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Rumänien: Ceausescus Jagdgewehr versteigert

Das Lieblings-Jagdgewehr des ehemaligen rumänischen Diktators Nicolae Ceausescu ist von dem Auktionshaus Artmark versteigert worden. Die ursprünglich für den rumänischen König Carol II bei Holland & Holland gefertigte Waffe ging für fast das Dreifache des Startpreises von 12.000 Euro für 32.500 Euro an einen anonymen Online-Bieter. Das Gebot sorgte für Applaus beim Publikum im Cesianu-Racovita Palast in Bukarest, wo die Auktion stattfand. Die Waffe im Kaliber 240 Apex ist ein reich mit Gold verziertes Sondermodell aus der Serie 505 von Holland & Holland. Nach der Abdankung des Königs konfiszierten die neuen kommunistischen Machthaber das Gewehr. Jahrzehnte später gelangte es in den Besitz von Ceausescu, für den es modifiziert wurde. Unter anderem wurde am Hinterschaft eine goldene Plakette angebracht, in die der Name des Machthabers eingraviert war. Ceausescu galt als leidenschaftlicher Jäger, jedoch schlechter Schütze, so dass üblicherweise sein Begleitpersonal seine Beute streckte. SE

Beitragsbild: Ceausescus Jagdgewehr auf der Internetseite des Auktionshauses Artmark. (Bildschirmfoto, Ausschnitt)

CIC: Nashornjagd-Versteigerung ist Beitrag zum Artenschutz

Der Internationale Rat zur Erhaltung des Wildes und der Jagd CIC (International Council for Game and Wildlife Conservation) lobt die umstrittene Versteigerung einer Nashornjagd als großen Beitrag zur Erhaltung des Nashornbestands in Namibia. Der Dallas Safari Club (DSC), eine Mitgliedsorganisation des CIC, hatte die Jagdlizenz für das Spitzmaulnashorn im Januar 2014 versteigert. 350.000 US-Dollar hatte der US-Amerikaner Corey Knowlton für die Lizenz geboten und den Zuschlag erhalten. Bei dem zum Abschuss vorgesehenen Exemplar der von der der IUCN als “vom Aussterben bedroht” kategorisierten Art handelte es sich um ein Tier, das das reproduktionsfähige Alter überschritten hatte und aufgrund seines gesteigerten Territorialverhaltens jüngere Tiere an der Fortpflanzung hinderte. Deshalb wurde es von Behörden Namibias markiert und zum Abschuss freigegeben. Der Auktionserlös kommt einer namibianischen Naturschutzorganisation (Conservation Trust Fund for Namibia’s Black Rhino) zugute, die sich für den Erhalt des Spitzmaulnashorns engagiert. Obwohl es sich somit unzweifelhaft um eine legale, nachhaltige und dem Artenschutz dienende Jagd handelt, wurden Knowlton und der DSC nach der Auktion von Tierrechtsaktivisten so ernsthaft bedroht, dass das FBI Ermittlungen aufnahm.

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