Schlagwort-Archive: ASP

Afrikanische Schweinepest breitet sich weiter aus

DJV: keine Wurst- und Fleischprodukte achtlos an der Straße entsorgen / Wildschweinjagd erleichtern

Das Virus der Afrikanischen Schweinepest (ASP) breitet sich weiter Richtung Deutschland aus: Vor wenigen Tagen veröffentlichte das nationale Referenzlabor für Tierseuchen, das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI), aktuelles Kartenmaterial, das für die erste Augusthälfte allein sechs neue Fälle bei Hausschweinen in Polen zeigt. Ein Fall liegt bereits 50 Kilometer weiter westlich als alle bisherigen. Der Deutsche Jagdverband (DJV) sieht darin weiterhin ein hohes Einschleppungsrisiko der unheilbaren Krankheit, die Haus- und Wildschweine befällt. Leider steht gegen die verheerende Tierseuche kein Impfstoff zur Verfügung. Daher können ausschließlich hygienische Maßnahmen und die Reduktion der Wildschweinbestände zu Vorbeugung und Bekämpfung eingesetzt werden.

Notwendige Hygienemaßnahmen beachten

Das ASP-Virus ist außerordentlich widerstandsfähig, ein unachtsam entsorgtes Wurstbrot kann ausreichen, um die Seuche einzuschleppen. Frisches, sogar gefrorenes, gepökeltes oder geräuchertes Fleisch sowie Wurstwaren können über lange Zeit infektiös sein. Deshalb sollten Urlauber, Fernfahrer und andere Reisende aus dem Baltikum, Russland, Weißrussland oder der Ukraine Essensreste mit Haus- oder Wildschweinfleisch nur in fest verschlossenen Müllbehältern entsorgen. Auch Jagdtrophäen vom Wildschwein aus den betroffenen Regionen können ein Einschleppungsrisiko darstellen. Besondere Hygiene ist notwendig bei Gegenständen, die Kontakt zu Wildschweinblut hatten. Hierzu gehören unter anderem Stiefel, Lappen, Wildwannen, Messer und Kleidungsstücke. Schweinehalter sollten die allgemeinen Hygiene- und Biosicherheitsmaßnahmen sowie die Bestimmungen der Schweinehaltungs-Hygieneverordnung beachten. Hierzu gehören laut Bundeslandwirtschaftsministerium der Zukauf von Schweinen aus Beständen mit einem gesicherten Tiergesundheitsstatus, die Abschottung des Bestandes und der Futterlager (Fahrsilos auf dem Feld) gegenüber Wildschweinen sowie die konsequente Reinigung und Desinfektion von Fahrzeugen unmittelbar nach jedem Transport.

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Brandenburg: Erster Landkreis setzt Trichinengebühr auf null

Der Kreistag des Landkreises Potsdam-Mittelmark hat in seiner gestrigen Sitzung beschlossen, dass für Schwarzwild der AK 0 und 1, welches im Kreisgebiet erlegt wurde, ab 1. Mai keine Trichinenuntersuchungsgebühr mehr erhoben wird. Dies soll die Jäger bei der dringenden Bestandsreduzierung beim Schwarzwild wegen der drohenden ASP unterstützen.

JAWINA dankt für den Hinweis!

Trichinenuntersuchung: LJVB veröffentlicht Musterantrag zur Gebührenbefreiung

Angesichts der drohenden Einschleppung der Afrikanischen Schweinepest liegt die Schwarzwildbejagung im öffentlichen Interesse, meint der Landesjagdverband Brandenburg (LJVB). Damit sei die Voraussetzung zur Gebührenbefreiung bei Trichinenuntersuchungen erfüllt. Hierzu muss gemeinsam mit der Probe ein Antrag eingereicht werden, heißt es in einer Pressemitteilung des Verbandes. Im Dezember vergangenen Jahres hatte der brandenburgische Landtag die Landesregierung aufgefordert, die Landkreise bei der kostengünstigen und unbürokratischen Organisation der Trichinenuntersuchung zu unterstützen. Außerdem wurde darauf hingewiesen, dass die Behörden auf „Antrag des Gebührenschuldners“ die Gebühren erlassen können, sofern dies im öffentlichen Interesse liegt.

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Polen: ASP erstmals bei Hausschweinen nachgewiesen

In Polen ist die afrikanische Schweinepest (ASP) erstmalig bei einem Hausschwein nachgewiesen worden. Dies bestätigte das Bundeslandwirtschaftsministerium (BMEL) am 24. Juli mit Bezug auf eine Mitteilung der Europäischen Kommission (KOM). Der landwirtschaftliche Betrieb liegt im polnischen Bezirk Podlaskie, der aufgrund von ASP-Nachweisen bei Wildschweinen bereits Restriktionsgebiet im Sinne des EU-Durchführungsbeschlusses (2014/178/EU) ist. Der Betrieb liegt etwa 2,5 Kilometer von der weissrussischen Grenze und 4 Kilometer vom Fundort eines an ASP verendeten Wildschweins entfernt.

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Neue Fälle von Afrikanischer Schweinepest (ASP) in Polen

LJV Brandenburg fordert mehr Unterstützung bei Präventionsmaßnahmen

Im Grenzgebiet der polnischen Republik nach Weißrussland sind zwei weitere Fälle der Afrikanischen Schweinepest (ASP) bei Wildschweinen festgestellt worden, wie das Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft und Verbraucherschutz kürzlich meldete. Damit steigt die Gefahr, dass die hoch ansteckende Seuche bald auch in Deutschland ausbricht. Den rund 12.500 Jägern in Brandenburg kommt bei der Gefahrenabwehr eine besondere Verantwortung zu. Einerseits sind sie aufgefordert, Verdachtsfälle sofort an die zuständige Veterinärbehörde zu melden. Andererseits sollen sie durch eine verstärkte Bejagung zu einer Reduktion der Bestände beitragen.

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Afrikanische Schweinepest: Workshop zur ASP gibt Empfehlungen für Jäger

Verendete Wildschweine ab sofort untersuchen lassen – Jagdruhe im Fall eins Ausbruchs – Nur mäßiges Risiko durch Jagdtourismus

Am 13. März fand in Berlin ein vom Friedrich-Löffler-Institut initiierter Workshop statt, auf dem Experten erörterten, wie hoch das Risiko ist, dass die Afrikanische Schweinepest (ASP) nach Deutschland eingeschleppt wird – und welche Strategien im Fall eines Ausbruchs die Verbreitung der Seuche aufhalten könnten. „Alle Teilnehmer stimmten überein, dass im Ausbruchsfall in dem betroffenen Gebiet zunächst Jagdruhe herrschen sollte“, heißt es in den vom FLI veröffentlichten Ergebnissen des Fachgesprächs: „Eine Bejagung könnte Unruhe in die dort ansässigen Rotten bringen und unter Umständen zu ausgeprägten Wanderbewegungen führen, die das Risiko einer Verschleppung des Erregers erhöhen. Dies entspricht auch den Empfehlungen der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA). Außerdem sollte Fallwild etwa sechs bis zehn Tage nach Feststellung des Ausbruchs gezielt gesucht und aus dem Revier verbracht werden.“

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Agrarministerkonferenz: Zügige Bleifrei-Lösung gefordert

Bleifrei kommt – davon ist nach den Verlautbarungen auf der Agrarministerkonferenz, die am 3. und 4. April in Cottbus stattfand, auszugehen: “Die Länder sind sich einig, dass eine zügige Novellierung des Bundesjagdgesetzes erfolgen muss mit dem Ziel des Verbotes bleihaltiger Jagdmunition bei Gewährleistung einer zuverlässigen tierschutzgerechten Tötungswirkung, heißt es in einer Pressemitteilung des Landwirtschaftsministeriums Mecklenburg-Vorpommerns (MV). „Es ist für mich wichtig, dass Wildbret als Lebensmittel zu 100 % bleifrei sein muss. Es besteht für mich die Hoffnung, dass der Bund schnell entsprechend handeln wird“, so fasst MV-Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus (SPD), die Auffassung der Konferenzteilnehmer zusammen. Wer nach diesem Statement noch einen größeren Vorrat herkömmlicher Bleimunition anlegt, ist selber Schuld.

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Backhaus rudert zurück – nun doch keine Prädatorenjagd in Schutzgebieten?

Nachdem es zunächst geheißen hatte, zum Zweck der ASP-Prophylaxe werde die Jagd auf Prädatoren (z.B. Marderhunde) in Großschutzgebieten freigegeben, rudert Minister Backhaus nun eiligst zurück: Sein Ministerium veröffentlichte eine “Klarstellung”, in der es heißt:

“Im Nachgang zu der Medienberichterstattung wird klargestellt, dass es keine Änderung der Jagdverordnung gegeben hat bzw. die Nationalparkjagdverordnung weiterhin gilt und somit dürfen Prädatoren weiterhin nicht ohne Ausnahmeerlaubnis erlegt werden. Das heißt konkret, dass beispielsweise weder Rabenvögel noch Waschbären regulär bejagt werden dürfen.

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Mecklenburg-Vorpommern: Aus Seuchenschutzgründen Jagd auf Rabenvögel in Großschutzgebieten

Auf der Jahreshauptversammlung des LJV Mecklenburg-Vorpommern am Samstag in Linstow hat Landesumweltminister Till Backhaus (SPD) angekündigt, dass wegen des Vordringens der Afrikanischen Schweinepest (ASP) die Jagd auf Nebelkrähen, Raben und Elstern in Großschutzgebieten freigegeben werden soll. Auch die Prädatorenbejagung, also der in den Schutzgebieten bislang verpönte Abschuss von Füchsen und Waschbären, soll Backhaus zufolge ermöglicht werden. Desweiteren forderte Backhaus die Jägerschaft auf, die Schwarzwildbejagung an der Grenze zu Polen zu intensivieren und Jagdreisen nach Litauen, Ostpolen und Weißrussland abzusagen, um die Verbreitung der ASP nicht zu begünstigen.

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