Schlagwort-Archive: Auerhahn

Studie: Wie beeinflussen Freizeitaktivitäten das Verhalten von Auerhühnern?

Freizeitaktivitäten im Wald, seien es Wandern,  Mountainbike-Fahren, Pilze- und Beerensammeln im Sommer oder Skilaufen und Schneeschuhwandern im Winter, nehmen räumlich und zeitlich an Intensität zu und können einen Einfluss auf die im Wald bewohnenden Tiere haben. Welchen Einfluss sie speziell auf das Verhalten von Auerhühnern haben, hat ein Forschungsteam der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg (FVA) mit Hilfe von Funksendern im Schwarzwald untersucht. Im Mai hatte die FVA bereits eine Studie zu Einfluss von Freizeitaktivitäten auf das Rotwild vermeldet. Im Vordergrund stand bei der Auerhahn-Studie die Frage, wie Auerhühner von Erholungssuchenden beeinflusst werden, die sich auf klaren Linien oder Flächen bewegen, wie beispielsweise auf Wanderwegen, Loipen oder Pisten. Zudem wurde analysiert, wie dieser Einfluss im Verhältnis zu anderen Lebensraumfaktoren steht. Dabei wurde zwischen Sommer und Winter unterschieden.

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Thüringen: Drei Auerhühner ausgewildert

ThüringenForst: Die 2014 erstmals angewendete Auswilderungsmethodik bewährt sich. Raufußhuhnbericht 2015 vorgestellt

Thüringens Forstministerin Birgit Keller hat heute zusammen mit Vertretern der Landesforstanstalt, der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald, Landesverband Thüringen e. V. (SDW), und weiterer Artenschutzexperten die diesjährige Auerhuhn-Auswilderungsaktion mit dem Freilassen von drei Tieren im Bereich des Forstamtes Gehren abgeschlossen. “Die Auerhühner gehören in unsere Wälder. Ein guter Lebensraum für die Tiere bedeutet aktiver Naturschutz und nutzt auch weiteren Arten. Die Auerhühner sind die Botschafter gesunder Wälder“, sagte Keller nach der Auswilderung der imposanten Tiere. Zugleich stellte die Ministerin den Raufußhuhnbericht 2015 vor.

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Erstmals seit 2010: Balzende Auerhähne in Thüringen

Experten sehen Trendwende bei Rettung des größten heimischen Waldhuhns

Erstmals seit 2010 wurden wieder balzende Auerhähne  in den Kernlebensräumen im Thüringer Schiefergebirge beobachtet. Drei unterschiedliche, alte Hähne haben sich ausgiebig dem Paarungsspiel des größten heimischen Waldhuhns hingegeben. Schon im vergangenen Winter 2015/2016 wurden regelmäßig über zehn Tiere beobachtet – seit 15 Jahren die höchste Zahl an Sichtbeobachtungen im Thüringer Auerhuhngebiet. Ebenfalls wurde 2015 erstmals Nachwuchs aus freier Wildbahn – erkennbar an fehlender Beringung – erfasst, jedoch keine Balz beobachtet. Experten sehen eine Trendwende hin zur Rettung des bis zu fünf Kilogramm schweren Raufußhuhns im Freistaat.

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Artenschutzerfolg: Auerwild wieder heimisch in Brandenburg

Anhand genetischer Untersuchungen konnten jetzt in der kleinen Auerhühner- Population (Tetrao urogallus) in Südbrandenburg bereits Tiere der Enkelgeneration (Generation F2) nachgewiesen werden. Erst 2012 waren im Rahmen eines Pilotprojekts zur Wiederansiedlung dieser Vögel die ersten eigens in Schweden gefangenen Auerhühner in den Naturparken Niederlausitzer Heidelandschaft und Niederlausitzer Landrücken freigesetzt worden. „Ich freue mich sehr über diesen Erfolg, der selbst die kühnsten Erwartungen der Projektinitiatoren übertrifft. Er basiert auf der langjährigen intensiven Zusammenarbeit des Landesbetriebes Forst, der beiden Naturparke sowie des Bundesforstbetriebes Lausitz, des Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung und privater Waldbesitzer zur Lebensraumverbesserung in den großen Waldgebieten der westlichen Niederlausitz“, sagte Brandenburgs Agrar- und Umweltminister Jörg Vogelsänger.

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Thüringen: Auerhuhn-Auswilderung gestartet

Scharfe Bejagung des Raubwilds ist unerlässlich

Thüringens Forstministerin Birgit Keller hat zusammen mit Vertretern der Landesforstanstalt, der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald, Landesverband Thüringen e. V. (SDW) und weiterer Artenschutzexperten die diesjährige Auerhuhn-Auswilderungsaktion im Bereich des Forstamtes Gehren eröffnet. „Das Auerhuhn, größtes Waldhuhn im Freistaat, ist akut vor dem Aussterben bedroht. Die Rettung dieser sensiblen Art ist von großem forstlichem, naturschutzfachlichem und wildbiologischem Interesse“, sagte Keller nach der Auswilderung der imposanten Tiere. Zugleich stellte die Ministerin den Raufußhuhnbericht 2014 vor.

Der Charaktervogel des Freistaats, vielfach auf Wappen zu sehen oder an Ortsbezeichnungen zu lesen, war noch in den 1970er Jahren im Thüringer Schiefergebirge weit verbreitet. Hohe Schadstoffeinträge, fehlende Nahrungsgrundlage, zunehmende Schwarz- und Raubwildbestände und vielfältige Störungen durch den Menschen haben die Auerhuhnbestände im Land drastisch vermindert. Zwischenzeitlich ausgewiesene Naturschutzgebiete und EG-Vogelschutzgebiete definieren das Auerwild als besonders schutzwürdige Art.

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Baden-Württemberg: Sorge um das Auerwild im Schwarzwald

Noch gibt es sie, die großen, schwarz glänzenden Hähne mit den markanten roten „Augenbrauen“, die an Balzplätzen im Schwarzwald ab März um ihre bräunlich gefiederten Hennen werben. Aber es werden weniger: nur noch knapp 250 Auerhähne und ähnlich viele Hennen tummeln sich im Schwarzwald, davon gehen Experten nach der diesjährigen Frühjahrszählung aus. „Auch wenn die exakte Zahl der scheuen Vögel zwar nie ganz genau erfasst werden könne, sei durch die einheitliche Methodik der Trend der Bestandsentwicklung seit dem Beginn der Erhebungen im Frühjahr 1971 recht gut ablesbar“, erläutert Klaus Lachenmaier, Wildtierexperte beim Landesjagdverband Baden-Württemberg (LJV) : „Wir sorgen uns um die weitere Entwicklung des Auerwilds im Schwarzwald, da der leichte Anstieg der Population bis zum Jahr 2012 sich leider in einen Abwärtstrend verwandelt hat. 243 Hähne sind dieses Frühjahr von Jägern und Förstern an den Balzplätzen beobachtet worden.“

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Thüringer Försterin leitet Deutschlands einzige Auerwildaufzuchtanlage

Seit wenigen Tagen leitet die Forstwissenschaftlerin Luise Stephani die 2012 neu eröffnete Auerwildaufzuchtstation der Thüringer Landesforstanstalt. Die Anlage in Langenschade (Landkreis Saalfeld-Rudolstadt) ist die einzige ihrer Art in Deutschland. Derzeit werden dort knapp 20 Küken des vom Aussterben bedrohten größten europäischen Waldhuhnes aufgezogen, die als Jungvögel auf ihre Auswilderung Ende September diesen Jahres warten. Sollte das bislang mehrere hunderttausend Euro teure Artenschutzprojekt der Landesforstanstalt in den nächsten zehn Jahren mit dem Ziel einer freilebenden selbsterhaltenden Population nicht erfolgreich sein, muss das Auerwild, so fürchten die Experten, als in Thüringen ausgestorben bezeichnet werden.

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Nathalie Bunke: Der gemeine Großstädter

Großstädter haben eine besondere Beziehung zum heimischen Tierwelt. So fiel mir neulich, beim Ausmisten, wieder die Geschichte vom Berliner Touristen der einen Auerhahn erschlagen hatte, in die Hände. Aber zurück auf Anfang. Hierzulande werden aufwändige Artenschutzprogramme für bedrohte Tierarten aufgefahren. Alles damit sie sich in unseren Wäldern wieder „einheimeln“, wie zum Beispiel die Familie Auerhahn. So weit so schön, an Prädatorenbejagung und an das richtige Habitat wurde gedacht nur der gewöhnliche Tourist wurde vergessen. Hätte man das ganze Geld und die Zeit besser in Öffentlichkeitskampagnen für den gemeinen Gast investiert, würde der Auerhahn noch leben.

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