Schlagwort-Archive: angeschossen

Niedersachsen: Rentner in seinem Haus angeschossen

Am Dienstagmorgen wurde in der Deepener Straße in Westervesede (Landkreis Rotenburg / Wümme) ein Anwohner durch einen Jagdunfall leicht verletzt. Gegen 7.30 Uhr hatte der Rentner einen Anbau seines Wohnhauses betreten und im Anschluss einen lauten Knall wahrgenommen. Geschockt stellte der Mann fest, dass er im Hüftbereich eine blutende Wunde aufwies. Mit einem Krankenwagen wurde der Verletzte zur Behandlung ins Rotenburger Krankenhaus gebracht. Bei der Tatortaufnahme der Rotenburger Kriminalpolizei konnte in einer Wand des Anbaus ein Projektil festgestellt werden. Nach Auskunft eines Experten des Landeskriminalamtes Niedersachsen dürfte es sich hierbei vermutlich um Jagdmunition handeln. Die weiteren Ermittlungen ergaben, dass ein Jagdausübungsberechtigter aus Nordrhein-Westfalen durch eine Schussabgabe für die unbeabsichtigten Verletzungen verantwortlich sein dürfte. Gegen ihn wurde ein Ermittlungsverfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung eingeleitet. PM

Beitragsbild: Jagdmunition (Symbolbild). Foto: SE

NRW: Angeschossener Treiber verklagt Jäger

+++ Brandenburg: Strafe für Geschmacksverirrung? Wildunfall mit “Riesenkeiler” nach Konzert der Kelly Family +++ Bayern: Fuchsräude im Landkreis Oberallgäu +++ Niedersachsen: Polizei erschießt Hund auf A29 +++ 

Ein heute 77 Jahre alter Treiber hat einen zur Tatzeit im Jahr 2016 22 Jahre alten Jäger auf 20.000 Euro Schmerzensgeld sowie eine monatliche Schmerzensgeldrente in Höhe von 200 Euro verklagt. Der Treiber hatte auf einer Fuchsjagd in dem Mönchengladbacher Stadtteil mit dem schönen Namen Kothausen versucht, einen Fuchs aus einer Strohmiete herauszudrücken. Dies gelang ihm – leider, muss man wohl sagen – denn als der Fuchs flüchtig abging, konnten zwei Jäger den Schuss nicht halten, wobei der 77-jährige getroffen wurde – ob von beiden oder welchem von beiden ist unklar. Wie RPonline berichtet, haben der 22-jährige und ein 84 Jahre alter Jäger ungefähr gleichzeitig geschossen. Allerdings bekannte sich zunächst nur der jüngere der beiden zu seinem Schuss. Der 84-jährige stand, nachdem der angeschossene Treiber schreiend aus der Miete gefallen war, eigenen Angaben zufolge unter Schock und konnte daher weder dem Verletzten helfen noch sich dazu bekennen, ebenfalls geschossen zu haben. Der 22-jährige hingegen sagte dem Opfer des Jagdunfalls sowohl vor Ort, als auch bei einem späteren Krankenhausbesuch, dass es ihm leid tue – womit er, wie er später präzisierte, allerdings lediglich meinte, überhaupt geschossen zu haben. Erst später erfuhr er von einem anderen Jagdteilnehmer, dass auch ein zweiter Jäger geschossen habe.

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Polen: Deutscher Jagdgast angeschossen

+++ Südafrika: Vergiftete und verstümmelte Löwen auf Jagdfarm gefunden +++ 

In einem Waldgebiet in der Nähe der Ortschaft (Woiwodschaft Oppeln, Oberschlesien) ist am Sonntag ein deutscher Jagdgast bei einer Drückjagd angeschossen worden. Medienberichten zufolge ist der 67 Jahre alte Mann von dem Schuss eines anderen Jägers im Brustkorb getroffen worden. Es habe jedoch keine Lebensgefahr bestanden. Der Verletzte wurde mit einem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus geflogen. red.

Beitragsbild: Jagd (Symbolbild). Foto: SE

Niedersachsen: Jogger bei Treibjagd angeschossen

Am Samstag Nachmittag ist ein Jogger auf einem öffentlichen Weg bei Schneverdingen (Landkreis Heidekreis), zwischen Lünzen und Schülern, während einer dort stattfindenden Treibjagd durch einen Schrotschuss am Bein verletzt worden. Das teilt die Polizei mit. Der 51-jährige Jogger lief auf einem öffentlichen Weg, auf dem durch Warnschilder auf die Jagd hingewiesen wurde. Der Mann wurde in einem Krankenhaus in Buchholz behandelt. Ein Ermittlungsverfahren gegen den Schützen ist eingeleitet worden. PM

Beitragsbild: Schrotpatronen (Symbolbild). Foto: SE

Die Red. dankt JAWINA-Leser HW für den Hinweis!

Saarland: Islandpferd vermutlich angeschossen

Am Samstag Morgen entdeckten Jagdteilnehmer auf einer Weide im Wald bei Thailen, einem Ortsteil von Weiskirchen (Landkreis Merzig-Wadern), ein schwer verletztes Islandpferd. Das Pferd hatte eine tiefe Verwundung, die wie eine Schussverletzung aussah. Die sofort verständigte Tierärztin schläferte das Tier aufgrund der Schwere seiner Verletzungen ein. Medienberichten zufolge vertrat auch die Tierärztin die Ansicht, dass es sich um eine Schussverletzung handeln könnte. Die Pferdekoppel liegt auf einer Waldlichtung, in dem umgebenden Waldgebiet hatte an dem Morgen eine Jagd stattgefunden. Die Polizei hat Ermittlungen aufgenommen. red.

Beitragsbild: Islandpferd mit Fohlen (Archivbild). Foto: SE

Schweden: Jäger nach Schuss auf Jogger zu Gefängnisstrafe verurteilt

+++ Bayern: Jäger beim Abbauen eines Hochsitzes schwer verletzt +++ Schleswig-Holstein: FDP fordert Aufnahme des Wolfs ins Jagdrecht +++

Der norwegische Jagdgast, der im April 2019 in Schweden einen joggenden Rentner durch einen Schuss verletzte, ist vom Landgericht Helsingborg zu einer Gefängnissstrafe von 12 Monaten verurteilt worden. Außerdem muss der Jäger dem 76-jährigen Rentner Schmerzensgeld in Höhe von 38.600 Schwedischen Kronen, umgerechnet etwa 3700 Euro, zahlen. Der Jäger hatte den Mann durch ein in Schweden verbotenes Wärmebildzielfernrohr anvisiert und nach eigenen Angaben für ein Fuchs oder ein Reh gehalten (JAWINA berichtete). Das Gericht sah das von dem Wärmebild-ZF aufgezeichnete Video nicht als ausreichenden Beweis für einen Mordversuch an, der Jäger wurde daher wegen fahrlässiger Körperverletzung verurteilt. Beim Strafmaß wurden auch diverse schwere Jagdvergehen wie der Einsatz des verbotenen Nachtzielgeräts und Schonzeitvergehen berücksichtigt. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. red.

Beitragsbild: Standbild aus dem Video des Wärmebild-Zielfernrohrs. Foto: Polizei

Schweden: Norwegischer Jäger schiesst mit Wärmebild-ZF auf Jogger

Am 29. November 2018 wurde der 76 Jahre alte Rentner Olle Rosdahl beim frühmorgendlichen Joggen in Klippan (Provinz Skåne län) von einem Geschoss aus einer Jagdwaffe an der Hüfte getroffen. Nun muss sich ein 48 Jahre alter Jäger aus Norwegen wegen versuchten Mordes für die Tat verantworten.

Nach dem Schuss bricht der Rentner mit nicht lebensbedrohlichen Verletzungen zusammen und schreit: “Warum schießt du?” Er habe Angst gehabt, dass der Schütze herantritt und ihm den Gnadenschuss setzt, berichtet Rosdahl in der schwedischen Zeitung svt Nyheter. Der norwegische Jagdgast versteckt sich nach der Tat im Unterholz, wird erst Stunden später nach einer groß angelegten Suchaktion mit Spezialeinheiten und einem Hubschrauber gefunden. Der Rentner wurde derweil in ein Krankenhaus nach Helsingborg geflogen, wo seine Schussverletzung versorgt wurde. Der Schütze gab dem Zeitungsbericht zufolge erst an, dass er glaubte, auf einen Fuchs geschossen zu haben. Später revidierte er seine Aussage und erklärte, den Jogger für ein Reh gehalten zu haben. Die auf svt Nyheter veröffentlichten Aufnahmen des Wärmebild-ZFs zeigen jedoch ziemlich deutlich eine aufrecht gehende zweibeinige Gestalt.

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Niedersachsen: Jogger angeschossen – Verwaltungsgericht bestätigt Entziehung von WBK und Jagdschein

Baden-Württemberg: Wolf im Neckar-Odenwald-Kreis nachgewiesen +++ Brandenburg: Wolf reißt Schafe neben Seniorenheim – “Angst macht sich breit” +++ Russland: Mehr als 1000 Rentiere in Sibirien gewildert +++

Gericht lehnt Eilantrag des Jägers gegen Ungültigkeitserklärung und Einziehung seines Jagdscheins ab

Mit einem heute (18.02.) den Beteiligten zugestellten Beschluss hat die 11. Kammer des Verwaltungsgerichts einen Antrag auf vorläufigen Rechtsschutz eines Jägers abgelehnt, aus dessen Waffe sich unstreitig im letzten Juli in der freien Landschaft bei Lauenhagen ein Schuss gelöst und einen in ca. 400 Meter Entfernung in Begleitung seiner drei Kinder joggenden Mann am Kopf gestreift hatte. Der Landkreis Schaumburg als zuständige Jagdbehörde hatte nach umfangreichen eigenen und polizeilichen Ermittlungen mit Verfügung vom 17.12.2018 mit sofortiger Wirkung den Jagdschein des Jägers für ungültig erklärt und dessen Einziehung verfügt. Zur Begründung hat er darauf verwiesen, dass dem Jäger die gemäß § 5 Abs. 2 des Waffengesetzes und damit zugleich nach § 17 Abs. 1 des Bundesjagdgesetzes erforderliche waffen- bzw. jagdrechtliche Zuverlässigkeit fehle. Nach dem ermittelten Sachverhalt sei davon auszugehen, dass er mit der Waffe nicht hinreichend angemessen vorsichtig und sachgemäß umgegangen sei.

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Niedersachsen: Jogger angeschossen – Jäger muss Jagdschein und WBK abgeben

Ein Jäger, der im Jui 2017 einen Jogger angeschossen hat, soll nach dem Willen der Unteren Jagdbehörde des Landkreises Schaumburg seine waffenrechtlichen Erlaubnisse verlieren. Die Entscheidung der UJB ist noch nicht rechtskräftig. Den polizeilichen Ermittlungen zufolge hat der Jäger beim Hantieren mit dem Kleinkalibergewehr einen Schuss ausgelöst, der den 31-jährigen joggenden Familienvater am Hinterkopf traf. Im Beisein seiner Kinder – der vier Jahre alte Sohn fuhr auf dem Fahrrad mit, zwei kleinere schob der Jogger in einem speziellen Kinderwagen – brach der Mann getroffen zusammen. Er wusste zunächst nicht, was ihn getroffen hatte, vermutete einen Angriff eines aggressiven Greifvogels, bis Ärzte bei der Untersuchung eine Schussverletzung diagnostizierten. Aus einem Bericht der Schaumburger Nachrichten geht hervor, dass sich der Schuss beim Entladen der Waffe gelöst hat. Der Unglücksschütze hat sich nach Aussage des verletzten Joggers damit zu entschuldigen versucht, dass “Entladungsfehler bei der Polizei andauernd passierten”.

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Österreich: Treiber angeschossen

+++ Bayern: Leitersprosse angesägt – Jäger bei Sturz von Hochsitz “mittelschwer” verletzt +++ Nabu: Kiebitz seit 1992 um 88 Prozent zurückgegangen +++ Schleswig-Holstein: Mindestens zwei Wölfe angesiedelt +++ Birgit von Bambi Rescue meint: Mehr Wild für den Wolf lassen +++ Schweiz: Wölfe breiten sich im Kanton St. Gallen aus +++ Schweiz: Alkoholisierter Jäger soll Waffe auf Mountainbiker gerichtet haben +++ Schleswig-Holstein: Nabu klagt erfolgreich gegen Weiterbau der A20 +++

Am 27. Nov. 2018, gegen 07.20 Uhr, gab ein 60-jähriger Jäger in Weissenbach/Triesting, Bezirk Baden, einen Schuss auf einen Rothirsch ab. Nachdem der angeschossene Hirsch flüchtete, nahm der Schütze eine Bewegung in einem Gebüsch wahr und nahm an, dass es sich dabei um den angeschossenen Hirschen handeln würde. Deshalb gab er einen weiteren Schuss in diese Richtung ab. Tatsächlich traf er aber einen 59-jährigen Treiber, der schwere Verletzungen an der rechten Hand (Zertrümmerung des rechten Ellbogens sowie der rechten Speiche) erlitt. Er wurde in das UKH Meidling eingeliefert.

Ein an dem Jäger durchgeführter Alkotest verlief negativ, er wird an die Staatsanwaltschaft Wiener Neustadt angezeigt. PM

Beitragsbild: Erlegter Rothirsch (Symbolbild). Foto: SE