Schlagwort-Archive: Angriff

USA: Wildschweine töten Pflegerin

In Anahuac im US-Bundesstaat Texas ist eine Pflegerin von Wildschweinen getötet worden. Die 59-jährige Christine Rollins wollte ihren Dienst bei einem älteren Ehepaar antreten, dass sie schon seit längerer Zeit betreut. Als sie zur üblichen Zeit nicht erschien, begab sich der 84-jährige Pflegling auf die Suche nach der Frau. Er fand ihren leblosen, von zahlreichen Wunden übersäten Körper auf der Rasenfläche zwischen dem Auto der Verstorbenen und dem Eingang des Hauses. Die Autopsie ergab, dass die Frau gestürzt ist und dadurch eine Kopfverletzung erlitt. Darüber hinaus hatte sie zahlreiche tiefe Wunden tierischen Ursprungs, die auf Wildschweine zurückgeführt werden konnten und an denen Rollins starb. Todesursache war demnach der massive Blutverlust. Unklar ist dem Polizeibericht zufolge, ob der Sturz der Frau durch den Angriff der Tiere herbeigeführt wurde, oder ob es dafür andere, eventuell medizinische Ursachen gab. Der Sheriff von Chambers County gab zu Protokoll, dass tödliche Wildschweinangriffe auf Menschen extrem selten sind. SE

Beitragsbild: Das Opfer und der Ort des Wildschweinangriffs. Foto: Chambers County Sheriff’s Office / Facebook

Russland: Tiger tötet Jäger

+++ Sachsen: Elch auf der A4 unterwegs +++ Bayern/Österreich: Wildschweinalarm auf der A93 und der A2 +++

In der Region Chabarowsk im Fernen Osten Russland ist ein Mann von einem Tiger angefallen und getötet worden. Die Region am Fluss Amur nahe an der chinesischen Grenze ist Verbreitungsgebiet des Amur-Tigers, der größten Katze der Welt. Zu dem Vorfall kam es, während der Jäger in Begleitung seines Sohns einen Jagdausflug mit dem Boot unternahm. Als die beiden an Land gingen, griff der Tiger sofort an. Vermutlich hatte er ein Tier in der Nähe gerissen und wollte seine Beute verteidigen. Der Sohn des Getöteten erschoss daraufhin den Tiger. Der angefallene Jäger wurde noch von Rettungskräften in ein Krankenhaus gebracht, wo er seinen schweren Verletzungen erlag. Wie das Zentrum Amur-Tiger mitteilt, ist ein Team von Spezialisten der Chabarowsker Jagdbehörde zur Lösung von Konfliktsituationen zwischen Menschen und großen Raubtieren vor Ort, um den Vorfall zu untersuchen. red.

Beitragsbild: Nachricht vom Unglücksfall auf der Internetseite des Zentrums Amur-Tiger (Screenshot, Ausschnitt)

Bayern: Schon wieder Kinder von Fuchs angegriffen

+++ NRW: Krähenschwarm jagt Brieftauben +++

Wenige Wochen, nachdem ein Fuchs einen zeltenden Jungen gebissen hatte (siehe News-Ticker zu diesem JAWINA-Artikel), sind in Andechs (Landkreis Starnberg) zwei in einem Zelt übernachtende achtjährige Mädchen von einem Fuchs angegriffen worden. Der Fuchs sprang auf das im Garten der Eltern aufgestellte Zelt, woraufhin dieses zusammenbrach. Die Kinder versuchten, den Angreifer durch Schläge auf die Innenseite des Zelts zu verscheuchen. Dabei biss der Fuchs eines der Mädchen in die Hand, es wurde leicht verletzt. Der Fuchs soll sich extrem aggressiv verhalten haben: Erst nach einer Viertelstunde gelang es den Eltern der Kinder, den Rotrock von ihrem Grundstück zu vertreiben. Die Polizei hat den zuständigen Jagdpächter verständigt, der nun versuchen soll, den Fuchs zu erlegen. Die Verletzungen des Kindes wurden im Krankenhaus Starnberg versorgt. red.

Beitragsbild: Fuchs. Foto: Prof. Dr. Hans-Dieter Pfannenstiel

Südtirol: Rehbock verletzt Mann schwer

+++ Österreich: Hornissenstich – Jäger stürzt von Hochsitz +++ Niedersachsen: Jäger fangen ausgebüxte Ponys ein +++ Saarland: Streckeneinbruch beim Schwarzwild +++ Baden-Württemberg: Tierschutzpartei hält “Mahnwache” gegen Jagd ab +++

Im Südtiroler Jochtal ist ein 40 Jahre alter Mann von einem Rehbock schwer verletzt worden. Der Einheimische hatte das vermeintlich kranke oder schwache Stück entdeckt und näherte sich ihm, um nachzuschauen, wie es ihm gehe. Doch aus dem Plan, das Tier erforderlichenfalls einzufangen, wurde nichts: Als der Mann sich dem Rehbock biss auf wenige Meter genähert hatte, sprang dieser auf und griff an. Mit den spitzen Enden seines Gehörns fügte der Rehbock dem Mann “erhebliche Verletzungen” am Bein zu, die einen starken Blutverlust zur Folge hatten, wie SüdtirolNews berichtet. Die in der Jägersprache Blattzeit genannte Paarunsgszeit der Rehe geht ihrem Ende entgegen, dennoch können territoriale Rehböcke durchaus noch aggressiv auf Eindringlinge in ihr Revier reagieren. red.

Beitragsbild: Aggressiver Rehbock (Lösungsvorschlag). Foto: AHe

Sachsen: BGS von Biber attackiert

Österreich: Hund muss nach Biberangriff eingeschläfert werden

In Sachsen ist ein Bayerischer Gebirgsschweißhund (BGS) bei einem Bad in der Elbe nahe Meißen von einem Biber attackiert und durch Bisse verletzt worden. Der Vorfall ereignete sich bereits am 08.06. Der Hundeführer schildert die Situation gegenüber JAWINA so: “Mein Hund ist in der Elbe baden gegangen, vermutlich in der Nähe eines Biberbaus. Vermutlich hatte Frau Biber Junge, die sie verteidigen wollte. Der Hund hat großes Glück gehabt, offenbar hatte er noch Grund unter den Pfoten, so dass er mit einem Sprung entweichen konnte. Der Biber konnte sich so nicht fest verbeißen, vermutlich hat mein BGS auch zurückgebissen.”

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Schweden: Provinz Jämtland gibt 100 Braunbären zum Abschuss frei

Rumänien: “Quick thinking Brit” rettet ihren deutschen Freund bei Bärenangriff in den Karpaten

Die Verwaltung der schwedischen Provinz Jämtland hat beschlossen, 100 Braunbären bei den herbstlichen Jagden zum Abschuss freizugeben. Das berichtet das Jagdportal SvenskJakt. Ein Sprecher des Jagdverbands Mitt Norrland begrüßte die Entscheidung des Bezirksverwaltungsrats gegenüber SvenskJakt: Dass die gleiche Anzahl Bären wie im Vorjahr geschossen werden dürfe, verschaffe eine langfristige Perspektive und ermögliche es, die Entwicklung der Bärenpopulation über mehrere Jahre hinweg zu verfolgen. Die Jagdzeit auf Bär beginnt am 21. August und endet am 15. Oktober, bzw. an dem Zeitpunkt, da die Quote in dem betreffenden Gebiet erfüllt ist. Die Abschüsse müssen sofort gemeldet werden und werden sorgfältig überwacht, so dass die Jagd beendet werden kann, wenn der Abschuss erfüllt ist. Die Bärenjagd findet in Jämtland in zwei Hauptjagdgebieten statt, die ihrerseits wieder in zwei Jagdbögen aufgeteilt sind.

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Bayern: Freispruch nach Kopfschuss

Ein Jäger, der einen Angreifer im Juli 2017 mit einem Kopfschuss aus seiner Glock Pistole ausschaltete, ist vom Landgericht Augsburg freigesprochen worden. Zuvor hatte der 42-jährige Jäger drei Monate in Untersuchungshaft verbracht und durfte nach seiner Freilassung bis zum Abschluss der Verfahrens Deutschland nicht verlassen, wofür er nun eine Entschädigung erhält.

Einem Bericht der Augsburger Allgemeinen zufolge kam es zu dem Vorfall, weil der 42-jährige nach Brasilien auswandern und zuvor seine Jagdwaffen verkaufen wollte. Er traf sich mit einem 19 Jahre alten vermeintlich erwerbsberechtigten Interessenten für seine Glock Pistole auf einem Autobahnparkplatz an der A8 bei Adelzhausen. Der Kaufinteressent hatte einen falschen Namen und eine Adresse genannt und gelogen, dass er eine Erwerbsberechtigung für die Pistole habe. Als der Verkäufer der Glock auf dem Parkplatz ausstieg, schoss der angebliche Kaufinteressent mit einer Armbrust auf ihn. Der Angreifer verfehlte sein Ziel, danach kam es zu einem Zweikampf. Während der Angreifer den auf dem Boden liegenden Jäger im Schwitzkasten hielt, gelang es letzterem, seine Glock aus der Hosentasche zu ziehen, das Magazin einzuführen und abzudrücken.

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Baden-Württemberg: Camper laut DNA-Analyse von Fuchs angegriffen

+++ M-V: Wolf bei Rostock totgefahren +++ Hessen: Wolfssichtung bei Ulrichstein +++ Österreich: Tirol kauft Herdenschutzzäune +++ Schweiz: Jagdsaison für Wildschweine im Kanton Freiburg verlängert +++ NRW: Motorradfahrerin bei Wildunfall mit Reh schwer verletzt +++

In der Nacht vom 30. April auf den 1. Mai wurde ein Mann im Rems-Murr-Kreis in seinem Zelt von einem Tier angegriffen und gebissen. Das Senckenberg-Institut in Gelnhausen hat das Umweltministerium jetzt über das Ergebnis der genetischen Untersuchung der sichergestellten Beweisstücke informiert.

Sowohl an der Jacke, die der verletzte Mann zur Tatzeit trug, als auch an der Bissstelle des Zeltes und dem Kissenbezug, haben die Mitarbeiter des Instituts Fuchsspuren ermittelt. Zwar wurden auch Hundespuren nachgewiesen. Da der angegriffene Mann selbst Hundehalter ist, waren die Hundespuren aber erwartet worden. Spuren weiterer Tierarten, die als Angreifer in Frage kommen könnten, wurden nicht festgestellt.

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Brandenburg: Fotograf und Begleiterin von Bache verletzt

An einer Hecke in der Heidesiedlung im Cottbuser Ortsteil Dissenchen hat eine Bache gefrischt. Als ein Fotograf im Auftrag der Lausitzer Rundschau die Wildsau und ihren Nachwuchs fotografieren wollte, griff sie an.

Er sei der Bache “zu sehr auf die Pelle gerückt”, räumte der Fotograf gegenüber dem rbb ein. Bis auf etwa drei Meter hatte sich der Fotograf in Begleitung einer Anwohnerin dem Wurfkessel genähert, konnte “den borstigen Rücken” des Tiers sehen. Dann wurde es der Bache zu bunt. Blitzschnell dreht sich die erboste Wildsau um und raste auf die Störenfriede zu. Während der Fotograf mit einer leichten Verletzung am Schienbein noch glimpflich davon kam, erwischte es die Anwohnerin härter: Die Frau, die dem Fotografen die Stelle zeigen wollte, an der die Bache ihren Nachwuchs zur Welt gebracht hatte, wartet mit einer zertrümmerten Kniescheibe im Krankenhaus auf ihre Operation. red.

Beitragsbild: Bache – mit den Tieren ist nicht zu spaßen, wenn sie Frischlinge haben. Foto: SE

Die Red. dankt JAWINA-Leser JS für den Hinweis!

Yukon: Grizzly tötet Mutter und 10 Monate altes Baby

+++ Österreich: Zu wenig Rehe geschossen – Gemeinde kündigt Jagdpachtvertrag +++ Bayern: Radioaktives Cäsium und Perfluoroctansäure (PFOA) – Abschussprämie für unverkäufliche Wildschweine im Landkreis Altötting +++ Bayern: Damwild aus Gatter bei Mainburg (Landkreis Kelheim) ausgebrochen +++

Als Gjermund Roesholt am Montag gegen 15 Uhr Ortszeit von einer Überprüfung seiner Fallen im Yukon-Territorium zu seiner Blockhütte in der Wildnis östlich von Anchorage zurückkehrte, griff ihn ein aggressiver Grizzly-Bär an. Roesholt erschoss den Bären, keine 100 Meter vor seiner Behausung. Als er seine Hütte erreichte, fand er seine 37 Jahre alte Frau Valérie Théorêt und die gemeinsame zehn Monate alte Tochter tot auf. Die beiden waren in der Hütte geblieben, während er die Fallen kontrollierte und hatten offenbar einen Spaziergang unternommen, als sie von dem Grizzly überrascht und getötet wurden. So rekonstruierten Gerichtsmediziner den Vorfall. Die in Quebec geborene Valérie Théorêt arbeitete als Grundschullehrerin für Französisch in Whitehorse, sie nutzte die Elternzeit, um mit ihrem Partner so viel Zeit wie möglich in der Wildnis zu verbringen. Gjermund Roesholt ist als Guide für Jäger und Angler tätig. Das Paar galt als äußerst Outdoor-erfahren, es war nicht Mangel an Erfahrung, der zu dem Unglück führte, erklärte ein befreundeter Trapper gegenüber dem kanadischen Sender CBC. red.

Beitragsbild: Beileidsbekundungen für Roesholt auf Instagram. (Screenshot)

Die Red. dankt JAWINA-Leser JG für den Hinweis!

NRW: Krankgeschossenes Wildschwein beisst Friedhofsbesucher

+++ Sachsen-Anhalt: Streit um Vorfahrt – Jäger soll Autobesatzung bedroht haben +++

Bei Netphen (Kreis Siegen-Wittgenstein) hat am Samstag Mittag ein Wildschwein auf einem Friedhof in Dreis-Tiefenbach einen Mann ins Bein gebissen und verletzt. Danach flüchtete die Bache nach Siegen-Weidenau, von dort in den Stadtteil Bürbach und schließlich in den Stadtteil Hain, wo sie erneut Menschen attackiert haben soll. In der Nähe der Siegener Oberstadt ist die Sau dann von Polizisten erschossen worden. Das Wildschwein war auf einer Drückjagd krank geschossen worden, wie der WDR berichtet. red.

Beitragsbild: Bache (Archivbild). Foto: SE

Niedersachsen: Wolf greift Auto an

In Niedersachsen soll ein Wolf ein Auto angegriffen haben. Der Vorfall ereignete sich auf von der Stiftung Naturschutzpark Lüneburger Heide bewirtschafteten Flächen. Ein Mitarbeiter der Stiftung habe mit dem Auto die Weiden kontrolliert, als der Wolf auf das Auto zulief und daran hochsprang. Der Mann konnte noch schnell die Scheibe hochkurbeln und den Angriff filmen. Dr. Barbara Guckes von der Stiftung bestätigte den Vorfall gegenüber JAWINA. Sie habe das Video gesehen, das gebe einem schon zu denken. Es handle sich ihrer Einschätzung nach eindeutig eher um eine Attacke als um eine neugierige Annäherung oder ein “Spiel.” Überhaupt verliere der Wolf mehr und mehr seine Scheu, so Dr. Guckes. Die Wolf näherten sich tagsüber den Schafherden, in einem Gebiet der Stiftungsflächen lassen sie sie auch durch Steinwürfe kaum noch vertreiben. Wölfe hätten auch schon versucht, ein Schaf unter den Augen des Schäfers zu reißen. Dies stelle die Schäfer vor immer größere Probleme. Im Deutschlandfunk plädierte Dr. Guckes dafür, den Wolf ins Jagdrecht aufzunehmen: Man müsste ihn bejagen dürfen, aber in engen Grenzen bejagen dürfen.” Herdenschutzmaßnahmen allein würden daher nicht ausreichen. red.

Beitragsbild: Auto (Symbolbild). Foto: SE

Braunbären töten Wolf in niederländischem Zoo

+++ Hessen: Angeblich Graureiher beschossen +++

Im Zoo Dierenrijk im südniederländischen Mierlo haben Braunbären einen Wolf getötet. Ein Besucher hielt die Auseinandersetzung zwischen den üblicherweise einträchtig das Gehege bewohnenden Tieren in einem Video fest. Wie der Zoo auf seiner Facebook-Seite mitteilte, ereignete sich der Vorfall, als ein zweijähriger Wolf aus dem Wasser steigen wollte. Drei Bären stürzen sich auf den Wolf und zerreißen ihn, ein vierter Bär vertreibt die Wölfe, die ihren Artgenossen mit gefletschten Zähnen und Beißattacken auf die Hinterteile der Bären zu verteidigen versuchen. Obwohl Tierpfleger rasch zur Stelle waren, starb der Wolf bei dem Bärenangriff – was einen nicht wirklich erstaunt, wenn man das Video gesehen hat. “Wir sind alle schockiert und traurig, dass es zu diesem tragischen Unfall gekommen ist”, schrieb der Zoo. Die “Gäste” seien angemessen untergebracht, versicherte Dierenrijk. red.

Beitragsbild: Mitteilung des Zoos Dierenrijk auf Facebook (Screenshot)

Wyoming: Grizzlies töten Outfitter und verwunden Jagdgast

Bärin und Jungtier in Folge der Attacke getötet

Am Freitag (14.9.) informierte der Sheriff von Teton County im US-Bundesstaat Wyoming die Wild- und Fischbehörde (Wyoming Fish and Game Department, WFGD), dass ein Jagdführer und sein Jagdgast von zwei Grizzlybären angegriffen wurden, als sie einen am Vortag von dem Gast geschossenen Wapitihirsch verarbeiten wollten. Die Untersuchungen des WFGD zeigten, dass der Kadaver des Wapitis unberührt war, als die Jäger sich näherten, es gab keinerlei Anzeichen dafür, dass Bären in der Nähe seien oder den Wapiti in Besitz genommen hätten. Der Angriff ereignete sich, nachdem die beiden begonnen hatten, den Hirsch zu verarbeiten.

Unmittelbar nach der Benachrichtigung durch den Sheriff beteiligte sich WFGD an der Suche nach dem Opfer: Während der Jagdgast nach der Attacke per Hubschrauber in ein nahe gelegenes Krankenhaus geflogen wurde, wo seine Verletzungen behandelt wurden, blieb der Jagdführer zunächst vermisst.

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Brandenburg: Hundebesitzer muss Irish Setter mit Knüppel gegen Wolf verteidigen

Hündin bei Attacke durch Wolfsrudel schwer verletzt – Tollwut Antikörper bei Wölfin nach Hundeangriff in Tschechien nachgewiesen

In der Bücknitzer Heide bei Ziesar (Landkreis Potsdam Mittelmark) ist eine frei laufende Irish Setter Hündin am Rand einer Dickung von drei Wölfen attackiert worden. Der Setter war zum Zeitpunkt des Angriffs nur 10 bis zwanzig Meter von dem Besitzer entfernt. Als die Hündin auf die Wölfe stieß, griffen diese sofort an. Der Hundebesitzer ging mit einem Knüppel auf die Wölfe los und konnte sie schließlich in die Flucht schlagen. Wie die Märkische Allgemeine Zeitung berichtet, erlitt die Hündin tiefe Bisswunden und musste operiert werden. Sie hat die OP wohl gut überstanden. Der Amtsdirektor von Ziesar, Norbert Bartels, sprach gegenüber der MAZ von “einer neuen Qualität von Begegnungen zwischen Wolf, Mensch sowie Haus- beziehungsweise Nutztieren”. Bartels geht von einer weiteren Zunahme der Konflikte aus, wenn sich die Wolfspopulation weiter ungehemmt vermehrt. Der Brandenburger Wolfsbeauftragte Steffen Hinze empfiehlt in der MAZ, Hunde im Wald stets an der Leine zu führen. Eine interessante Frage stellte ein Schafhalter, der bereits mehrere Schafe durch Wölfe verloren hat, in der MAZ: “Was machen eigentlich Pilzsammler, wenn sie in einer Dickung auf ein Wolfsrudel stoßen?“

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NRW: Jagdgegnerin geht auf Kehle

JAWINA-Leser NN schickt uns die Schilderung eines bemerkenswerten Vorfalls:

“Ich bin seit Mai diesen Jahres Jungjäger im Revier X in Z. Einer unserer Ansitze befindet sich in den Feldern am Ende einer Baumreihe an der Straße S. Wenn ich richtig informiert bin, ist es uns Jägern gestattet, im Rahmen der befugten Jagdausübung Wege für Land- und Forstwirtschaft zu befahren, den Anwohnern und Besuchern jedoch nicht. Ebensowenig darf die Straße S zwischen dem Kreisverkehr Landstraße  und der Siedlung M von anderen Autofahrern als Abkürzung vom und zum Kreuz N benutzt werden.

In der letzten Zeit kommt es immer wieder vor, dass die Straße zwischen dem Kreisverkehr Landstraße und der Siedlung auch von solchen Autofahrern benutzt wird, die – sobald eines unserer mit „Jagdbetrieb” oder „Jagdschutz” gekennzeichneten oder sonstwie als Jagdfahrzeug erkennbaren Fahrzeuge entdeckt wird – als offensichtlich vorsätzliche Jagdstörung dauerhupend die Straße befahren, wenden, erneut dauerhupend in entgegengesetzter Richtung fahren, und wieder wenden um nochmals dauerhupend weiter zu fahren.

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Kanada: Wut über Jagdeinschränkungen nach tödlicher Eisbär-Attacke

+++ Wolfsabschuss in Dänemark: Anklage fordert Gefängnisstrafe ohne Bewährung +++ Rheinland-Pfalz: Jäger fordern Erhöhung der Abschussprämie für Schwarzwild +++

Im Nunavut-Territorium im Norden Kanadas ist ein Mann von einem Eisbären getötet worden. Die aus drei Inuit bestehende Jagdgesellschaft war am Dienstag, dem 21. August von Naujaat aufgebrochen, um Narwale und Karibus zu jagen. Als die Männer am Donnerstag nicht wie angekündigt zurückgekehrt waren, machten sich Rettungstrupps auf die Suche nach den Männern. Treibeis behinderte die Rettungsboote, so dass erst der Hubschrauber eines von der Küstenwache eingesetzten Eisbrechers die Überlebenden ca. 100 Kilometer von der Küste entfernt im Lyon Inlet aufspürte. Drei Tage lang hatten sie dicht zusammengedrängt in ihrem Boot überlebt, den Leichnam ihres getöteten Freundes bewachend, während vier weitere Bären das Boot umkreisten. Packeis und mechanische Probleme mit dem Bootsmotorhatten ihre Rückkehr verhindert. Die kanadische Polizei teilte mit, dass die Eisbärin und ihr Jungtier in Folge des Vorfalls erschossen wurden. Es blieb offen, ob die angegriffenen Jäger, die Rettungsmannschaften oder die Polizei die Abschüsse getätigt haben. Drei weitere Eisbären, die, vom Blutgeruch angelockt, in der Umgebung auftauchten, wurden in den folgenden Tagen ebenfalls erschossen.

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Die Rache des überfahrenen Fuchses

Ein überfahrener und infolgedessen toter Fuchs lag auf der Fahrbahn der Bundesstraße 189 bei Stendal (Sachsen-Anhalt). Eine 49-jährige Osterburgerin erkannte überfuhr ihn nochmals. Als ein Reifen plötzlich Luft verlor, fuhr sie in eine Werkstatt. Dort stellte ein Mitarbeiter im Profil des Reifens den Zahn eines Tieres fest. Der Sachverhalt wurde aufgenommen, der Reifen wurde repariert.

In Wesel (NRW) hat ein Fuchs versucht, sich Zugang zu einem Zelt zu verschaffen, in dem ein Vater mit seinem 14jährigen Sohn im Garten zeltete. Der Rotrock kratzte intensiv an der Zeltwand herum. Dabei verletzte er – vermutlich mit seinen Krallen – den im Zelt schlafenden 14jährigen leicht am Arm. Der Fuchs unternahm mindestens vier Versuche, in das Zelt zu gelangen. Experten führten das ungewöhnliche Verhalten laut nrz.de auf Wasser- und Futtermangel aufgrund der Trockenheit zurück. PM/red.

Beitragsbild: Fuchszahn in Reifendecke. Foto: Polizei

 

Polen: Wolf soll zwei Kinder gebissen haben

Im Dorf Strzebowiska in den Bieszczady-Bergen (Woiwodschaft Karpatenvorland (województwo podkarpackie)) soll ein Wolf am Dienstag Abend zwei Kinder, ein acht Jahre altes Mädchen und einen zehn Jahre alten Jungen, gebissen haben. Polnischen Medienberichten zufolge sollen die Kinder bei dem Angriff Bisswunden erlitten haben. Sie befinden sich nicht in Lebensgefahr, wurden jedoch in ein Krankenhaus in Lesko eingeliefert. Nach Rücksprache mit dem Umweltministerium habe die Regionaldirektion das Tier zum Abschuss freigegeben. Ein Forstbediensteter führte mit Unterstützung der Polizei eine Jagd auf das Tier durch, der Wolf wurde dabei erschossen. Bereits Mitte Juni soll es in der Region  in einem privaten Resort in Wetlin einen Beißvorfall mit einem Wolf auf einem Zeltplatz gegeben haben, bei dem eine Touristin gebissen wurde. Der Fernsehsender tvn24 berichtet ebenfalls über den Vorfall, bezieht sich bei seiner Berichterstattung aber auf den Bericht des Radiosender rmf24 (Beitragsbild). Zunächst gab es keine weitere Bestätigungen für den Vorfall, mittlerweile haben aber diverse andere polnische Medien das Thema aufgegriffen. tvn24.pl zufolge hat ein Sprecher der Landespolizeizentrale in Rzeszów den Vorfall gegenüber der Chefredaktion von tvnmeteo.pl bestätigt. Der erlegte Wolf soll auf mögliche Krankheiten wie Tollwut untersucht werden.

Update: Nach einem Bericht von wiadomosci.wp.pl soll der Vorfall sich in Przysłup ereignet haben, wenige hundert Meter von Strzebowiska entfernt. Die Kinder hätten bei dem Angriff leichte Verletzungen an den Beinen davongetragen. Es seien Zweifel geäußert worden, ob es sich bei dem Tier um einen Wolf oder einen Hund handle. red.

 

Meldung zum angeblichen Bissvorfall auf tvn24.pl (Screenshot)

Beitragsbild: Bericht über Bissvorfall auf rmf24.pl

London: Fuchs frisst Frau (versucht es zumindest)

Im Londoner Stadtteil Clapham ist eine Frau nachts im Schlaf von einem Fuchs gebissen worden. Die 22 Jahre alte Jodie Nailard schrak gegen 5.30 Uhr früh aus dem Schlaf, weil sie einen stechenden Schmerz in ihrem linken Bizeps wahrnahm, berichtet die DailyMail. Noch halb im Schlaf berührte sie ihren Arm und bemerkte das Blut. Dann bewegte sie ihre Füße, weil der Fuchs auf dem Fußende des Bettes saß. Sie schrie und weinte und trat um sich, woraufhin der Fuchs hinter den Vorhang flüchtete. Das Schlafzimmer von Jodie Nailard liegt im Erdgeschoss und hat keine Fenster, deshalb stand die Terrassentür einen ca. 12 Zentimeter breiten Spalt offen. Inzwischen war Nailards Freund aufgewacht. Gemeinsam schrien sie den Fuchs an und bewarfen ihn mit Kissen, was ihn aber zunächst nicht veranlasste, seine Stellung hinter dem Vorhang aufzugeben. Irgendwann entschwand er dann doch durch die Terrassentür. Nailard erlitt bei dem Vorfall sechs stichartige Verletzungen und einen Bluterguss.

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Bayern: Wildschweine greifen Hunde an

Ein Hund tot, fünf weitere schwer geschlagen

In Lauf an der Pegnitz (Landkreis Nürnberger Land) ist eine Hundetrainerin bei einem  Spaziergang mit acht Hunden von Wildschweinen attackiert worden. Ein Hund überlebte den Angriff nicht, fünf weitere sind schwer verletzt worden. Die 33jährige, die auch eine Hundepension betreibt, war in einem Waldstück in Letten, einem Ortsteil von Lauf an der Pegnitz unterwegs. Der Vorfall ereignete sich am Montag Abend. Die Hundetrainerin war einem Bericht des Onlineportals nordbayern.de zufolge auf dem Rückweg zu ihrem Auto, als ein Wildschwein zuerst einen frei laufenden, aber Maulkorb tragenden Rottweiler-Rüden annahm. Ein weiteres Wildschwein kam hinzu, ein drittes hielt sich am Rand des Weges im Hintergrund. Erst als zwei Jogger zu Hilfe kamen und – ziemlich mutig – auf die Wildschweine eintraten, ließen die Sauen von den Hunden ab.

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Dürfen Hundeführer ihren Jagdhund gegen Wolfsangriffe verteidigen?

Die Tötung einer Bracke auf einem sächsischen Truppenübungsplatz hat die Frage aufgeworfen, wie die Rechtslage ist, wenn man seinem von einem Wolf angegriffenen Hund zu Hilfe kommen muss. In Schweden, bekanntlich ein EU-Land, in dem Wölfe dem selben strengen Schutzstatus unterliegen wie in Deutschland, ist die Sache in vorbildlicher Eindeutigkeit geregelt: In § 28 der schwedischen Jagdverordnung heißt es dazu: Greift ein Raubtier wie Bär, Wolf, Vielfraß oder Luchs Haustiere an, oder besteht vernünftiger Grund zu der Annahme, dass ein solcher Angriff bevorsteht, so dürfen geeignete Maßnahmen ergriffen werden, das Raubtier zu vergrämen. [Om något av rovdjuren björn, varg, järv eller lo angriper tamdjur eller om det finns skälig anledning att befara ett sådant angrepp, får åtgärder vidtas för att skrämma bort rovdjuret.]

Vergleichbare Regelungen für Deutschland gibt es bislang nur in der Brandenburger Wolfsverordnung, in deren § 1 die Vergrämung von Wölfen geregelt wird.  Demnach dürfen Wölfe, „die sich Weidetierbeständen, die nach den Vorgaben der „Mindeststandards beim Schutz von Weidetierbeständen vor Wolfsübergriffen“ des brandenburgischen Wolfsmanagements geschützt sind, bis auf weniger als 30 Meter annähern, mit dazu geeigneten Methoden und Geräten nach Maßgabe der §§ 3, 4 Absatz 1 und 5 vertrieben werden, sofern die Wölfe hierdurch nicht ernsthaft verletzt werden.“

Die Tötung eines Problemwolfs setzt jedoch einen entsprechenden behördlichen Beschluss voraus. Doch welches Recht hat ein Hundeführer, der seinem von einem Wolf angegriffenen Jagdhund zu Hilfe kommt?

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Niedersachsen: Luchs greift Hund an, Frauchen vertreibt ihn

+++ Bayern: Räudiger Fuchs schläft auf Sofa +++ Mecklenburg-Vorpommern: Vater weicht Reh aus, 9jähriger Sohn stirbt bei Wildunfall +++ NRW: Nabu-Kreisgruppenleiter verteidigt Wildschweinjagd +++ Sachsen: Wolf reißt zwölf Stück Damwild in Gehege +++

In Förste, einem Ortsteil von Osterode am Harz (Landkreis Göttingen) hat am Montag ein Luchs einen frei laufenden Hund angegriffen. Dessen Besitzerin hatte einen Spaziergang in der Umgebung des Dorfs unternommen, als der Luchs aus dem Gebüsch sprang und den Hund attackierte. Der Hundebesitzerin gelang es, den Luchs mit der Hundeleine abzuwehren. Der Hund wurde bei dem Vorfall nicht verletzt. Der Leiter des Luchsprojekts erklärte gegenüber dem NDR, dass der Luchs in dem Gebüsch ein gerissenes Reh abgelegt habe und sich von dem Hund vermutlich gestört gefühlt habe. Am Ort des Geschehens wurde eine Kastenfalle aufgestellt, die mit dem gerissenen Reh beködert wurde. So sollte der Luchs gefangen und ggf. besendert werden. Der Plan ging jedoch nicht auf, die schlaue Katze ließ sich nicht wieder blicken. SE

Beitragsbild: Luchs im Bayerischen Wald, Copyright: Martin Mecnarowski (http://www.photomecan.eu/, Quelle: Wikipedia, veröffentlicht unter der Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported Lizenz.

Grizzly attackiert Bogenjäger

In der Gravelly Range im US-Bundesstaat Montana ist am Montag ein Bogenjäger von einem Grizzly attackiert und schwer verletzt worden. Der 57jährige Tom Sommer war mit einem Jagdfreund in dem abgelegenen Gebirgszug auf Wapitijagd, als sie den Bär entdeckten, der an einem Wapiti-Kadaver fraß. Der Bär griff sofort an, biss Sommer in den Oberschenkel, zerfetzte mit einem Prankenhieb sein Handgelenk und brachte ihm schließlich eine 41 Zentimeter lange klaffende Wunde am Kopf bei, die mit 90 Stichen (!) genäht werden musste. Sommers Jagdkumpan schaffte es, eine Dose mit Bärenspray zu leeren, was den Angriff etwas verlangsamte. Sommer selbst, so ist in der New York Times zu lesen, griff nach seiner Bärenspraydose so schnell, dass er es nicht schaffte, die Sicherung zu entriegeln. Während des Angriffs habe er es sich nicht erlauben können, nach unten auf die Dose zu gucken. Er rannte zweimal um einen Baum herum, wobei der die Dose verlor.

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Berlin: Keiler greift Spaziergänger an

Mehrere schwere Unfälle mit Wildschweinen

In einem Hundeauslaufgebiet im Norden Berlins sind ein 73 Jahre alter Mann und sein Hund durch den Angriff eines Wildschweins schwer verletzt worden. Einem Bericht der BZ zufolge hatte der Airdale-Terrier des Rentners einen 120-Kilo-Keiler im Schlaf überrascht. Der Keiler packte den Hund, als dessen Besitzer das jämmerliche Klagen des Hundes hörte, eilte er hinzu und wurde selbst attackiert. Der Herr kam ins Krankenhaus, der Hund in die Tierklinik, inzwischen sind beide wieder wohlauf.

Weniger glimpflich ging die Kollision eines Rollerfahrers mit einem Wildschwein in NRW aus: Bereits am Donnerstagmorgen gegen 05:50 Uhr fuhr ein 58-jähriger Mann mit seinem Motorroller auf der 516 von Mühlheim in Richtung Belecke (Kreis Soest). In Höhe der Einmündung Erley querte ein Wildschwein die Fahrbahn. Es kam zur Kollision zwischen dem Wildschwein und dem Motorroller. Dabei stürzte der 58-Jährige auf die Fahrbahn. Trotz notärztlicher Erstversorgung erlag der Mann noch am Unfallort seinen schweren Verletzungen.

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Umsiedlung von “Problembär” in Trentino beschlossen

Der Bär, der am Samstag einen 69 Jahre alten Mann in der italienischen Region Trentino gebissen hat, soll umgesiedelt werden. Der Mann war in den Dolomiten im Gebiet zwischen den Seen Lago di Lamar und Lago di Terlago mit seinem Hund unterwegs, als der Bär ihn attackierte und in den Arm biss. Der Trentiner Landeshauptmann Ugo Rossi hat einen Erlass die “Entfernung” des Exemplars angekündigt. Wie die Tiroler Tageszeitung berichtet,  will die autonome Provinz Trient die Regeln im Umgang mit Braunbären  grundsätzlich ändern. Angestrebt werde “mehr Freiheit beim Fang und der Tötung gefährlicher Braunbären.” In Anbetracht der zunehmenden Bärenzahl – in der Region leben zirka 50 Braunbären – würden die bestehenden Regeln bei weitem nicht ausreichen. Die Ankündigung der Behörden, die Zahl der Braunbären in dem Gebiet zu reduzieren, rief wütende Proteste von Tierschützern hervor. Der Bär, der am Samstag zubiss, soll nach Möglichkeit eingefangen und in ein anderes Gebiet umgesiedelt werden. SE

Beitragsbild: Internetseite der autonomen Region Trento zum Umgang mit Bären und anderen großen Fleischfressern. (Bildschirmfoto, Ausschnitt)

Alaska: Zwei tödliche Schwarzbär-Attacken in zwei Tagen

In Alaska sind zwei Menschen von Schwarzbären getötet worden. Das erste Opfer war der 16jährige Patrick Cooper, der am 18.6. am Robert Spurr Memorial Hill Climb, einem Geländelauf im Chugach State Park teilnahm. Der Junge hatte offenbar unbemerkt von anderen Läufern den Trail verloren und war in dichtem Buschland umhergeirrt. Er schrieb seiner Familie eine Textnachricht, dass er von einem Bär verfolgt wurde. Sofort machte sich ein Team von Helfern, darunter die Mutter des Jungen, auf die Suche. Sie fanden mit Hilfe der Ortungsfunktion des Mobiltelefons zwei Stunden später die Leiche Coopers. Er war nach Angaben des Alaska Department of Fish & Wildlife, der Jagd- und Fischereibehörde des US-Bundesstaats, von einem männlichen Schwarzbären gezielt angegriffen worden. Experten versuchen derzeit, den Bär aufzuspüren, der “definitiv getötet werden solle”, wie Ken Marsh,ein Mitarbeiter von Fish & Wildlife gegenüber dem National Geographic erklärte.

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Wien: Keiler randaliert auf Kinderspielplatz

Update: Petition fordert “Justiz” für getötetes Wildschwein…

Petition “Justiz für Wildschwein” auf Change.org. (Bildschirmfoto, Ausschnitt)

Update: Wenige Stunden nach dem Abschuss eines Wildschweins in Wien, das kurz zuvor Kinder auf einem Spielplatz in die Flucht geschlagen hatte (s.u.), regt sich Protest: Eine Michelle Missbauer hat auf Change.org eine Petition gestartet, die sich an die Staatsanwaltschaft Wien richtet und Gerechtigkeit für den erlegten Keiler fordert. “Das Veterinäramt hat den Abschuss freigegeben!”, erregt sich die Petentin: “Laut den Aussagen der Leute, die vor Ort waren, sei das Wildschwein jedoch in keinster Weise aggressiv” gewesen! Die Zeitung habe bei der Berichterstattung “nicht die Wahrheit verfasst, weil die Kommentare der Leute eine andere Sprache sprechen!” Und natürlich: “Die Behörden haben versagt!” Eine Strafe sei das Mindeste, was nun gefordert wird, für dieses sinnlose Töten, meint Missbauer. Schon 108 Unterstützer haben die Petition gezeichnet, seit diese vor 16 Stunden (Stand 29.05. 11:05 Uhr) gestartet wurde.

Ein angeblich 250 Kilogramm schwerer Keiler hat am Samstag Abend Kinder auf einem Spielplatz im Gemeindbezirk Donaustadt im Norden Wiens attackiert. Das berichtet das Onlineportal Nachrichten.at. Der Keiler sei “wie aus dem Nichts” gegen 20.45 auf dem Spielplatz erschienen und auf die Kinder losgestürmt. Die Kinder rannten weg, der Keiler schob sich in einem Gebüsch im Innenhof eines Gemeindebaus ein. Nach missglückten Versuchen, den angriffslustigen Keiler lebend zu fangen, wurde er mit Polizeihunden aus seinem Versteck gescheucht und von einem Mitglied der österreichischen SEK-Einheit Cobra vom Dach eines Polizeibusses aus erschossen. Zuvor sei die Wohnanlage wegen Gefahr im Verzug weiträumig abgesperrt und Polizeibeamte in den Treppenhäusern postiert worden, um sicherzustellen, dass kein Anwohner das Haus verlasse. Ein Polizeisprecher vermutete im Gespräch mit Nachrichten.at, dass der Keiler aus der Lobau, einem Donau-Auengebiet nordöstlich von Wien eingewandert sei.

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Kanada: Jäger filmt Schwarzbär-Attacke

Bogenjäger Richard Wesley war auf einer Frühlingsjagd am Fire River in der kanadischen Provinz Ontario, als ein stattlicher Schwarzbär in Anblick kommt. Als das Tier sich nähert, springt Wesley auf und schreit: “Normalerweise machen Schwarzbären eine Rolle rückwärts, wenn sie einen Menschen auch nur wittern”, berichtet Wesley, “Aber der Typ hier hat mich ziemlich gründlich durch die Mangel gedreht.” Glücklicherweise gelang es Wesley, dem Bär seinen Bogen ins Maul zu rammen und so den Angriff abzuwehren: Außer einem angeschrammten Ellebogen und einem ebensolchen Ego habe er keine weiteren Schäden davongetragen, schreibt Wesley auf YouTube.

Video: Richard Wesley/YouTube

Rügen: Jäger mit Axt angegriffen

Weil er “die Tiere im Gras töte”, ist ein Jäger nach einer Drückjagd bei Rappin auf Rügen von einem Anwohner mit einer Axt angegriffen worden, wie die Ostsee-Zeitung berichtet. Demnach musste der Weidmann, als er nach der Jagd die Heimreise antreten wollte, einem geparkten Fahrzeug ausweichen, indem er den Plattenweg verließ und den Grasstreifen neben dem Plattenweg befuhr. Der Anwohner beschimpfte den Jäger als “Mörder”, und verschwand schließlich in seiner Behausung, um alsbald wieder hervorzukommen, einen “axtähnlichen Gegenstand” schwenkend. Der Jäger verständigte die Polizei. Laut Ostsee-Zeitung gab der Anwohner bei der Polizei zu Protokoll, sich über die Drückjagd geärgert zu haben. SE

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Schweiz: Rehbock greift Menschen an

In der Schweizer Gemeinde Collonge Bellerive im Kanton Genf hat ein Rehbock innerhalb von zwei Tagen vier Menschen angegriffen. Ein Bauarbeiter erlitt bei der Bock-Attacke einem Bericht des Internetportals 20minuten zufolge so schwere Verletzungen, dass die Wunde im Krankenhaus genäht werden musste. Der aggressive Bock wurde erschossen und ohne Befund auf Wildkrankheiten und Parasiten untersucht. SE

Beitragsbild: Rehbock, erlegt. Foto: SE

Bei Gartow: Wölfe sollen Jogger “angeknabbert” haben

Bei Gartow im niedersächsischen Landkreis Lüchow-Dannenberg sollen Wölfe einen Jogger “angeknabbert” haben. Das berichtet die Lüneburger Landeszeitung (LZ). Der Vorfall soll sich bereits am ersten Weihnachtsfeiertag ereignet haben, wie der NDR unter Berufung auf die LZ berichtet. Demnach habe der Jogger Kopfhörer getragen und die Annäherung der Wölfe nicht bemerkt. Zwei Jungwölfe sollen sich dem Jogger genähert und ihn leicht am Daumen verletzt haben. Er habe die Tiere dann mit Tritten, lautem Schreien und Ästen verscheuchen können. Dem Bericht zufolge bestätigte der zuständige Wolfsbeauftragte Peter Burckhardt, dass der Vorfall offiziell gemeldet worden sei. Der Wolfsbeauftragte befürwortete eine Tötung der auffälligen Jungwölfe.

Beitragsbild: Hinweis auf den Beitrag auf der Facebook-Seite der LZ.

 

DNA-Nachweis erbracht: Fohlen in der Oranienbaumer Heide von Wolf angegriffen

Pressemitteilung des Landesamtes für Umweltschutz Musterbeispiel für Orwellsches Neusprech.

Im Juni dieses Jahres wurde auf einem ehemaligen Militärgelände in der Oranienbaumer Heide bei Dessau-Roßlau (Sachsen-Anhalt) ein verletztes, wenige Tage altes Fohlen angetroffen, das Bissverletzungen aufwies. Jetzt ist durch eine DNA-Analyse der Nachweis erbracht worden, dass das Fohlen von einem Wolf verletzt wurde. Das Fohlen wurde bei dem Angriff verletzt, ist inzwischen aber wieder wohlauf. Vermutlich konnten die Alttiere in der Pferdeherde den Wolfsangriff abwehren. Das teilt das Landesamt für Umweltschutz in einer Presseerklärung mit.

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Italien: Wildschwein tötet Spaziergänger

Risiken der ausufernden Wildschweinpopulation zu lange ignoriert: “Katastrophe mit Ansage”

In der Nähe der Stadt Cefalù auf Sizilien hat eine Rotte Wildschweine am Samstag Morgen gegen 8.30 Uhr ein älteres Ehepaar angegriffen. Der 77jährige Salvatore Rinaudo überlebte die Attacke nicht. Medienberichten zufolge hatte das Paar mit seinen Hunden einen Spaziergang unternommen, als sie auf die Rotte trafen. Die Hunde bellten die Wildschweine an, worauf die Sauen angriffen. Als der Mann versuchte, seinen Hunden zu helfen, wurde er ebenfalls attackiert. Ein Keiler fügte ihm tödliche Verletzungen zu. Die Frau wurde beim Versuch, ihren Mann zu retten ebenfalls verletzt. Rosa Rinaudo, 73, kam mit Prellungen und Bisswunden vor allem an Bauch und Beinen in ein Krankenhaus, sie steht unter Schock.

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Berlin: Bache beißt Rentner krankenhausreif

Im waldreichen Bezirk Reinickendorf im Norden Berlins ist am gestrigen Sonntag Vormittag gegen 10.30 Uhr eine Bache durch das offen stehende Gartentor in einen Vorgarten eingedrungen. Dort rannte sie zunächst einen 48jährigen Bewohner um und durchbrach den Zaun zum Nachbargrundstück. Als die Bache den 78 Jahre alten Vater des bereits niedergestreckten Bewohners erblickte, nahm sie ihn sofort an und biss ihn ins Bein. Der Rentner musste mit Bissverletzungen am Bein ins Krankenhaus eingeliefert werden. Nach dem Angriff schob sich die Sau in einem Gebüsch auf dem Privatgrundstück ein. Der herbeigerufene Stadtjäger brachte sie zur Strecke.

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