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Australien: 52 Kängurus in einer Nacht

Es gibt heute weitaus mehr Rote und Graue Riesenkängurus als vor der Besiedlung des Kontinents durch weiße Siedler. Der Grund dafür ist die Landwirtschaft, die das dynamische Gleichgewicht in der Natur zugunsten der Beuteltiere verschiebt, indem sie ihnen nahezu unbegrenzte Mengen an Futter und Wasser zur Verfügung stellt. Das funktioniert bei uns mit Wildschweinen und Hirschen wie in Australien mit Kängurus. Alle Kängurus stehen in Australien unter Schutz, der Gesamtbestand wird auf 50 bis 60 Millionen Tiere geschätzt. Nur fünf der 48 Känguru-Arten in Australien dürfen bejagt werden. Es findet ein aufwändiges Monitoring statt, auf dessen Grundlage Abschussquoten festgelegt werden. Nur speziell ausgebildete und lizensierte Jäger – oftmals kommerzielle Fleischjäger – dürfen die Kängurujagd ausüben. Kängurus leben ein vollkommen artgerechtes Leben in ihrer natürlichen Umgebung und Sozialstruktur (wovon Millionen Tiere in industrieller Intensivmast nicht einmal träumen können), dürfen nur mit gezielten Kopfschüssen schnell und schmerzlos zur Strecke gebracht werden und die bejagten Arten sind keinesfalls gefährdet – dennoch laufen europäische Tierschützer gegen die Bejagung Sturm.

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Australien: Jäger riskieren ihr Leben auf der Jagd nach Problemkrokodilen

+++ Thüringen: Ohrdrufer Wölfin hat fünf Hybriden gewölft +++ Tschechien: Wolfsnachwuchs in den Beskiden +++ Österreich: Serie von Wildereifällen in Niederösterreich +++

National Geographic bringt eine lesenswerte Reportage über die Jagd auf ein Leistenkrokodil in Australiens Northern Territory. Unter dem Titel “Das war das härteste Foto, das ich je machen musste” berichtet der Abenteurer und Fotograf Trevor Beck Frost, wie die Jäger ihr Leben aufs Spiel setzten, um ein gigantisches Exemplar zu erbeuten. Bis Ende der 60er Jahre existierten nur noch etwa 5000 der gigantischen Krokodile, die in Salz- und Süßwasser zu finden sind. Kommerzielle Nachstellung für die wertvolle Haut hatte die Art an den Rand der Ausrottung gebracht. Seit der Unterschutzstellung 1971 ist der Bestand wieder auf etwa 100.000 Exemplare angewachsen, was, wie es in dem Artikel heißt, nahe an der ursprünglichen Populationsgröße liegen dürfte: “Vor 50 Jahren, zur Hochzeit der kommerziellen Jagd, schwammen die Einheimischen noch in den Flüssen und Lagunen der Region. Heute würde das niemand mehr wagen.”, heißt es in dem Beitrag. Das Krokodil, dem hier nachgestellt wird, hatte eine Aborigine-Frau angegriffen. Erfreulicherweise kommt der Beitrag ganz ohne wohlfeiles Jäger-Bashing aus: “Ich hingegen habe gelernt, dass Jäger die Tiere, die sie töten, durchaus schätzen und lieben können und sich als Teil einer Lösung für die Rettung der Art begreifen.”, so Trevor Beck Frost. Leseempfehlung! SE

Headline des empfohlenen Beitrags “Das härteste Foto, das ich je machen musste” auf National Geographic. (Screenshot)

Australien: Der alte Mann und der Hai

2,70-Meter-Hai springt in 5,50-Meter-Fischerboot

Ein 2,70 Meter langer Hai ist am späten Samstag Nachmittag vor der Küste vor Evans Head (New South Wales) in ein 5,5 Meter langes Fischerboot gesprungen. Die Küstenwache kam dem 73 Jahre alten Fischer zur Hilfe, nachdem dieser einen Notruf abgesetzt hatte. Der Fischer war blutüberströmt und wies zahlreiche Fleischwunden am rechten Unterarm auf. Er wurde sofort an Bord des Seenotrettungskreuzer Evans 30 verbracht, wo seine Wunden medizinisch behandelt wurden. Der Fischer berichtete der Küstenwache, dass er auf einer Kühlbox an Deck seines Bootes gesessen hätte, als ein riesiger Schatten die Sonne verfinsterte und der Hai ohne Vorwarnung über den Motor hinweg an Deck sprang, wobei er den Bottsführer umriss. Dieser bemühte sich verzweifelt, wieder auf die Füße – und möglichst weit weg von dem Hai – zu kommen. Dabei habe er sich die meisten seiner Verletzungen zugezogen.

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