Schlagwort-Archive: AUfbewahrungskontrolle

Berlin: Jäger stirbt nach Waffenkontrolle durch LKA

Am Morgen des 29. Oktober klingelt es an der Haustür von Kitty und Ed Wilson in einer ruhigen gehobenen Wohngegend Berlins Sturm. “Wer ist denn da?”, fragt Kitty Wilson über die Gegensprechanlage. “Machen Sie auf, Landeskriminalamt”, schreit eine Frau. Und noch einmal. “Machen Sie die Tür auf!” “Sie hätte nicht so schreien müssen”, sagt Kitty Wilson, als sie den Vorfall schildert. “Ich konnte sie über den Receiver sehr gut hören.” Unangenehm war es ihr, dass durch das laute Geschrei die ganze Nachbarschaft den Einsatz des Landeskriminalamtes mitbekommen habe. “Es geht jetzt nicht”, erklärt Kitty Wilson den Beamten, “Wir sind noch nicht angezogen und im Bad beschäftigt, mein Mann sitzt in der Badewanne.” Widerwillig erklärt sich die Beamtin bereit, in einer Stunde noch einmal wieder zu kommen. Auch beim zweiten Besuch geht es der Schilderung Ms Wilsons zufolge nicht ohne Sturmklingeln und Machen-Sie-die-Tür-auf-Geschrei ab.

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Stuttgart: Gericht weist Klage gegen Gebühr für Kontrolle der Waffenaufbewahrung ab

Das Verwaltungsgericht Stuttgart hat die Klage eines Jägers gegen die überhöhten Gebühren für die Kontrolle der Waffenaufbewahrung (wir berichteten) zurückgewiesen. Das berichtet die Südwest-Presse. In der mündlichen Verhandlung wurde festgestellt, dass die Höhe der Gebühren “rechtlich nicht zu beanstanden” sei. Weder der Stundensatz der Mitarbeiter, noch der Zeitaufwand seien zu hoch angesetzt. Gegen die Entscheidung ist ie Berufung beim Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg möglich. SE

Beitragsbild: Informationsseite des VG Stuttgart zur Verhandlung (im Text verlinkt).

Schnüffelei 2.0: Privates Unternehmen will Waffenkontrollen durchführen

EInen brisanten Privatisierungsvorschlag unterbreitet ein Unternehmer aus Hessen derzeit Waffenbehörden aus sämtlichen Bundesländern: Der Geschäftsmann, nach Informationen von Jawina Inhaber eines Naturkostladens sowie eines Waffenhandels, möchte “verdachtsunabhängige Kontrollen des Aufbewahrungsortes der Waffen gem. § 32 Abs. 3 WaffG” durchführen. “Auch Jahre nach der Verschärfung des Waffenrechts in Deutschland kommen die meisten Besitzer von Pistolen, Revolvern und Gewehren ohne Kontrollen davon”, heißt es in dem Serienbrief, der der Jawina-Redaktion vorliegt. “Die politische Forderung nach einer angemessenen Kontrolldichte führe zu einer zusätzlichen Arbeitsleistung, die mit dem vorhandenen Personal kaum zu leisten sei – “vor allem auch bei den derzeitigen Belastungen durch die Flüchtlingssituation”, barmt der Unternehmer. Deshalb wolle er die Behörden unterstützen.

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