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Brandenburg: Jagdwaffe im Auto gelassen – weg

Ein 65 Jahre alter Jäger aus Bad Wilsnack (Landkreis Prignitz) kann sich schon mal auf Ärger mit der Waffenbehörde einstellen: Er hatte seine Repetierbüchse nebst Munition über Nacht gut sichtbar auf der Rücksitzbank seines Wagens liegen lassen. Am nächsten Morgen war beides weg: Unbekannte Täter hatten Waffe und Munition entwendet und außerdem noch einen Reifen des Autos zerschnitten. Eine Polizeisprecherin erklärte gegenüber der JAWINA-Redaktion, dass der Wagen auf einer öffentlichen Straße abgestellt war. Der Sachschaden beläuft sich nach Angaben der Polizei auf ca. 5000 Euro. Das anstehende Verfahren wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz dürfte dem Mann weiteres Ungemach einbringen. Nach Einschätzung der JAWINA-Rechtsabteilung dürfte hier ein vorsätzlicher Verstoß gegen Aufbewahrungsvorschriften vorliegen, durch den sich die Gefahr verwirklicht hat, die durch jene Vorschriften ausgeschlossen werden soll: Nämlich dass sich Unberechtigte die Waffen aneignen können. Fazit: Der dürfte seinen Jagdschein los sein… SE

Beitragsbild: Wer seine Jagdwaffe und Munition offen auf dem Rücksitz liegen lässt, muss mit dem Verlust von Jagdschein und WBK rechnen. Foto: SE

Forstdirektor packt Waffe zwei Stunden vor Jagd ins Auto – WBK und Jagdschein weg

Der Terror der deutschen Justiz gegen Legalwaffenbesitzer geht weiter: In einem Urteil vom 23. Juni 2015 hat das Verwaltungsgericht Minden eine gegen einen Forstdirektor verhängte Jagdscheinsperre bestätigt – weil dieser seine Jagdwaffe schon zwei Stunden vor der Jagd ins Auto gepackt hatte! Dem Förster, zu dessen Dienstaufgaben die Jagdausübung gehört, war zunächst vorgeworfen worden, er habe seine geladene Waffe sichtbar im Auto liegen lassen. Das sah das Gericht als nicht erwiesen an. Doch der Entzug von WBK und Jagdschein gehe in Ordnung, befand das Gericht, nur die Dauer von fünf Jahren sei fehlerhaft, da der ursprüngliche Vorwurf nicht aufrechterhalten werden konnte. In einer Pressemitteilung des Verwaltungsgerichts Minden heißt es dazu pharisäerhaft: “Der Kläger sei gleichwohl als waffen- bzw. jagdrechtlich unzuverlässig anzusehen. Ihm sei ein Verstoß gegen waffenrechtliche Aufbewahrungsvorschriften anzulasten, weil er schon zwei Stunden vor der geplanten Jagd seine Waffe aus dem sicheren Aufbewahrungsschrank entnommen und im Fahrzeug zurückgelassen habe.”

Praxisferner geht es wohl nicht – und wo jeder Verkehrssünder, der beruflich Kraftfahrzeuge fährt, auf Milde hoffen kann, wenn er eine alte Omi totfährt, heißt es für in schlechter bundesdeutscher Rechtsprechungstradition: Keine Gnade für Legalwaffenbesitzer bei kleinsten Vergehen, Verstößen und Nachlässigkeiten.

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“Praxisfern und unrealistisch”

DJV lehnt Vorschlag zur externen Munitionslagerung von Bündnis 90 / Die Grünen ab

Die Sprecherin für innere Sicherheit von Bündnis 90/Die Grünen Irene Mihalic fordert, dass zukünftig keine Munition mehr in Privathaushalten gelagert werden darf. Auf Twitter schreibt die ehemalige Polizistin: „Das Problem sind schussbereite Waffen in Privathaushalten!“ Sie bezieht sich auf eine Studie, die bei sieben Amokläufen in Deutschland 51 Todesopfer zählt. Die Amokläufe seien überwiegend mit legal besessenen Waffen verübt worden.

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Thüringen: Jäger verliert Pistole und Munition auf A4

Ein Jäger hat auf der A4 in der Nähe der Autobahnabfahrt Gera-Langenberg eine Pistole und einige Schuss Gewehrmunition verloren. Die Autobahnpolizei fand Waffe und Munition auf dem Standstreifen. Der Besitzer, ein Jäger, war schnell ermittelt: Der Mann hatte nach einer Jagd die Sachen auf dem Autodach abgelegt und war losgefahren. Auf der Autobahn fielen sie dann herunter. Der Unglückliche darf sich auf einen unerfreulichen Brief betr. seine Zuverlässigkeit von der Waffenbehörde gefasst machen. SE

Bild: Pistole Quelle: Wikipedia/Source:http://www.adamsguns.com/