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NRW: Krankgeschossenes Wildschwein beisst Friedhofsbesucher

+++ Sachsen-Anhalt: Streit um Vorfahrt – Jäger soll Autobesatzung bedroht haben +++

Bei Netphen (Kreis Siegen-Wittgenstein) hat am Samstag Mittag ein Wildschwein auf einem Friedhof in Dreis-Tiefenbach einen Mann ins Bein gebissen und verletzt. Danach flüchtete die Bache nach Siegen-Weidenau, von dort in den Stadtteil Bürbach und schließlich in den Stadtteil Hain, wo sie erneut Menschen attackiert haben soll. In der Nähe der Siegener Oberstadt ist die Sau dann von Polizisten erschossen worden. Das Wildschwein war auf einer Drückjagd krank geschossen worden, wie der WDR berichtet. red.

Beitragsbild: Bache (Archivbild). Foto: SE

RLP: Jäger wegen Schuss auf Treiber verurteilt

Ein 78 Jahre alter Jäger aus dem Kreis Kaiserslautern ist vom Amtsgericht Zweibrücken wegen fahrlässiger Körperverletzung zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr und sechs Monaten verurteilt worden, die auf drei Jahre zur Bewährung ausgesetzt wurde. Der Verurteilte hatte bei einer Drückjagd im August 2017 auf ein Wildschwein in einem Maisfeld geschossen und einen Treiber unterhalb des linken Knies getroffen. Die Staatsanwaltschaft warf dem Jäger vor, den Schuss abgegeben zu haben, obwohl er nicht habe sehen können, wer oder was sich in dem Maisschlag aufhielt. Der 56jährige Treiber ist seitdem arbeitsunfähig und geht auf Krücken. Während der dreijährigen Bewährungsfrist muss der Jäger dem Opfer monatlich ein Schmerzensgeld in Höhe von 300 Euro zahlen sowie die Anwalts- und Gerichtskosten tragen. Der Anwalt des Jägers hat die Vorwürfe weitgehend eingeräumt. Der Mann hat seine Waffen seinem Sohn übereignet und Jagdschein und WBK abgegeben. red.

Beitragsbild: Erntejagd – eine riskante Angelegenheit. Foto: SE

Niedersachsen: Katze angeschossen – Jagdschein weg

Einem Jäger, der bei Höltinghausen (Landkreis Cloppenburg) eine Katze angeschossen und in eine Maisfeld geworfen hatte (JAWINA berichtete), sind Jagdschein und waffenrechtliche Erlaubnis entzogen worden. Die Katze hatte den Schrotschuss überlebt. Der Besitzer der Katze sprach den Jäger darauf an, der eine pampige Antwort gab. Die aus dem Maisfeld geborgene Katze musste dann vom Tierarzt eingeschläfert werden. Für das rohe und unweidmännische Vorgehen ist der Jäger in erster Instanz zu einer Geldstrafe in Höhe von 70, in zweiter Instanz zu 50 Tagessätzen à 70 Euro verurteilt worden. Obwohl die Strafe damit unter der Grenze von 60 Tagessätzen blieb, ab der die Zuverlässigkeit regelmäßig verneint wird, entzog die Behörde nun Jagdschein und WBK. Die Zuverlässigkeit werde ohnehin geprüft, erklärte eine Sprecherin der Landkreises auf Nachfrage von JAWINA. In diesem Fall hätte sei man zu dem Schluss gekommen, dass die waffenrechtliche Zuverlässigkeit nicht gegeben sei. red.

Beitragsbild: Katze. Foto: SE

Rheinland-Pfalz: Rind bei Treibjagd angeschossen

Nach Eseln und einem Islandpferd hat es nun ein Rind erwischt: Am Samstag Mittag wurde das Tier von einem Teilnehmer an einer Jagd in Altscheid (Eifelkreis Bitburg-Prüm) durch einen Schuss verletzt. Das Tier hatte eine Absperrung umgangen, die für die Jagd errichtet worden war. Das Rind wurde zunächst tierärztlich versorgt, wird aber voraussichtlich in den nächsten Tagen geschlachtet werden müssen. SE

Beitragsbild: Rind. Foto: SE

Österreich: Treiber bei Hundeprüfung angeschossen

+++ Österreich: Bergrettung rettet abgestürzten Jagdhund +++

Bei einer Jagdhundeprüfung im österreichischen Bundesland Kärnten hat ein 72 Jahre alter Teilnehmer an einer Jagdhundeprüfung einen ebenfalls an der Prüfung mitwirkenden 49jährigen Standtreiber angeschossen. Offenbar wurde gerade die Standruhe geprüft, bei der der an der Leine abgelegte Hund ruhig liegen bleiben muss, während sein Herr einen Schuss mit der Schrotflinte abgibt. Bei der Hundeprüfung im Bezirk St. Veit an der Glan hielt der Prüfling seine Flinte bereits entsichert in die Luft, als sein Hund aufsprang und losstürmte. Der Mann griff nach der Leine, wobei sich der Schuss löste. Zwar ging der Schuss in den Boden, doch der etwa 15 Meter entfernt stehende Treiber wurde von einigen Schrotkugeln getroffen. Wie der ORF berichtet, ist der Verletzte ins Krankenhaus nach Klagenfurt gebracht worden. Über die Schwere seiner Verletzungen ist nichts Näheres bekannt. SE

Beitragsbild: Hundeprüfung (Archivbild). Foto: SE

Baden-Württemberg: Angeschossener Keiler verletzt Nachsuchenführer schwer

In der Nacht von Sonntag auf Montag zwischen ein und zwei Uhr früh hat ein Jäger in einem Waldgebiet bei Jungingen (Zollernalbkreis) einen Keiler angeschossen. Der Schütze, der aus dem anspielungsreich benamsten Killertal stammt, hatte zuvor bereits eine weitere Wildsau auf den Getreide- und Maisfeldern, in den Wildschweine massiv zu Schaden gehen, erlegt. Im Gespräch mit JAWINA schilderte einer der an der Nachsuche beteiligten Hundeführer, dass zunächst ein Terrier auf den Keiler gehetzt wurde, ihn hochmachte und die Fluchtstrecke erhöhte.

Bei einer ersten Nachsuche am nächsten Morgen (Montag) wurde der Hundeführer nach drei Fehlschüssen im dichten Unterholz des Junginger Waldes von dem Keiler angenommen und schwer geschlagen. Der Mann erlitt mehrere tiefe Fleischwunden und Prellungen und musste mit dem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus gebracht werden. Im Polizeibericht hieß es zwar, der Jäger sei nicht lebensgefährlich verletzt, doch Augenzeugen zufolge könnte es sich dabei um eine Fehleinschätzung gehandelt haben: Demnach ist der Schütze an dem attackierenden Keiler “hängen geblieben”. Die Blutgefäße in den Oberschenkeln seien stark in Mitleidenschaft gezogen worden, weshalb der Verletzte beinahe verblutet sei. Glücklicherweise gab es in dem Gebiet Mobilfunkempfang. Als der Verletzte den Schützen, der in einigem Abstand gewartet hatte, telefonisch mitteilte, dass es ihm sehr schlecht gehe, rief dieser den Rettungsdienst.

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