Schlagwort-Archive: Anhang V

Der Wolf in unserer Kulturlandschaft

Ein Beitrag von Prof. Dr. rer. nat. Hans-Dieter Pfannenstiel, Diplom-Biologe

Deutschland ist Wolfsland

Deutschland gehört zum angestammten Vorkommensgebiet der Art Canis lupus. Der Wolf breitet sich in einer Kulturlandschaft aus, die sich seit seiner Ausrottung erheblich verändert hat: z. B. stark gewachsene Zahl von Menschen und Siedlungsräumen, extreme Verdichtung von Verkehrswegen. Ohne Begrenzung der Zahl der Wölfe bzw. Festlegung von Gebieten, in denen Konflikte mit Menschen sehr wahrscheinlich sind, wird die Situation in absehbarer Zeit unbeherrschbar werden.

Der Wolf – eine bedrohte Art?

Die Art Canis lupus ist weder gefährdet noch gar vom Aussterben bedroht, trotz häufiger gegenteiliger Bekundungen. Im nördlichen Eurasien und in Nordamerika gibt es seit jeher große vitale Populationen. Der Artenschutz liefert keine wildbiologischen oder populationsökologischen Gründe, weswegen der Wolf nicht in Deutschland planmäßig bejagt werden könnte, wie es viele unsere Nachbarn in Europa tun, ohne ihren jeweiligen Wolfsbeständen zu schaden. Artenschutz wird gelegentlich mit Tierschutz verwechselt. Diese Verwechslung führt dazu, dass der ideologisch motivierte Naturschutz hierzulande den Wolf unter allen nur denkbaren Umständen für unantastbar hält. Dieser Einstellung liegt auch eine weitere Verwechslung zu Grunde. Oft werden Population und Bestand nicht sauber definiert und auseinandergehalten. Dieser Unterschied ist aber deshalb sehr wichtig, weil die EU-Richtlinie 92/43/EWG des Rates vom 21. Mai 1992 zur Erhaltung der natürlichen Lebensräume sowie der wildlebenden Tiere und Pflanzen, genannt Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (FFH-R) von Populationen im Sinne der biologischen Definition und nicht von lokalen Beständen spricht.

Weiterlesen

Der Wolf in unserer Kulturlandschaft – geht das konfliktfrei?

Der Wildbiologe Prof. Dr. Hans-Dieter Pfannenstiel, hat die folgenden Gedanken zum Wolf in der Kulturlandschaft gestern (23.03.) an die Fraktionsvorsitzenden im Landtag Brandenburg, an alle Präsidenten der Landesjagdverbände und des DJV, an das Forum Natur Brandenburg und an den Deutschen und Brandenburger Bauernverband geschickt. Es werde höchste Zeit, so Pfannenstiel, “dass wir Jäger mit einer Stimme sprechen und die Vogel-Strauß-Politik beenden, bevor die Akzeptanz für den Wolf im ländlichen Raum bei Null angelangt ist.” Rückmeldung “von Kritik und guten Gedanken zum Thema” sind ausdrücklich erwünscht.

Der Wolf – eine bedrohte Art?

Die Art Canis lupus ist nicht vom Aussterben bedroht, trotz häufiger gegenteiliger Bekundungen von Politik und Ökofantasten. Im nördlichen Eurasien und in Nordamerika gibt es seit jeher große vitale Populationen. Der Artenschutz liefert keine wildbiologischen oder populationsökologischen Gründe, weswegen der Wolf nicht in Deutschland planmäßig bejagt werden könnte, wie es viele unsere Nachbarn in Europa tun, ohne ihren jeweiligen Wolfsbeständen zu schaden. Artenschutz wird gelegentlich mit Tierschutz verwechselt. Diese Verwechslung führt dazu, dass der ideologisch motivierte Naturschutz hierzulande den Wolf unter allen nur denkbaren Umständen für unantastbar hält. Dieser Einstellung liegt auch eine weitere Verwechslung zu Grunde. Oft werden Population und Bestand nicht sauber definiert und auseinandergehalten. Dieser Unterschied ist aber deshalb sehr wichtig, weil die EU-Richtlinie 92/43/EWG des Rates vom 21. Mai 1992 zur Erhaltung der natürlichen Lebensräume sowie der wildlebenden Tiere und Pflanzen, genannt Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (FFH-R) von Populationen im Sinne der biologischen Definition und nicht von lokalen Beständen spricht.

Weiterlesen

Bundeslandwirtschaftsminister fordert Senkung des Schutzstatus von Wölfen

Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) hat den maltesischen EU-Umwelt-Kommissar Karmenu Vella (67) per Brief aufgefordert, den Schutzstatus von Wölfen abzusenken, berichtet die Bild-Zeitung. Die in Deutschland heimische Wolfspopulation solle nicht mehr in Anhang IV der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie gelistet werden, sondern in Anhang V überführt werden, wie es in anderen Mitgliedsstaaten bereits erfolgt sei. Diese Herabstufung des Schutzstatus würde eine Bejagung der Wölfe ermöglichen. Schmidt begründet seine Forderung mit dem angeblichen Tötung einer britischen Touristin durch Wölfe in Griechenland (JAWINA berichtete). Er wolle nicht, dass “so etwas” auch bei uns passiere, sagte Schmidt der Bild-Zeitung, die Zeit des Redens sei vorbei. Der Wolfsbestand müsse “auch durch Abschüsse” so reguliert werden, dass für Menschen und Nutztierhaltung keine Gefahr vom Wolf ausgehe. Erst nachdem es zu Zwischenfällen gekommen sei, wachten die Ideologen endlich auf – eine Einschätzung hinsichtlich des Aufwachens, die man nicht teilen muss, wenn man die einschlägigen “Wolfs-Experten” so reden hört

Weiterlesen