Schlagwort-Archive: Autobahn

Sachsen: Pferde von Wolf auf Bundesstrasse getrieben? OVG lässt Berufung zu

Das Sächsische Oberverwaltungsgericht hat mit Beschluss vom 2. August 2018 (Az.: 4 A 930/17) die Berufung in einem Klageverfahren zugelassen, in dem der Kläger vom beklagten Freistaat Sachsen den Ausgleich eines Schadens fordert, der nach Vorbringen des Klägers durch Einwirkung eines Wolfs entstanden ist. Am 10. Dezember 2013 wurden bei einem nächtlichen Verkehrsunfall auf der Bundesstraße B 6 in Zehren (Landkreis Meißen) zwei Menschen schwer verletzt und mehrere Pferde des Klägers getötet. Nach seinen Angaben waren die Tiere aus der Koppel ausgebrochen und zunächst wieder eingefangen worden. Beim Zurückführen auf die Koppel sollen sie erneut in Panik auf die Straße geflohen sein, wo sie von mehreren Fahrzeugen erfasst wurden. Der Kläger hat geltend gemacht, dass die Tiere die Witterung eines oberhalb ihrer Koppel stehenden Wolfs aufgenommen hätten. Zum Nachweis hat er sich darauf bezogen, dass am 13. Dezember 2013 in der Nähe der Koppel u. a. Pfotenabdrücke eines Wolfs gefunden worden seien. Im Mai haben Wölfe bereits nachweislich den Ausbruch einer Pferdeherde in Niedersachsen verursacht (JAWINA berichtete).

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Bayern: Polizei rettet Frischling

Am 23.04.18 um 06:24 Uhr erreichte die Autobahnpolizei Günzburg eine Mitteilung, dass sich ein junges Wildschwein auf der dreispurig ausgebauten A 8 Richtung München befinden soll. Die Beamten drosselten den dichten Verkehr, um das Tier möglichst gefahrlos zunächst aufzufinden und ggf. von der Fahrbahn verbringen zu können. “Sehr zum Erstaunen”, so die Polizei, “wurde tatsächlich ein unverletzter, ca. vier Wochen alter Wildschwein-Frischling, welcher zusammengekauert auf dem linken Fahrstreifen an der Betongleitwand saß, aufgefunden. Dieser durfte dann seine erste Streifenfahrt im Dienstfahrzeug der APS Günzburg unternehmen und mit zur Dienststelle fahren. Dort stand eine für solche Fälle eigens beschaffte Tierbox zur Verfügung, der Frosch wurde mit Wasser und Milch erstversorgt. Ein Beauftragter holte das Tier später ab um es etwas aufzupäppeln und zu einem späteren Zeitpunkt in Abhängigkeit von der körperlichen Konstitution wieder auszuwildern. Ob das gelingt, bleibt abzuwarten… PM

Beitragsbild: Der vorerst gerettete Frischling. Foto: Polizei

Schweiz: Vollsperrung wegen Hirschrudel auf der Autobahn

Am Mittwochmorgen sind einige Hirsche auf die Autobahn A13 bei San Vittore im Schweizer Kanton Graubünden gelangt. Auf der A13 sowie auf der H13 kam es in der Folge zu je einem Unfall mit je einem Tier dieser Gruppe. Kurz vor 5 Uhr morgens erhielt die Einsatzleitzentrale der Kantonspolizei Graubünden die Meldung, dass sich Wildtiere auf der Autobahn A13 zwischen dem Abschnitt der Raststätte Campagnola und der Verzweigung Bellinzona Nord befinden. Kurz darauf ging eine Meldung ein, dass ein Personenwagen einen Hirsch auf der A13 erfasst hat. Zwei Patrouillen der Kantonspolizei Graubünden sperrten unter Mithilfe einer Polizeipatrouille der Kantonspolizei Tessin unverzüglich die Autobahn. Gemeinsam mit dem Wildhüter trieben die Polizisten die Tiere, allesamt Hirsche, über diverse Zugänge der Wildschutzzäune von der Autobahn, welche während rund zwei Stunden gesperrt war. Eines der Tiere wurde anschliessend auf der Italienischen Strasse H13 von einem weiteren Personenwagen erfasst. PM

Beitragsbild: Windschutzscheibe eines Autos nach Kollision mit Hirsch auf der H13. Foto: Kantonspolizei Graubünden

Brandenburg: Elch auf der A12 totgefahren

Bereits gestern früh ist ein junger Elchbulle tot auf dem Standstreifen der A12 in der Nähe der Anschlussstelle Fürstenwalde-West (Landkreis Oder-Spree) gefunden worden. Das Tier ist vermutlich angefahren worden. In den vergangenen Wochen sind mehrfach Elche in Brandenburg gesichtet worden (JAWINA berichtete). Der Kadaver des Elchs wurde ins Naturkundemuseum Potsdam transportiert. Auf der Internetseite des Museums heißt es dazu: “Das gesamte Museumsteam trug den Elch in die Präparationswerkstatt des Museums. Der Präparator Christian Blumenstein vermaß das Tier und zog das Fell ab. Anschließend wurde der Elch und gewogen und untersucht. Das Fell wird später gegerbt und kommt mit dem Schädel in die wissenschaftliche Sammlung des Museums.” SE

Beitragsbild: Elchbergung an der A12. Quelle: Landesbetrieb Straßenwesen Brandenburg

Niederlande: Antilopen auf der Autobahn

Gefahr im Verzug: Zwei Elenantilopen von Jägern in Holland erlegt

Jäger mussten am Dienstag zwei Elenantilopen erlegen, die zuvor auf der A2 bei Roermond in der Nähe der deutsch-niederländischen Grenze umhergelaufen waren. Die in Afrika beheimatete Elenantilope kann eine Körperlänge von zwei bis drei Metern und ein Gewicht von 500 bis 1000 Kilo bei einer Schulterhöhe von anderthalb Metern erreichen. Die Antilopen waren einem Bauernhof in Swartbroek entlaufen, einer kleinen, etwa 20 Kilometer von Roermond entfernten Ortschaft. Als die Tiere auf die A2 liefen, richtete die Polizei eine Vollsperrung ein und forderte zwei Jäger zur Unterstützung an. Wie rp-online berichtet, haben sich die Antilopen später getrennt. Eine wurden auf einem Feld bei Roermond, die andere in der Nähe der Grenze zu Belgien erschossen. SE

Beitragsbild: Elenantilopen in Namibia. Quelle: Wikipedia, Autor: Hans Hillewaert

Bayern: Elch auf Autobahn überfahren

Nicht schlecht staunten die Beamten der Verkehrspolizei Deggendorf, als sie kurz vor Mitternacht zu einem Wildunfall auf der A3 Richtung Regensburg, kurz vor der Anschlussstelle Iggensbach, gerufen wurden. Auf der rechten Spur lag ein kapitaler Elch. Der 44 Jahre alte Fahrer eines Skoda Octavia hatte das Tier glücklicherweise nicht frontal, sondern nur vorne rechts gerammt. Die vier Insassen des Autos blieben unverletzt und kamen mit einem gehörigen Schrecken davon. Das schwer beschädigte Fahrzeug musste abgeschleppt werden. Zur Bergung des Kadavers rückte die Autobahnmeisterei mit einem Kranwagen an. PM Polizei Bayern

Beitragsbild: Der auf der A3 totgefahrene Elch. Copyright: Polizei Bayern

Sattelzug überfährt Wedemarker Wolf

Update 17.04.: Der bei Bremen angeblich totgefahrene Wolf ist kein Wolf, sondern ein Wolfshund.

Ein Sattelzug hat auf der A7 den Wolf, überfahren, der gestern bei Wedemark eine Radfahrerin bis ins Dorf verfolgt und ihren Hund leicht verletzt hat. Der Tier starb am Unfallort, wie die Hannoversche Allgemeine berichtet. Bei Bremen ist ein weiterer Wolf totgefahren worden. SE

Beitragsbild: Sattelzug. Quelle/Copyright: Arpingstone/Wikipedia

Wolf auf der A 24 überfahren

Eine junge Wölfin ist auf der Autobahn 24 zwischen Witzhave und Reinbek (Kreis Stormarn) überfahren worden. Wie das Umweltministerium am Montag mitteilte, starb das Tier am frühen Samstagmorgen. Von der Autobahnpolizei informierte Wolfsbetreuer bargen das Jungtier und brachten es zur Untersuchung in das Leibnitz Institut für Zoo- und Wildtierforschung nach Berlin. Erste Untersuchungen ergaben, dass es sich um ein sehr junges weibliches Tier handelte.

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Thüringen: Jäger verliert Pistole und Munition auf A4

Ein Jäger hat auf der A4 in der Nähe der Autobahnabfahrt Gera-Langenberg eine Pistole und einige Schuss Gewehrmunition verloren. Die Autobahnpolizei fand Waffe und Munition auf dem Standstreifen. Der Besitzer, ein Jäger, war schnell ermittelt: Der Mann hatte nach einer Jagd die Sachen auf dem Autodach abgelegt und war losgefahren. Auf der Autobahn fielen sie dann herunter. Der Unglückliche darf sich auf einen unerfreulichen Brief betr. seine Zuverlässigkeit von der Waffenbehörde gefasst machen. SE

Bild: Pistole Quelle: Wikipedia/Source:http://www.adamsguns.com/