Schlagwort-Archive: Auto

Niedersachsen: Wolf greift Auto an

In Niedersachsen soll ein Wolf ein Auto angegriffen haben. Der Vorfall ereignete sich auf von der Stiftung Naturschutzpark Lüneburger Heide bewirtschafteten Flächen. Ein Mitarbeiter der Stiftung habe mit dem Auto die Weiden kontrolliert, als der Wolf auf das Auto zulief und daran hochsprang. Der Mann konnte noch schnell die Scheibe hochkurbeln und den Angriff filmen. Dr. Barbara Guckes von der Stiftung bestätigte den Vorfall gegenüber JAWINA. Sie habe das Video gesehen, das gebe einem schon zu denken. Es handle sich ihrer Einschätzung nach eindeutig eher um eine Attacke als um eine neugierige Annäherung oder ein “Spiel.” Überhaupt verliere der Wolf mehr und mehr seine Scheu, so Dr. Guckes. Die Wolf näherten sich tagsüber den Schafherden, in einem Gebiet der Stiftungsflächen lassen sie sie auch durch Steinwürfe kaum noch vertreiben. Wölfe hätten auch schon versucht, ein Schaf unter den Augen des Schäfers zu reißen. Dies stelle die Schäfer vor immer größere Probleme. Im Deutschlandfunk plädierte Dr. Guckes dafür, den Wolf ins Jagdrecht aufzunehmen: Man müsste ihn bejagen dürfen, aber in engen Grenzen bejagen dürfen.” Herdenschutzmaßnahmen allein würden daher nicht ausreichen. red.

Beitragsbild: Auto (Symbolbild). Foto: SE

Rätsel um Skoda beißenden Drahthaar gelöst

Das Rätsel um den Jagdhund der Rasse Deutsch Drahthaar (DD), der Mitte Juli im brandenburgischen Ziesar einen PKW der Marke Skoda attackierte und übel zurichtete (Link zum Bericht hier), ist gelöst: Als die Besitzerin des malträtierten Autos die Motorhaube öffnete, sprang eine Katze heraus, wie die MAZ berichtet. Der Jagdhund soll nach dem Vorfall bereits wieder unbeaufsichtigt in Ziesar herumgestreunt sein. Auf den Hundehalter – der MAZ zufolge ein Jagdpächter aus dem Jerichower Land – kommt nun in mehrfacher Hinsicht Ärger zu: Zum einen die Schadensersatzforderung der Autobesitzerin, außerdem prüft das Ordnungsamt, ob ein Verstoß gegen die Hundehalterverordnung vorliegt – und der Anwohner, der den DD nach dem Beißvorfall mit dem Skoda angeleint und einige Tage versorgt hatte, hat Anzeige gegen den Hundebesitzer erstattet: Der Betreuer des Hundes sei von der Polizei nicht über die bevorstehende Abholung informiert worden und habe daher zunächst “skeptisch” auf die Forderung nach Herausgabe des Hundes reagiert, so die MAZ. Daraufhin habe der Jäger den schwerbeschädigten Rentner “am Hals gepackt”, seinen Hund gegriffen und ins Auto verfrachtet. Klingt ganz nach einem weiteren Fall gelebter Öffentlichkeitsarbeit, einer kernigen Verteidigung des Ansehens der Jägerschaft durch einen beherzten Weidmann… SE

Beitragsbild: Deutsch Drahthaar (Archivbild). Foto: SE

NRW: Jagdgegner demolieren Auto

Vandalismus auch bei Peine (Niedersachsen) und Moschheim (RLP)

Jagdgegner haben am Samstag das Auto einer Treiberin demoliert, die bei Hünxe (Kreis Wesel) an einer Schwarzwild-Drückjagd zur Eindämmung der ASP-Gefahr teilgenommen hatte. Ein Unbekannter soll der NRZ zufolge dabei beobachtet worden sein, wie er mit einem Holzklotz die Frontscheibe des PKW einschlug, sowie Seitenspiegel und Motorhaube demolierte. Die Polizei ermittelt wegen Sachbeschädigung. Die Drückjagd war Medienberichten zufolge im Vorfeld Landwirten, der Polizei und Anwohnern angekündigt worden. Daraufhin wurde der Jagdpächter, der CDU-Ratsherr Michael Helmich bedroht: Man habe angekündigt, die Fenster seines Hauses einzuschlagen, so RP online. Helmich, der auch Nabu-Mitglied und Wolfspate ist, erklärte gegenüber RP online, dass er “gerne das Gespräch mit den Jagdgegnern gesucht und dabei auch erklärt hätte, warum derzeit gejagt werden muss und warum der Abschuss von Wildschweinen so wichtig ist.” Aber das sei mit solchen Personen wohl nicht möglich.”

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Hund im Auto – Jagdhelfer sicher unterwegs

Ein Beitrag von Frank Martini

Da haben wir ihn nun, den jungen Hund. Und die besten Absichten. Wollen ihn gut ausbilden und gekonnt zur Jagd führen. Nur: Wie kommen wir dort hin?

Bei allem, was die Anschaffung eines Jagdhundes und das nötige Zubehör umfasst, kommt eine Überlegung oft erst am Schluss: Der Hundetransport. Den Hund aber einfach irgendwie ins Auto zu packen, ist keine Lösung, schon weil Improvisation hier schnell ins Geld gehen kann. Denn aus gesetzgeberischer Sicht sind Hunde im Auto eine Ladung, an deren Sicherung verbindliche Erwartungen geknüpft sind. Auch wenn die Rechtsvorschriften nicht ausdrücklich unsere Hunde ins Visier nehmen, lassen gleich zwei (fast gleichlautende) davon keinen Zweifel an unseren Pflichten: Das Kraftfahrgesetz und die Straßenverkehrsordnung. Beide legen fest, dass jede Ladung in oder auf Fahrzeugen so zu sichern ist, dass niemand gefährdet, behindert oder belästigt wird und die Ladung den im Fahrbetrieb auftretenden Kräften jederzeit standhalten kann (StVO §61, KraftFG §101). Dabei lassen diese Vorschriften keinerlei Zweifel über die Verantwortlichkeit – sie trifft immer den Fahrer und bedroht ihn bei Verstößen mit drakonischen Bußen.

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Bayern: Jagdhunde aus überhitztem Auto befreit

Tierschutzbeauftragte: Hunde bei Temperaturen von mehr als 20 Grad auch nicht für kurze Zeit im Auto lassen

In der Nähe des Dokumentationszentrums Obersalzberg im oberbayerischen Landkreis Berchtesgadener Land musste die Polizei zwei Jagdhunde aus einem überhitzten Auto befreien. Ein Passantin hatte einen Hund in SUV bemerkt, der schon bedenklich hechelte. Die Polizei stellte fest, dass sich in dem Auto ein größerer Zwinger mit zwei Jagdhunden befand.  Der Wagen stand voll in der Sonne und nur das hinterste Fenster war auf der Beifahrerseite ein Stück aufgeschoben. Da es sich um ein auswärtiges Fahrzeug handelte, bestand durchaus die Möglichkeit, dass der Fahrer mit dem Bus auf den Kehlstein gefahren ist, vermutete die Polizei. Da sich für die Tiere auch kein Wasser im Zwinger befand, musste seitens der eingesetzten Beamten gehandelt werden. Mit Hilfe eines Schraubendrehers und eines Hebeleisens konnte der Zwinger so weit geöffnet werden, dass die Hunde aus ihrem stark aufgeheizten Verließ befreit und durch das Fenster ins Freie gebracht werden konnten. Dort wurde ihnen mit Hilfe eines freundlichen Passanten sofort eine Schüssel mit Wasser gereicht. Der gedankenlose Hundehalter muss sich nun mit Ermittlungen nach dem Tierschutzgesetz auseinandersetzten, die Hunde wurden vorerst zur Dienststelle verbracht, von wo aus sie wieder abgeholt werden dürfen. Auf die Ausrede des Hundehalters warten die eingesetzten Beamten mit Spannung.

Die niedersächsische Landesbeauftragte für Tierschutz, Michaela Dämmrich, weist aus gegebenem Anlass auf die Problematik hin: Auch in Braunschweig passiert mussten drei Hunde überhitzt und erschöpft von der Polizei aus einem PKW befreit werden. Anlässlich der hohen Temperaturen fordert die niedersächsische Landesbeauftragte für Tierschutz alle Hundehalterinnen und Hundehalter auf, ab einer Außentemperatur von 20 Grad Hunde selbst für kurze Zeit nicht im Auto zu lassen.

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Bayern: Jägerin erschießt eigenes Auto

Am Montagnachmittag meldete eine Frau der Polizeiinspektion Neu-Ulm, dass ihr geparktes Fahrzeug beschädigt ist. Das Fahrzeug hatte im Bereich der A-Säule auf der Beifahrerseite ein Loch, das verdächtig nach einem Einschussloch aussah. Die Frau war sich sicher, dass der Schaden in der Augsburger Straße entstanden sein müsse, wo sie ihr Fahrzeug für 20 Minuten abgestellt hatte. Nachdem eine Beschädigung durch einen Verkehrsunfall oder ähnliches ausgeschlossen werden konnte, wurde die Spurensicherung der Kriminalpolizei hinzugezogen.
Diese setzten sich mit Waffenexperten des Bayerischen Landeskriminalamt in Verbindung. Von dort kam zügig die erste Einschätzung, dass es sich vermutlich um eine Beschädigung handelt, die durch Jagdmunition verursacht wurde.

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Brandenburg: Jagdwaffe im Auto gelassen – weg

Ein 65 Jahre alter Jäger aus Bad Wilsnack (Landkreis Prignitz) kann sich schon mal auf Ärger mit der Waffenbehörde einstellen: Er hatte seine Repetierbüchse nebst Munition über Nacht gut sichtbar auf der Rücksitzbank seines Wagens liegen lassen. Am nächsten Morgen war beides weg: Unbekannte Täter hatten Waffe und Munition entwendet und außerdem noch einen Reifen des Autos zerschnitten. Eine Polizeisprecherin erklärte gegenüber der JAWINA-Redaktion, dass der Wagen auf einer öffentlichen Straße abgestellt war. Der Sachschaden beläuft sich nach Angaben der Polizei auf ca. 5000 Euro. Das anstehende Verfahren wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz dürfte dem Mann weiteres Ungemach einbringen. Nach Einschätzung der JAWINA-Rechtsabteilung dürfte hier ein vorsätzlicher Verstoß gegen Aufbewahrungsvorschriften vorliegen, durch den sich die Gefahr verwirklicht hat, die durch jene Vorschriften ausgeschlossen werden soll: Nämlich dass sich Unberechtigte die Waffen aneignen können. Fazit: Der dürfte seinen Jagdschein los sein… SE

Beitragsbild: Wer seine Jagdwaffe und Munition offen auf dem Rücksitz liegen lässt, muss mit dem Verlust von Jagdschein und WBK rechnen. Foto: SE

Er sah es noch wegfahren…

Am Dienstag stellte ein 79 Jahre alter Jäger seinen VW Polo gegen 20 Uhr auf einem Feldweg bei Haldensleben (Sachsen-Anhalt, Landkreis Börde) ab und begab sich auf eine Kanzel zum Abendansitz. Etwa eine Stunde später sah er ein Auto “ohne eingeschaltete Beleuchtungseinrichtung”, wie es in der Polizeimeldung so unnachahmlich heißt, auf einem Feldweg in Richtung Groß-Sandersleben davonfahren. Das Auto kam ihm bekannt vor. Es ähnelte seinem Polo. Die Ähnlichkeit war geradezu frappierend. Der besorgte Weidmann baumte ab und ging zu dem Ort, an dem er seinen Jagdwagen abgestellt hatte. Weg war er. Aber er hat ihn bestimmt bald wieder, denn: “Die Polizei suchte vor Ort nach Spuren, suchte im Umfeld nach dem Pkw und leitete Fahndungsmaßnahmen ein.” Wir drücken die Daumen… SE/PM

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Wenn du geschwiegen hättest…

… wärst Du (vielleicht) Jäger geblieben…

Klassischer Fall von “dumm gelaufen” für einen Jäger aus Franken: Neujahr 2015 kam er auf dem Rückweg vom Revier in eine Polizeikontrolle, wobei er sich einem Atemalkoholtest unterziehen musste. Das Messgerät zeigte, wie das Online-Portal inFranken berichtet, einen Wert von 0,56 Promille an. Die Polizisten wollten den Weidmann daher im Einsatzfahrzeug auf das Polizeirevier verbringen, wo ein Blutalkoholtest durchgeführt werden sollte. Doch da kamen dem Legalwaffenbesitzer Bedenken: Er könne sein Auto doch nicht einfach so stehen lassen, da seien doch zwei Gewehre hinter dem Fahrersitz…

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Hund im heißen Auto gestorben – 12.000 Euro Strafe

Das Amtsgericht Regensburg hat einen 44 Jahre alten Jäger und Forstbetriebsleiter zu einer Geldstrafe in Höhe von 12.000 Euro verurteilt, weil der Mann seinen ein Jahr alten Jagdhund im Auto “vergessen” hatte. Der Wagen war in der prallen Sonne geparkt, eine Fensterscheibe war etwa zwei Zentimeter herunter gelassen. Einem Passanten fiel der winselnde Hund in dem Auto auf, woraufhin er die Polizei verständigte. Die Beamten schlugen die Scheibe des Wagens ein, doch zu spät: Nach zwei qualvollen Stunden in dem aufgeheizten Wagen starb der Hund. Vor Gericht gab der Hundebesitzer an, er habe an einer “forstlichen Führungskräftetagung” teilgenommen und über die Gespräche den Hund im Auto vergessen. Der schwer wiegende Verstoß gegen tierschutzrechtliche Bestimmungen dürfte den Mann voraussichtlich den Jagdschein kosten. SE

Bild: Hund im Auto (Archivbild, Copyright: SE)