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Bayern: Ohne Jagdschein und WBK in Verkehrskontrolle

Anzeige wegen Verstoß gegen das Waffengesetz

In der Nacht zum Mittwoch wurde ein Autofahrer gegen 02.50 Uhr im Ortsbereich von Burgsinn (Landkreis Main-Spessart) zu einer Verkehrskontrolle angehalten. Der 52-Jährige befand sich auf dem Rückweg von der Jagd. Im Rahmen der Kontrolle wurde festgestellt, dass der Jäger nicht die vorgeschriebenen Ausweisdokumente bzw. Dokumente für Jagd und Waffe dabei hatte. Er erhält deshalb eine Ordnungswidrigkeitenanzeige nach dem Waffen- und Jagdgesetz.

Das Problem dabei: Wegen eines solchen Verstoßes wird keine Waffenbehörde einem den Jagdschein entziehen. In § 5 des Waffengesetzes gibt es jedoch eine Vorschrift, die besagt, dass unzuverlässig ist, wer “wiederholt oder gröblich” gegen waffen- oder jagdgesetzliche Regelungen verstößt. Mehrere kleine – wiederholte – Verstöße können daher durchaus zu Ungemach führen. Deshalb: WBK und Jagdschein bei Jagd und Schießstandbesuch oder anderen Waffentransporten z.B. zum Büchsenmacher immer dabeihaben! PM/SE

Beitragsbild: Jagdschein und WBK. Foto: SE

DJV: Schmerzensgeld zu Nistkästen

Als aktiver Nutzer der sozialen Medien hat DJV-Präsident Hartwig Fischer kürzlich Beleidigungen einstecken müssen. Nachdem er anwaltlich hiergegen vorgegangen ist, hat der Täter nun in „brettharten Devisen“ Schmerzensgeld zahlen müssen: „Nistkästen“.

„Installing Nistkästen … please wait“, hatte der Deutsche Jagdverband (DJV) auf Facebook und Twitter Anfang März veröffentlicht und damit auf die beginnende Brutsaison hingewiesen. Einige „Tierschützer“ fühlten sich bemüßigt, mit Kommentaren das Naturschutzengagement der Jägerinnen und Jäger abzuerkennen. Eine verbale Entgleisung, die sich persönlich gegen DJV-Präsident Hartwig Fischer richtete, hat nun ihr konsequentes Ende gefunden: Schmerzensgeld in der Währung „Nistkästen“ zugunsten der Vogelwelt.

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Baden-Württemberg: Führende Alttiere geschossen? Wildbiologin zeigt Jäger an

Ende Januar wurden im Rotwildgebiet drei von der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt (FVA) besenderte Hirsche – zwei Alttiere und ein Hirsch – im Abstand von wenigen Tagen von Jägern erlegt. Die dortigen Jäger waren im Vorfeld darüber informiert worden, dass sich besenderte Hirsche in ihren Revieren befinden, die auf keinen Fall abgeschossen werden dürften, berichtete die Pforzheimer Zeitung, Dr. Christine Miller, Wildbiologin und Vorsitzende des Vereins Wildes Bayern, hat, wie sie gegenüber JAWINA bestätigte, Anzeige gegen die Erleger gestellt. Hier sei “auf Tiere angelegt und abgedrückt worden, ohne zu wissen, auf was geschossen wird“, vermutet Miller. Sie gehe davon aus, dass die erlegten Alttiere Kälber führten, die durch den Abschuss verwaist wurden. Das Fleisch der erlegten Tiere kann wegen der vorausgegangenen Narkotisierung zwecks Anbringung der Senderhalsbänder nicht verwertet werden. Dr. Miller betonte gegenüber JAWINA, dass es bei der Anzeige nicht allein um die vermuteten Verstöße gegen Jagdgesetz, Tierschutz und Weidgerechtigkeit gehe, sondern auch darum, auf die Konsequenzen der im baden-württembergischen Jagd- und Wildtiermanagementgesetz (JWMG) erfolgten Aufweichung des Nachtjagdverbots für Alttiere und Kälber aufzuzeigen.

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Jagdhunde auf Katze gehetzt – Peta zeigt Züchter aus RLP an

+++ Genau wie wir: Schimpansen kooperieren bei der Jagd und teilen die Beute fair +++ Österreich: Jäger im Burgenland fordern Schalldämpfer +++ RLP: Mit Wärmebildkamera-Drohne auf Wildschweinjagd +++

Im Internet kursiert ein Video, das zeigt, wie mehrere Jagdhunde unter den Anfeuerungsrufen eines Mannes eine Katze töten. Jagdverbände haben sich von dem tierschutzwidrigen Vorgehen des Jägers in dem Video distanziert (JAWINA berichtete). Ein Zeuge soll der Tierrechtsorganisation Peta nun einen Hinweis auf den mutmaßlichen Täter gegeben haben, wie Peta in einer Pressemitteilung verlauten lässt. Peta hat den Mann, der PM zufolge ein Jäger, der in Rheinland-Pfalz Jagdhunde züchtet, wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz bei der Staatsanwaltschaft Bad Kreuznach angezeigt, die daraufhin ein Ermittlungsverfahren eingeleitet hat. Peta fordert neben einer empfindlichen Strafe auch ein Jagdverbot und den Entzug des Jagdscheines für den Mann. PM/red.

Beitragsbild: Szene aus dem Video, in dem Jagdhunde eine Katze töten: Jagdverbände verurteilen Tat. Quelle: DJV

Bayern: Wildkatze stirbt Hitzetod in Kofferfalle – Jäger angezeigt

Am 31. Juli 2018 wurde im Landkreis Haßberge/Ortsteil Sulzbach in einer sogenannten „Kofferfalle“ eine tote Wildkatze entdeckt. Biologen, die sich in der Region um diese streng geschützte und seltene Tierart kümmern bemerkten, dass an einem der heißesten Tage dieses Sommers um die Mittagszeit die Falle zugeschnappt war. In dem niedrigen Gefängnis, dass mit einer schwarzen Teichfolie zugedeckt war, musste das Tier einem qualvollem Hitzetod erlegen sein. Die Schnauze der Katze war voller Erde, die aus Holz bestehenden Seitenwände der Falle wiesen deutliche Kratzspuren auf. Die Polizei ermittelte rasch den zuständigen Jäger, der vorgab, dass er die Falle im Morgengrauen zwar kontrolliert habe, der aber trotzdem die Falle „fängisch“ stehen ließ und damit in Kauf nahm, dass ein Tier im Laufe des Tages in der Fall gefangen wurde.

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Konflikte mit Jagdgegnern: “Der Konfrontation besser aus dem Weg gehen”

Regelmäßig schaffen es Konflikte zwischen Jägern und Jagdgegnern oder Jagdstörern in die Presse. Verfolgungsjagden, Vandalismus, verbale oder tätliche Auseinandersetzungen sind keine Seltenheit. Für Jäger steht dabei viel mehr auf dem Spiel, als für ihre Kontrahenten. Wir haben mit dem Anwalt und Justiziar des LJV Brandenburg, Jens Ole Sendke, über das richtige Verhalten im Konfliktfall gesprochen.

JAWINA: Aktuell berichtet die Lokalpresse über die Auseinandersetzung zwischen einem Jagdstörer bei Delitzsch, der nachts mit einer Taschenlampe herumgeleuchtet hat, um so das Wild zu vertreiben. Jetzt behauptet er, von einem Jäger mit der Waffe bedroht worden zu sein. Was steht für den Weidmann auf dem Spiel?

Jens Ole Sendke: Eine Menge. Als Legalwaffenbesitzer geht man bei solchen Auseinandersetzungen ein weitaus höherer Risiko ein, als ein Jagdgegner, der vielleicht schon viermal vorbestraft ist. Es kann durchaus passieren, dass noch am selben Abend die Polizei vor der Haustür steht und “zur Gefahrenabwehr” die waffenrechtlichen Erlaubnisse des Jägers einzieht und auch seine Jagdwaffen gleich mitnimmt. Zumindest für die Dauer des Ermittlungsverfahrens, das sich einige Zeit hinziehen kann, ist es dann erst einmal nichts mehr mit Jagd. Kommt es zu einer Verurteilung oder auch einer Einstellung des Verfahrens gegen Auflagen, können Jagdschein und WBK für mehrere Jahre futsch sein.

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Bayern: Jäger schiesst Waffe ein – Frau erleidet Knalltrauma

Am Montag gegen 18 Uhr hat ein Jäger auf einem Wiesengrundstück bei Heimhof (Landkreis Tirschenreuth) seine Waffe eingeschossen. Zwei Frauen gingen mit ihrem Hund zur selben Zeit dort spazieren. Bei der Schussabgabe hätten sich “sowohl die beiden Frauen, als auch der Hund” erschrocken, wie die Polizei allen Ernstes mitteilt. Eine Frau will bei dem Vorfall nicht nur ein Knalltrauma, sondern gar einen Schock erlitten haben, weshalb sie sich in ärztliche Behandlung begab. Den Jäger erwarte nun eine Anzeige wegen Körperverletzung, so die Polizei. red.

Beitragsbild: Spart Ärger – Waffen auf dem Schießstand einschießen. Foto: privat

Illegale Elefantenjagd: US-Behörden erheben Anklage gegen südafrikanischen Outfitter

Die Strafverfolgungsbehörde des US-Bundesstaats Colorado hat Anklage gegen den südafrikanischen Berufsjäger (Professional Hunter, PH) und Outfitter Hanno van Rensburg erhoben. Van Rensburg, 44, ist Inhaber des Jagdreiseveranstalters Authentic African Adventures (AAA) und einer der bekanntesten südafrikanischen Jagdführer. Die US-Behörden werfen van Rensburg vor, einen US-Bürger aus Colorado im Jahr 2015 auf eine illegale Elefantenjagd im Gonarezhou-Nationalpark in Simbabwe geführt zu haben und simbabwische Regierungsangestellte mit Summen zwischen 5000 und 8000 US-Dollar bestochen zu haben. Auf diese Weise soll er die Genehmigungen für die Jagd auf kapitale Elefanten und die Tötung eines Elefanten im Gonarezhou-Nationalpark sowie eine Freigabe für das erbeutete Elfenbein widerrechtlich erhalten haben. Bei dem US-amerikanischen Jagdgast soll es sich nach Erkenntnissen der amerikanischen Naturschutzorganisation Mongabay um den ehemaligen Vizepräsidenten des Dallas Safari Clubs handeln. Dieser habe sich Mongabay zufolge bereits schuldig bekannt, gegen den Endangered Species Act verstoßen zu haben. Van Rensburg wird zudem vorgeworfen, einem Jagdgast geholfen zu haben, einen erlegten Elefanten aus Simbabwe auszuführen, indem er fälschlich bescheinigte, dass der Dickhäuter außerhalb des Nationalparks geschossen worden sei.

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Hessische Wolfsfreunde zeigen Thüringer Umweltministerin an

+++ Sachsen-Anhalt testet akustische Wildwarner +++ Brandenburg: Elch-Managementplan soll überarbeitet werden +++

Ein Verein aus Hessen soll wegen des Abschusses von Wolfs-Hybriden (JAWINA berichtete) Anzeige gegen die thüringische Umweltministerin Anja Siegesmund (Grüne) erstattet haben. Das berichtet das Online-Portal inSüdthüringen.de. Auch gegen diejenigen, die die Abschüsse vorgenommen haben, sei Anzeige erstattet worden. Dem Bericht zufolge beruft sich der Verein “Wolfsschutz Deutschland” auf das Washingtoner Artenschutzabkommen, durch das Wolfsmischlinge den selben Schutzstatus wie reinrassige Wölfe genießen würden. Die Vereinsvorsitzende erklärte laut inSüdthüringen.de, man sei “erstaunt und enttäuscht über das Ausmaß der Empathielosigkeit, an der auch Ministerin Siegesmund zu leiden” scheine. red.

Beitragsbild: Headline des verlinkten Beitrags auf inSüdthüringen.de (Screenshot)

Bayern: Rothirsch angeblich von zwei Hunden gehetzt – Tierschutzverein erstattet Anzeige

Bei einer Drückjagd der Bayerischen Staatsforsten im Forstbetrieb Schliersee (Landkreis Miesbach) sollen zwei Hunde eine Rothirsch über die Reviergrenze hinaus bis in besiedeltes Gebiet gejagt haben. Der Hirsch kam bei dem Vorfall jedoch weder zur Strecke, noch zu Schaden, wie der Merkur berichtet. Dennoch nahm die Vorsitzende des Tierschutzvereins Tegernseer Tal den Vorfall zum Anlass, Anzeige gegen die Verantwortlichen der Jagd zu erstatten. Der Polizei lag die Anzeige dem Merkur zufolge noch nicht vor. Forstbetriebsleiter Jörg Meyer erklärte gegenüber der Zeitung, dass es sich nicht um eine “böswillige Hetzjagd” gehandelt habe. Es sei nicht im Interesse des Forsts, dass Hunde überjagten und Wild in besiedelte Gebiete trieben. Ein Berufsjäger habe den Bereich abgesucht, um sicherzustellen, dass der gehetzte Hirsch sich nicht im Wald niedergetan habe. red.

Beitragsbild: Erlegter Rothirsch. Foto: SE