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DBBW: Wolfsschäden nehmen innerhalb eines Jahres um 66 Prozent zu

DBBW-Bericht zu wolfsverursachten Schäden 2017 veröffentlicht

Die Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf (DBBW) hat den “Bericht zu wolfsverursachten Schäden, Präventions- und Ausgleichszahlungen in Deutschland 2017” veröffentlicht. Demnach ist eine massive Zunahme der durch Wölfe verursachten Schäden zu verzeichnen: Die Anzahl der Nutztierrisse stieg um 66 Prozent auf 472 dokumentierte Fälle, die Anzahl der getöteten, verletzten oder unauffindbaren Tiere erhöhte sich um knapp 55 Prozent bzw. auf 1667 Tiere. Viele Tierhalter melden Wolfsrisse jedoch nicht (mehr), entweder weil sie erwarten, keine Entschädigung zu erhalten und/oder weil das Antragsverfahren langwierig, aufwändig und bürokratisch ist. Für Präventionszahlungen wurden im Jahr 2017 1.324.956 Euro  aufgewendet, für Ausgleichszahlungen 187.894 Euro.

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1,05 Millionen Euro für Herdenschutz

1,05 Millionen Euro haben die Bundesländer im Jahr 2015 für Herdenschutzmaßnahmen ausgegeben, also für Maßnahmen zum Schutz von Nutztieren vor dem Wolf. Förderfähig sind beispielsweise wolfssichere Einzäunungen von Weiden oder die Anschaffung von Herdenschutzhunden. Ausgleichszahlungen für die 715 offiziell gemeldeten und anerkannten Nutztierrisse schlugen mit weiteren 107.783 Euro (was ziemlich genau 150 Euro pro Riss entspricht) zu Buche, wie topagrar.com unter Berufung auf einen Artikel in der taz am Wochenende berichtet. Die Zahlen hat das Bundesamt für Naturschutz (BfN) der taz übermittelt. SE

Beitragsbild: Gerissene Ziege (Symbolbild). Foto: SE