Schlagwort-Archive: ASP

Erster ASP-Fall in Deutschland bestätigt

DJV und LJV Brandenburg fordern Behörden zur Zusammenarbeit mit Jägern auf. Jäger, Landwirte und Förster sollen jeden Wildschwein-Kadaver umgehend melden – etwa über Tierfund-Kataster-App. Verdächtige Tiere sollten nicht angefasst werden – es droht eine Verschleppung des Virus.

Das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) hat heute morgen den Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest in Brandenburg bestätigt. Der stark verweste Kadaver eines Wildschweins wurde wenige Kilometer von der deutsch-polnischen Grenze im Spree-Neiße-Kreis gefunden. Der Deutsche Jagdverband (DJV) und der Landesjagdverband Brandenburg (LJV) rufen die zuständige Veterinärbehörde auf, mit Landwirten und Jägern vor Ort die Strategie zur Eindämmung transparent zu erarbeiten und umzusetzen. “Es geht jetzt darum, ohne Hektik jeden Fundort zügig zu isolieren und damit eine weitere Ausbreitung zu verhindern”, sagte DJV-Präsident Dr. Volker Böhning. “Die Jäger vor Ort haben die beste Orts- und Fachkenntnis und sind bereit, sich einzubringen”, ergänzte LJV-Präsident Dr. Dirk-Henner Wellershoff. DJV und FLI haben gemeinsam einen Maßnahmenkatalog entwickelt. Die Behörden müssten jetzt Maßnahmen aus diesem Werkzeugkasten intelligent kombinieren, so Dr. Böhning.

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Brandenburg: Brandbrief an die Jagdverbände

Drei Schwergewichte der Jagd, Wildmeister Klaus Mordhorst, Prof. Dr. Hans-Dieter Pfannenstiel und Prof. Dr. Christoph Stubbe fordern in einem auf den 21.01.2020 datierten Brief die Vorsitzenden der Jagd- und Kreisjagdverbände Brandenburgs auf, der von Landwirtschaftsmnisterium geplanten tiertschutzwidrigen Massakrierung des Schalenwilds (JAWINA berichtete) unter dem Vorwand der ASP-Prophylaxe entgegenzutreten.

Wir dokumentieren das Schreiben im Wortlaut:

“Sehr geehrte Weidgenossinnen und Weidgenossen,

es gab eine Zeit, da fühlten sich Ministerialbürokratie und Jägerschaft in Brandenburg der
Einheit von Wild und Lebensraum verpflichtet. Leitfaden war dabei das Jagdgesetz Brandenburgs, in dem es heißt:

„Wild ist ein wesentlicher Bestandteil der heimischen Natur. Es ist als unverzichtbarer Teil
der natürlichen Umwelt in seinem Beziehungsgefüge zu bewahren. Der Schutz des jagdbaren
Wildes und seiner Lebensräume ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe.“

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LJVB empört: “Grüner Minister lässt OJB von der Kette”

Der Landesjagdverband Brandenburg (LJVB) ist empört – Schonzeitaufhebung für Reh- und Rotwild unter dem Deckmantel der ASP (JAWINA berichtete) widerspricht jeglicher Weidgerechtigkeit, so der Verband

Der Erlass der Obersten Jagdbehörde vom 17. Januar 2020 führt zu erheblichen tierschutzrelevanten Bedenken und Entsetzen der Jägerschaft.

“Vor dem Hintergrund des noch immer drohenden Übergriffs der Afrikanischen Schweinepest (ASP) auf Deutschland, hat das MLUK – Referat 35, nun bekanntgegeben die Schonzeit für wiederkäuendes Schalenwild bis zum 31.01.2020 auf Antrag auszusetzen und ruft auf, vermehrt Bewegungsjagden durchzuführen,. Den Abschuss anderen Wildes als des Schwarzwildes, insbesondere des seitens der Landesforst ungeliebten Reh- und Rotwildes  könne man ja dann gleich mit “erledigen”, wenn schon einmal Unruhe im Wald herrsche”, schreibt der LJVB in einer aktuelle Pressemitteilung. Darin heißt es weiter: “Wie bitte ??

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Österreich richtet ASP-Schutzzone ein

Nach dem Nachweis erster Fälle von Afrikanischer Schweinepest (ASP) in Tschechien (JAWINA berichtete), hat Österreich eine Schutzzone in der Grenzregion zu Tschechien eingerichtet. Die Region Zlín, in der die tschechischen ASP-Fälle auftraten, ist nur 80 Kilometer von der österreichischen Grenze entfernt. Aufgrund des aktuellen Falles sei davon auszugehen, dass ASP in der tschechischen Wildschweinpopulation verbreitet ist, heißt es in einer Pressemitteilung des Wiener Gesundheitsministeriums (BMGF). Um die Verbreitung der ASP in Österreich möglichst zu verhindern, hat das BMGF eine Reihe von Sofortmaßnahmen angeordnet: So wurde eine Schutzzone im Nordosten Niederösterreichs (Weinviertel)eingerichtet, in der die Freilandhaltung von Schweinen “nur unter bestimmten Voraussetzungen möglich” sein soll. Die Ausläufe müssen doppelt eingezäunt sein, nachts ist Aufstallung vorgeschrieben.

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ASP in Tschechien: DJV bittet Jäger um erhöhte Aufmerksamkeit

Nachdem die ersten beiden Fälle der Afrikanischen Schweinepest in der Tschechischen Republik nachgewiesen wurden (JAWINA berichtete), appelliert der DJV an alle Jägerinnen und Jäger in Deutschland, in Alarmbereitschaft zu sein. Entdeckt wurden zwei infizierte Schweine. Der nächstgelegene Fundort ist 400 Kilometer entfernt in der Ukraine.

Kürzlich wurden zwei Wildschweine etwa 300 Kilometer südöstlich von Prag entdeckt, die an der Afrikanischen Schweinepest (ASP) gestorben waren. Damit ist die Afrikanische Schweinepest nur noch rund 300 Kilometer Luftlinie von der deutschen Grenze entfernt. Wie das Virus dorthin gelangt ist, bleibt unklar. Der räumlich nächstgelegene Nachweis liegt 400 Kilometer entfernt in der Ukraine. In der Slowakei, dem östlichen Nachbarn auf dem Weg in die Ukraine, wurde bisher kein ASP-Ausbruch gemeldet.

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ASP in Tschechien nachgewiesen

Der Tschechische Jagdverband (Českomoravská myslivecká jednota, CMMJ) hat bekannt gegeben, dass heute, am 27.06., zwei Proben von Wildschweinen positiv auf die Afrikanische Schweinepest (ASP) getestet wurden. Die Fälle traten in der Region Zlín im Südosten Tschechiens auf. Der Verband, der 62.000 tschechische Jäger vertritt, sieht die Situation als äußerst kritisch an: Es werde eine rasche Ausbreitung des Virus über das gesamte Gebiet Tschechiens erwartet, mit katastrophalen Auswirkungen nicht nur auf die Wildschweinpopulation und damit die Jagd, sondern auf die gewerbliche Schweinezucht und -haltung. Es gebe keine Möglichkeit, die Ausbreitung des Virus zu verhindern, außer eine Keulung nahezu der gesamten Wildschweinpopulation, was nicht möglich sei. Es sei notwendig, infizierte Stücke schnellstmöglich zu erfassen und Kadaver umgehend aus der Natur zu beseitigen. Um eine Ausbreitung der ASP zu verhindern müsse der Sauenbestand auf fünf Stück pro 1000 ha (!) oder weniger heruntergefahren werden.

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ASP: Informationsblatt für Jagdreisende

Die Oberste Jagdbehörde (OJB) im Ministerium für Ländliche Entwicklung, Umwelt und
Landwirtschaft des Landes Brandenburg (MLUL) hat ein Informationsblatt für Jagdreisende veröffentlicht. Das mit dem Landesjagdverband Brandenburg (LJVB), dem Landesamt für Arbeitsschutz, Verbraucherschutz und Gesundheit (LAVG) und dem Ökologischen Jagdverband (ÖJV) abgestimmte Papier soll “vor dem Hintergrund der sich ausbreitenden Afrikanischen Schweinepest gezielt “Jagdreisende über die Risiken der Seuche informieren, sowie die notwendigen Empfehlungen zum Verhalten in Deutschland und in den bereits von der Seuche betroffenen Ländern zu geben, um ein weiteres Ausbreiten der Seuche zu verhindern”, wie es in einer Mail des MLUL heißt. red.

Das Informationsblatt ist auf Deutsch und auf Englisch erhältich.

Beitragsbild: Titelzeile des Informationsblatts zur ASP. (Bildschirmfoto, Ausschnitt).

Mecklenburg-Vorpommern: Landkreis hebt Drückjagdverbot auf

Treib- und Drückjagden sind im Landkreis Vorpommern-Greifswald jetzt bis 2019 durchgehend erlaubt – Die Jagdverbote zwischen 11. Januar und 31. Juli wurden wegen Schweinepestgefahr ausgesetzt.

In einer Pressemitteilung des Landkreises heißt es dazu: Der Landkreis Vorpommern-Greifswald weist als Untere Jagdbehörde auf die Ausnahme vom Verbot der Treib- oder Drückjagd bis zum 31.03.2019 im eigenen Zuständigkeitsbereich hin. Aufgrund der anhaltend hohen Gefährdung des Schwarzwildbestandes in Mecklenburg-Vorpommern durch die Afrikanische Schweinepest (ASP) wurde durch das Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz eine Allgemeinverfügung für das Gebiet des Landkreises Vorpommern-Greifswald erlassen.

»Grundsätzlich gilt normalerweise in der Zeit vom 11. Januar bis 31. Juli eines jeden Jahres ein Verbot der Jagdausübung in Form der Treib- oder Drückjagd. Mit der nunmehr geschaffenen Ausnahmeregelung werden die Jagdbezirke im Gebiet des Landkreises Vorpommern-Greifswald für den Zeitraum vom 1. Februar 2016 bis zum 31. März 2019 komplett vom vorgenannten Treib- oder Drückjagdverbot freigestellt«, sagte Kreissprecher Achim Froitzheim.

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Neue Monitoring-Regelung für Schweinepest

Die für Haus- und Wildschweine tödliche Afrikanische Schweinepest (ASP) wandert in Polen westwärts. Das Bundeslandwirtschaftsministerium fordert Jäger zur Zusammenarbeit mit den Veterinärämtern auf.

Ab sofort gilt die neue „Schweinepest-Monitoring-Verordnung” des Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL). Diese regelt Abläufe und Zusammenarbeit zwischen Jägern, Landwirten, Veterinären und Behörden im Monitoring der Afrikanischen Schweinepest (ASP) sowie der klassischen Schweinepest (KSP). Sie verpflichtet Jäger (§2 Duldungs- und Mitwirkungspflichten) zur Kooperation mit den örtlichen Veterinärämtern. “Jäger haben eine große Verantwortung, wenn es um die Prävention und Bekämpfung von Tierseuchen bei Wildtieren geht und verfügen aufgrund ihrer Ausbildung über die notwendigen Kenntnisse”, sagt Dr. Wolfgang Bethe, Veterinär und Vizepräsident des Deutschen Jagdverbandes (DJV). “Wir arbeiten bundesweit flächendeckend eng mit den Veterinärbehörden zusammen.”

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LJV Brandenburg fordert Verzicht auf Trichinengebühren

Der Landesjagdverband Brandenburg e.V. (LJVB) fordert alle Landkreise eindringlich auf, die Präventionsmaßnahmen gegen die Afrikanische Schweinepest (ASP) jetzt zu intensivieren und zumindest die Trichinenprobenuntersuchungsgebühr für Frischlinge bis 20 Kilogramm auszusetzen. In einer Pressemitteilung des LJVB heißt es: Allein im August wurden sechs neue ASP-Fälle in Polen bekannt. Ein Fall liegt bereits 50 Kilometer weiter westlich als alle bisherigen. Das berichtet das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI). Mit der weiteren Ausbreitung des Virus steigt das Einschleppungsrisiko der tödlich verlaufenden Krankheit nach Brandenburg.

„Für die verheerend wirkende Tierseuche, die Haus- und Wildschweine befällt, steht kein Impfstoff zur Verfügung. Wirksame Präventionsmaßnahmen sind jetzt das Gebot der Stunde. Wir fordern deshalb alle Landkreise auf, dem Beispiel Potsdam-Mittelmark und Dahme-Spreewald zu folgen, die den Jägern bereits Erleichterungen bei der Trichinenprobengebühr gewähren.“, so Dr. Petra Schneller, Veterinärin und Präsidiumsmitglied des Landesjagdverbandes Brandenburg e.V.

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