbände¹ werfen dem grünen Landwirtschaftsminister Vogel vor, das novellierte Landesjagdgesetz während der Corona-Krise “durchpeitschen” zu wollen.

In einem Schreiben des FNB vom 29.05 an das Brandenburger Landwirtschaftsministerium heißt es dazu:

Eckpunkte zur Novellierung des Landesjagdgesetzes Brandenburg
hier: Ihr Schreiben vom 08.05.2020 mit Fristsetzung zum 29.05.2020

Sehr geehrter Herr Minister Vogel,

vor einigen Tagen erreichte die Mitgliedsverbände des Landesjagdbeirates mit kurzer Fristsetzung ein erneutes Schreiben der Obersten Jagdbehörde bzgl. der Übersendung von Hinweisen und Anregungen für eine Novellierung des Landesjagdgesetzes unsererseits. Dieses Ansinnen weisen wir mit aller Entschiedenheit zurück!

Bereits in allen unseren Antwortschreiben auf den ersten Brief der OJB in dieser Angelegenheit haben wir unsere Gründe in aller Deutlichkeit dargelegt:
Das Landesjagdgesetz ist ein für den gesamten ländlichen Raum überaus wichtiges Gesetz. Für die Jägerinnen und Jäger im Land ist es DAS Gesetz, welches die rechtliche Grundlage ihres Handelns und Tuns bestimmt. Es ist gleichzeitig ein essenzieller Rahmen für das gesamte Portfolio der Landnutzung in der Kulturlandschaft!

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Brandenburg: LJV von OJB “überrumpelt, hintergangen”

Der Präsident des Landesjagdverbands Brandenburg, Dr. Dirk-Henner Wellershoff, protestiert in einem Schreiben an Landwirtschaftsminister Vorgel in ungewöhnlicher scharfer Form gegen die Art und Weise, mit der Vertreter der Obersten Jagd- und Forstbehörde Brandenburgs (OJB) mit der Verbandsführung umspringen.

Wir dokumentieren das Schreiben im Wortlaut:

“Jagdzeitverlängerung für wiederkäuendes Schalenwild

Sehr geehrter Herr Minister Vogel,

am vergangenen Montag, den 20.01., erhielt der Landesjagdverband per Mail ein Schreiben aus dem Referat 35 Ihres Hauses, in dem die Verlängerung der Jagdzeit für das wiederkäuende Schalenwild auf Antrag bis zum 29.02. im Zusammenhang mit Bewegungsjagden auf Schwarzwild angekündigt wird.

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Brandenburg: Berufsjäger protestieren gegen Schonzeitaufhebungen

Der Brandenburger Landesverband der Berufsjäger (BdB) protestiert in einem Offenen Brief gegen die Genehmigung “von Anträgen auf Schonzeitaufhebung zur Bejagung von wiederkäuendem Schalenwild bis 29.02.2020 durch das Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Klimaschutz”. Das Schreiben ist an den Brandenburger Landwirtschaftsminister Axel Vogel gerichtet. Vogel stammt aus Bayern, ist Gründungsmitglied der Grünen und hat laut Wikipedia “von 1980 bis 1991” ein Studium der Wirtschaftswissenschaften an der Fernuni Hagen absolviert.

Im Folgenden dokumentieren wir das Schreiben der Berufsjäger im Wortlaut:

“Widerspruch zum Genehmigen von Anträgen auf Schonzeitaufhebung zur Bejagung von wiederkäuendem Schalenwild im Februar

Sehr geehrter Herr Minister,

der Landesverband der Berufsjäger Brandenburg widerspricht hiermit den von Ihrem Ministerium in Aussicht gestellten pauschalen Genehmigungen von Schonzeitaufhebung auf wiederkäuendes Schalenwild bis 29.02.2020 und fordert Sie dazu auf, die Jagd- und Schonzeitenregelung nach der erst am 05. Juli in Kraft getretenen Verordnung zur Durchführung des Jagdgesetzes für das Land Brandenburg aufrechtzuerhalten.

Mit der Verordnung zur Durchführung des Jagdgesetzes für das Land Brandenburg (BbgJagdDV) vom 28. Juni 2019 wurde die Jagd in Brandenburg an gesellschaftliche und insbesondere auch an wirtschaftliche Bedürfnisse der Landnutzer angepasst.

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“Generelles Verbot halbautomatischer Waffen verhindert keine Straftaten”

Der Präsident des Landesjagdverbands Brandenburg (LJVB), Dr. Dirk-Henner Wellershoff hat einen offenen Brief an Axel Vogel, Vorsitzender der Fraktion von Bündnis90/ Grüne im Brandenburgischen Landtag geschrieben. Wellershoff setzt sich darin mit der Forderung nach einem generellen Verbot von halbautomatischen Jagdwaffen auseinander. Im Folgenden der offene Brief im Wortlaut.

Sehr geehrter Herr Vogel,

in Ihrer Pressemeldung vom 25. Juli fordern Sie im Namen Ihrer Fraktion das generelle Verbot halbautomatischer Waffen. Als Begründung verweisen Sie auf die tragischen

Ereignisse in Paris, Orlando und München. Auch mich als Präsident des Landesjagdverbandes Brandenburg, der rund 9.600 Jägerinnen und Jäger und somit legale Waffenbesitzer vertritt, treibt die Sorge um die Sicherheit und den Schutz vor Straftaten mit terroristischem Hintergrund um. Die von Ihnen geforderten Maßnahmen gehen jedoch klar am Ziel vorbei. Ein generelles Verbot halbautomatischer Waffen oder die zentrale Lagerung von Waffen sorgt nicht für zusätzliche Sicherheit. Das eigentliche Ziel, die Terrorismusbekämpfung, wird damit nicht erreicht. Lassen Sie mich dies im Einzelnen näher ausführen.

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