Schlagwort-Archive: Ausbildung

Freds Weg (II): Schweiss mit Schleppe

Schleppen zieht man eigentlich für den Apport, das Bringen des Hundes sowie das Arbeiten mit tiefer Nase. Deshalb lassen sich Schleppen auch sinnvoll mit der Einarbeitung auf Schweiß kombinieren.

Vier Wochen sind vergangen, ehe ich mich mit Markus, Anne, Nadja, Fred und Luca zum zweiten Mal treffe. Fred ist nun bereits 14 Wochen alt, stubenrein – und hat mit Anne seit unserem letzten Treffen offenbar ebenso geübt, wie Luca mit Nadja. Jedenfalls, so findet Ausbilder Markus, wird es nun mal Zeit, den Schwierigkeitsgrad bei der Einarbeitung auf Schweiß für beide Hunde zu steigern. Das betrifft aber nicht nur die Länge, sondern auch die Beschaffenheit und die Umgebung unseres heutigen Treffens. Zunächst mal fahren wir in ein kleines Waldstück mit lauter Stangenholz – lauter junge kahle Eichen stehen hier in Reih’ und Glied auf Laub übersätem Waldbodenbewuchs.

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Jagdhunde: Mit dem Welpen auf die Spur

Die Einarbeitung auf die Spur ist ein Teil jagdlicher Ausbildung, die nicht früh genug beginnen kann. Auch mit Welpen ist sie bereits möglich. Ein Beitrag von Frank Martini.

Da haben Sie ihn nun endlich – den lang’ ersehnten künftigen Jagdgenossen. Gerade noch rechtzeitig vor Jahreswende oder Adventszeit kam er ins Haus, nun ist er erst wenige Wochen bei Ihnen. Und Sie überlegen nun, ob’s vielleicht angesichts der Jahreszeit und Ihrer Pläne nicht besser ein deutlich früherer Wurf hätte sein sollen? Mag schon sein, hilft Ihnen jetzt aber nicht mehr. Beim nächsten Mal vielleicht. Da Wichtigste aber: Ist nicht schlimm! Nur Mut! Sie wissen doch, es gibt kein schlechtes Wetter, nur unpassende Kleidung. Erst recht für Jäger und Rüdeleute. Also raus – die kalte Jahreszeit und das ‘Babyalter’ Ihres Hundes kann keine Ausrede sein, Gelegenheiten zu verschenken. Schließlich sehen Sie ja auch zu, Ihren Zögling ehestmöglich stubenrein zu bekommen und schon mal mit Sitz, Platz oder Ablegen sowie der Leine vertraut zu machen. Spätestens damit aber sind Ihr Welpe (und Sie) auch reif für die Spurarbeit.

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Weil er nicht gehorchte: Jäger soll seinen Hund erschossen haben

Ein Jäger aus Haseldorf im Kreis Pinneberg (Schleswig-Holstein) soll seinen jungen Jagdhund erschossen haben, weil dieser nicht gehorchte. Das berichten die Elmshorner Nachrichten. Demnach hatte der Weidmann, der Vorstandsmitglied der Kreisjägerschaft Pinneberg sein soll, sich den Jagdhund erst vor einigen Monaten als Junghund angeschafft. Das Tier soll die Erwartungen seines Besitzers nicht erfüllt haben: Dem Bericht zufolge wilderte der Hund und riss bei seinen ungenehmigten Ausflügen auch Wild. Dies ist nach Ansicht erfahrener Jagdhundeausbilder sicherlich mindestens zum Teil auch Fehlern in der Ausbildung anzulasten. Der Jäger soll den Hund, da er seiner Auffassung für die Jagd nicht taugte, erschossen haben. Der Vorfall kam nur ans Licht, weil der Mann freimütig davon erzählte.

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DJV: Jäger halten sich fit für die Jagd

Eine repräsentative DJV-Befragung zeigt: Neun von zehn Jägern gehen regelmäßig auf den Schießstand oder ins Schießkino, davon über die Hälfte jährlich dreimal und mehr. Auch sonst bilden sich Waidfrauen und -männer aktiv fort. Knapp 27.000 Verbandsmitglieder haben im vergangenen Jahr allein an Fachveranstaltungen und Schulungen der Landesjagdverbände und des DJV teilgenommen. Darunter zahlreiche Multiplikatoren.

Der Deutsche Jagdverband (DJV) hat heute weitere Daten aus der aktuellen Jäger-Umfrage veröffentlicht. Demnach trainiert jeder Jäger durchschnittlich etwa siebenmal jährlich mit seiner Waffe. Neun von zehn Jägerinnen und Jägern gehen dafür regelmäßig auf den Schießstand oder ins Schießkino, davon über die Hälfte dreimal und mehr. Dort werden beispielsweise anhand von Videosequenzen Situationen für die herbstlichen Bewegungsjagden geübt sowie Schüsse im Stehen oder Sitzen auf Scheiben mit den Umrissen jagdbarer Tierarten. Die Wertung der Schüsse orientiert sich an den inneren Organen: Höchste Punktzahl gibt es, wenn die Region um Herz oder Lunge getroffen wird. “Für den Tierschutz ist das regelmäßige Schießtraining entscheidend. Optimale Treffer müssen immer unser Anspruch als Jäger sein”, sagte DJV-Präsidiumsmitglied Dr. Jörg Friedmann.

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Jagen in der Kulturlandschaft des 21. Jahrhunderts – (M)Ein Leitbild

Ein Gastbeitrag von Dr. Armin Freund, Wildbiologe

Jagd ist ein Recht sui generis, bedarf also keiner eigenen Begründung. Dennoch müssen wir unser Tun in einer Gesellschaft, die sich immer weiter von der Natur und vom Verstehen von Zusammenhängen in der Natur entfernt, verständlich machen, um gesellschaftliche Akzeptanz zu gewinnen. Hier muss vor allem die Tatsache betont werden, dass die Jagd mit dem Entstehen der Kulturlandschaft selbst zu einem ökologischen Faktor geworden ist, also eine unverzichtbare Rolle spielt im komplexen Gefüge unserer mitteleuropäischen Ökosysteme. Man kann nicht einfach aufhören zu jagen.

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