Schlagwort-Archive: ASP-Schutzzaun

Sachsen: Aufbau von ASP-Schutzzaun an polnischer Grenze abgeschlossen

Am 21. Januar hatte das sächsische Sozialministerium entschieden, eine Wildbarriere an der gesamten Grenze zu Polen zu ziehen und somit die Gefahr einer Einschleppung der Afrikanischen Schweinepest durch Schwarzwild zu verringern. Dafür wurde Zaunmaterial für die gesamten 128 Kilometer angeschafft. Die Kosten von 250.000 Euro trägt der Freistaat. Mit Hilfe und Unterstützung durch Teams der Ortsverbände Bautzen, Görlitz, Zittau und Riesa des Technischen Hilfswerks (THW) sowie den Mitarbeitern des Landkreis Görlitz wurden die Schwarzwild-Barrieren errichtet.

Die Wildschweinbarriere ist eine von verschiedenen ASP-Präventionsmaßnahmen. Aufgabe der Barriere, ein ca. 75 cm hohes Elektronetz mit Duftkomponente, ist es durch optische und tatsächliche Reize Wildschweine in ihrem natürlichen Wanderungsverhalten zu beeinflussen. Die Wildschweine nehmen die Duftkomponenten zusammen mit dem Strom und dem Flatterband als Störfaktor wahr, so dass sie in ihren natürlichen Wanderungsbewegungen geleitet werden.

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Dänemark: WWF will gegen ASP-Schutzzaun vorgehen

Der dänische Ableger der Naturschutzorganisation WWF will gegen den an der Grenze zwischen Dänemark und Schleswig-Holstein geplanten Schutzzaun vorgehen. Der Zaun soll Wildschweine am Übertreten der Grenze hindern und so einer Einschleppung der Afrikanischen Schweinepest vorbeugen (JAWINA berichtete). Das Bauwerk ist umstritten, weil es eine Barriere darstellt, die natürliche Wanderungen diverser Tierarten unterbinden dürfte und Biotope zerschneidet. Außerdem ist der Nutzen zweifelhaft, da die sprungweise erfolgende Ausbreitung in erster Linie durch den Vektor Mensch erfolgt. Der WWF will nun bei der EU-Kommission einen Baustopp erzwingen. Die Organisation wirft den dänischen Behörden vor, die Genehmigung für das Bauwerk auf einer “sehr dünnen und unzureichenden fachlichen Basis” erteilt zu haben, wie die shz berichtet.

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Dänemark: Parlament stimmt für ASP-Schutzzaun

Das dänische Parlament hat am Montag der Errichtung eines ca. 70 Kilometer langen Schutzzauns an der dänisch-deutschen Grenze zugestimmt. Der Zaun soll im Fall eines Seuchenausbruchs in Deutschland verhindern, dass mit der Afrikanischen Schweinepest (ASP) infizierte Wildschweine die Grenze nach Dänemark überwinden und so die fleischverarbeitende Industrie Dänemarks schützen, die einen bedeutenden Wirtschaftszweig darstellt. Bisherigen Planungen zufolge soll der Schutzzaun 1,5 Meter hoch sein und, um eine Untergraben zu verhindern, einen halben Meter tief in die Erde eingelassen werden. Wasserflächen entlang des Verlaufs sollen mit Schwimmsperren gesichert werden, wie shz.de berichtet. Der Nutzen eines solchen ASP-Schutzzauns ist umstritten, da die sprunghafte Ausbreitung des ASP-Virus vor allem über illegal entsorgte Fleischreste erfolgte. Infizierte Wildschweine büßen innerhalb weniger Tage an Aktivität ein und sterben, so dass sie zunächst nur lokal den Erreger verbreiten – zumindest wenn die flächendeckende Ausbreitung z.B. durch entsprechende Ausdünnung der Wildschweinpopulation verhindert werden kann.

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