Schlagwort-Archive: Auswilderung

Niedersachsen: Junge Seehunde ausgewildert

Die niedersächsische Seehundstation Nationalpark-Haus hat die ersten Jungseehunde der Saison wieder in die freie Wildbahn entlassen. Rund 160 verwaiste Tiere wurden in diesem Jahr in Norden-Norddeich aufgezogen.

Für Mitarbeiter der Seehundstation Nationalpark-Haus in Norden-Norddeich hat die schönste Zeit des Jahres begonnen: die Auswilderungsphase. Im August sind die meisten Tiere alt und schwer genug, um die Station zu verlassen. Sobald die ehemaligen Heuler ein Mindestgewicht von 25 Kilogramm erreicht haben, dürfen sie zurück in die Nordsee, erläutert der Deutsche Jagdverband (DJV). Hubertus, Felix, Molly und Amanda gehören zu den ersten der 160, die es geschafft haben: Nach durchschnittlich 69 Tagen in der Seehundstation konnten sie an der Ostspitze der Insel Juist freigelassen werden. In Schleswig-Holstein wurden im laufenden Jahr bisher 106 junge Seehunde ausgewildert, sie wurden in der Seehundstation Friedrichskoog auf ein Leben im Wattenmeer vorbereitet.

Weiterlesen

Hoch, schnell – vorbei

Jagd auf getriebene Fasane in Dänemark

Als Klaas, seines Zeichens Deerhunter-Repräsentant für Deutschland und bekennender JAWINA-Fan, mich zu der großen Deerhunter-Fasanenjagd auf Schloss Schackenborg in Dänemark einlädt, beschleicht mich ein mulmiges Gefühl. Ich kann meine Flintenschießkünste nämlich durchaus realistisch einschätzen: Dass ich regelmäßig Gelegenheit hatte, auf Fasane und anderes Niederwild zu weidwerken, ist mindestens sechs, sieben Jahre her. Im schalenwildfixierten Brandenburg spielt die Flintenjagd einfach keine Rolle. Selbst in Revieren, in denen es gute Möglichkeiten gäbe, Enten oder Gänse zu bejagen, bleiben sie oft unbehelligt. Wegen ein paar Kleintieren in den Einständen rumballern? Den Brunftplatz beunruhigen? Nicht doch. Folglich rastet und rostet die Flinte seit Jahren im Waffenschrank vor sich hin – die Motivation, etwas so selten benötigtes zu üben, hält sich in Grenzen.

Weiterlesen

Bayerischer Jagdverband züchtet Rebhühner und Fasane

+++ Brandenburg: Elch besucht Thermalsoleheilbad Templin +++ Bonn: Räudiger Jungfuchs in Tiefgarage erschossen +++

Der Bayerische Jagdverband (BJV) will im Rahmen eines Auswilderungsprogramms in die Zucht von Fasanen und Rebhühner einsteigen. Die Intensivierung der Landwirtschaft und der Verlust an Lebensräumen sowie der Rückgang der Insekten macht den Hühnervögeln zu schaffen, die Bestände gehen deutschlandweit zurück. Dieser Entwicklung will der BJV mit einem Zucht- und Auswilderungsprogramm begegnen. Das Zuchtprogramm soll, wie der Bayerische Rundfunk berichtet, an der Landesjagdschule bei Wunsiedel stattfinden. Dort ist eine 300 Quadratmeter große, 250.000 Euro teure Voliere installiert worden. Um die auszuwildernden Vögel sollen sich bayerische Reviere ab Herbst bewerben können. Kriterien für die Vergabe der Fasane und Rebhühner soll neben der Biotopstruktur auch die intensive Raubwildbejagung sein. Die Vögel dürfen drei Jahre lang nicht bejagt werden. Ziel ist, im kommenden Jahr zwischen 50 und 100 Rebhühner und 300 Fasane auszuwildern. SE

Beitragsbild: Fasanenjagd. Foto: SE

Niedersachsen: Schwere Vorwürfe gegen Wolfsbüro

Der Wolfsberater und Jagdautor Gert von Harling erhebt im Zusammenhang mit der Auswilderung eines Wolfswelpen schwere Vorwürfe gegen das Wolfsbüro beim niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN). Dies berichtet die Landeszeitung für die Lüneburger Heide (LZ). Das weibliche Jungtier war im Juni abgemagert aufgefunden und nach einigen Tagen in einer Wildtier-Auffangstation wieder ausgewildert worden. In einer Pressemitteilung des NLWKN hieß es dazu: “Für Deutschland ist dies der erste Fall, in dem ein junger Wolfswelpe wieder freigelassen wurde, in anderen Ländern wurde dies bereits erfolgreich praktiziert”. Auf Nachfrage durch von Harling nach Beispielen für erfolgreiche Auswilderungen von Wolfswelpen wurde lediglich “ein Fall aus Polen” benannt. Auch die Anfrage der LZ erbrachte keine genaueren oder darüber hinausgehenden Angaben. Jener Fall aus Polen sei jedoch “20 Jahre her und keineswegs ein Erfolg” gewesen, erklärte von Harling in der LZ.

Weiterlesen

Thüringen: Drei Auerhühner ausgewildert

ThüringenForst: Die 2014 erstmals angewendete Auswilderungsmethodik bewährt sich. Raufußhuhnbericht 2015 vorgestellt

Thüringens Forstministerin Birgit Keller hat heute zusammen mit Vertretern der Landesforstanstalt, der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald, Landesverband Thüringen e. V. (SDW), und weiterer Artenschutzexperten die diesjährige Auerhuhn-Auswilderungsaktion mit dem Freilassen von drei Tieren im Bereich des Forstamtes Gehren abgeschlossen. “Die Auerhühner gehören in unsere Wälder. Ein guter Lebensraum für die Tiere bedeutet aktiver Naturschutz und nutzt auch weiteren Arten. Die Auerhühner sind die Botschafter gesunder Wälder“, sagte Keller nach der Auswilderung der imposanten Tiere. Zugleich stellte die Ministerin den Raufußhuhnbericht 2015 vor.

Weiterlesen

Niedersachsen: Moorenten am Steinhuder Meer ausgewildert

Aktivisten von Nabu, der Ökologische Schutzstation Steinhuder Meer und der Wildtier- und Artenschutzstation Sachsenhagen haben im Beisein von Umweltminister Christian Meyer (Grüne) 30 Moorenten am Steinhuder Meer ausgewildert. Die Moorente galt seit den Achtziger Jahren in Niedersachsen als ausgestorben. Im Rahmen des seit 2012 laufenden Programms zur Wiederansiedlung sind bislang 400 Enten ausgewildert worden. 2015 schlüpften die ersten wild erbrüteten Moorenten. SE

Weiterlesen

Österreich: Steirischer Landtag verabschiedet neues Jagdgesetz

Auswildern von Fasanen und Rebhühnern “zu reinen Jagdzwecken” verboten

Der Landtag des Österreichischen Bundeslandes Steiermark hat heute die Novellierung des Landesjagdgesetzes beschlossen. Das berichtet das Internetportal “Neues Land”. Auf Antrag der Grünen musste sich der Landtag mit der umstrittenen Auswilderung von Fasanen und Rebhühnern befassen. Die Novellierung des Jagdgesetzes bringt kein vollständiges Verbot des Auswilderns, dieses ist jedoch nur noch unter weitreichenden Einschränkungen erlaubt. So werden Volieren und Zuchtgatter verboten, Auswilderungen müssen bis zum 31. Juli abgeschlossen sein und sind nur noch in sogenannten Auswilderungsbiotopen gestattet, die mindestens 500 Quadratmeter groß sein müssen. Auch sind Auswilderungen nur noch unter der Bedingung gestattet, dass das Revier bereits einen Fasanen- oder Rebhuhnbestand aufweist und ein entsprechender Lebensraum vorhanden ist. Das Auswildern muss beim Bezirksjägermeister angemeldet werden, dieser entscheidet, ob und wie viele Tiere in dem jeweiligen Revier ausgewildert werden dürfen.

Wie bei allen Wildtieren sei der Jäger auch bei Fasanen berechtigt, “einen gewissen Teil zu „entnehmen“ bzw. zu bejagen, wenn dies der Bestand erlaubt”, schreibt Neues Land. Dies dürfe aber nur erfolgen, um des Bestand in Hinblick auf Anzahl und Geschlechterverhältnis “innerhalb des Reviers in jenem Ausmaß zu erhalten, das den natürlichen Verhältnissen entspricht.” Eine Fasanenjagd aus reiner „Freude am Abschuss“ sei in der Steiermark durch das neue Jagdgesetz nicht mehr möglich und verboten, zitiert das Portal einen Abgeordneten.

Weiterlesen

Thüringen: Auerhuhn-Auswilderung gestartet

Scharfe Bejagung des Raubwilds ist unerlässlich

Thüringens Forstministerin Birgit Keller hat zusammen mit Vertretern der Landesforstanstalt, der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald, Landesverband Thüringen e. V. (SDW) und weiterer Artenschutzexperten die diesjährige Auerhuhn-Auswilderungsaktion im Bereich des Forstamtes Gehren eröffnet. „Das Auerhuhn, größtes Waldhuhn im Freistaat, ist akut vor dem Aussterben bedroht. Die Rettung dieser sensiblen Art ist von großem forstlichem, naturschutzfachlichem und wildbiologischem Interesse“, sagte Keller nach der Auswilderung der imposanten Tiere. Zugleich stellte die Ministerin den Raufußhuhnbericht 2014 vor.

Der Charaktervogel des Freistaats, vielfach auf Wappen zu sehen oder an Ortsbezeichnungen zu lesen, war noch in den 1970er Jahren im Thüringer Schiefergebirge weit verbreitet. Hohe Schadstoffeinträge, fehlende Nahrungsgrundlage, zunehmende Schwarz- und Raubwildbestände und vielfältige Störungen durch den Menschen haben die Auerhuhnbestände im Land drastisch vermindert. Zwischenzeitlich ausgewiesene Naturschutzgebiete und EG-Vogelschutzgebiete definieren das Auerwild als besonders schutzwürdige Art.

Weiterlesen

Utah: Wild- und Jagdbehörde setzt Fasanen aus, um Jagd zu fördern

Um das Interesse an der Jagd zu fördern, hat die Wild- und Jagdbehörde des US-amerikanischen Bundesstaats Utah (Utah Division of Wildlife Resources, DWR) 11.000 Fasane und 1000 Chukar-Hühner in Jagdgebieten auf Staatsland ausgewildert. “Worum es uns dabei wirklich geht”, sagte Gary Cook, Koordinator des entsprechenden Programms beim DWR gegenüber der New York Times, “Ist die Leute zu begeistern und einzubeziehen und von der Couch nach draußen zu bekommen. Die Jagd ist ein Teil unserer Tradition und unseres kulturellen Erbes. Wir wollen dabei mithelfen und dazu ermutigen, dies von Generation zu Generation weiter zu geben.”

Weiterlesen

Rebhuhn und Fasan in der Kulturlandschaft

Ein Auswilderungsprojekt der Jägerschaft Aurich

 Rebhühner gab es bis in die siebziger Jahre überall. Heute ist das gedrungene, rund 20 Zentimeter große, rotbraun-graue Tier mit dem kastanienbrauen hufeisenförmigen Fleck auf der Brust weitgehend ausgestorben. Rund um Aurich lässt es nur noch im Tannenhauser Moor und bei Simonswolde beobachten. – Nicht auszuschließen ist, dass es dem Fasan ähnlich ergeht. Seit etwa fünf Jahren nehmen die Bestände stark und schnell ab. Vielerorts ist ein Zusammenbrechen der Population nicht mehr auszuschließen. Revieroberjäger Heinrich Janssen, Landwirt Heinz Best und Mitpächter Jan Woltzen haben deshalb im Spätsommer dieses Jahres im gemeinschaftlichen Jagdbezirk in Wiesens Fasane und Rebhühner ausgesetzt,  um die Fasanen-Population zu stärken und das Rebhuhn wieder heimisch zu machen. Das Besondere an diesem Versuch ist: Die ausgesetzten Tiere kommen nicht aus Brütereien sondern wurden von Haushühnern aufgezogen. Das soll ihre Überlebenschance erhöhen.

Weiterlesen

NRW: Acht Wisente – 33.800 Euro Schaden

Seit ihrer Auswilderung im März 2013 bis zum Frühjahr 2014 haben die acht Wisente im Kreis Siegen-Wittgenstein Schäden in Höhe von 33.800 Euro verursacht. Das geht aus der Antwort auf eine Kleine Anfrage des CDU-Abgeordneten Reiner Deppe an den nordrhein-Westfälischen Landtag hervor. Die Schadenssumme verteilt sich auf Landesforst (22.000 Euro) und Privatwald (11.800 Euro). Im Landeswald wurden 1200 geschädigte Bäume gezählt. Von den Schälschäden waren zu 90 Prozent Buchen betroffen.

Weiterlesen

Thüringer Försterin leitet Deutschlands einzige Auerwildaufzuchtanlage

Seit wenigen Tagen leitet die Forstwissenschaftlerin Luise Stephani die 2012 neu eröffnete Auerwildaufzuchtstation der Thüringer Landesforstanstalt. Die Anlage in Langenschade (Landkreis Saalfeld-Rudolstadt) ist die einzige ihrer Art in Deutschland. Derzeit werden dort knapp 20 Küken des vom Aussterben bedrohten größten europäischen Waldhuhnes aufgezogen, die als Jungvögel auf ihre Auswilderung Ende September diesen Jahres warten. Sollte das bislang mehrere hunderttausend Euro teure Artenschutzprojekt der Landesforstanstalt in den nächsten zehn Jahren mit dem Ziel einer freilebenden selbsterhaltenden Population nicht erfolgreich sein, muss das Auerwild, so fürchten die Experten, als in Thüringen ausgestorben bezeichnet werden.

Weiterlesen

Free Wisent

Acht Wisente sind aus einem Gehege bei Bad Berleburg (NRW, Kreis Siegen Wittgenstein) in die Freiheit entlassen worden. Die Herde der urigen Wildrinder soll künftig das Rothaargebirge durchstreifen. Wisente besiedelten einst große Teile Europas, noch im 18. Jahrhundert waren sie in deutschen Wäldern heimisch. 1927 wurde das letzte freilebende Wisent im Kauskasus geschossen. Alle heute lebenen Wisente stammen von Tieren aus Zoos oder Gehegen ab.

Weiterlesen