Schlagwort-Archive: angefahren

Baden-Württemberg: Reh mit Kantholz erschlagen

Für Diskussionen sorgt die Tötung eines verletzten Rehs in Titisee-Neustadt: Das vermutlich angefahrene Tier hatte sich am 12.02. in den Hof eines Wohnhauses geschleppt. Es war augenscheinlich an der Schulter schwer verletzt und versuchte vergeblich, auf die Läufe zu kommen und “sich weiterzuschleppen”, wie die Badische Zeitung schreibt. Ein Anrufer, dem Bericht zufolge gelernter Tierpfleger, entdeckte das Tier und rief die Polizei, nachdem er bei Feuerwehr und Forst keinen Erfolg hatte. Die Polizeibeamten hielten jedoch wegen der nahen Wohnbebauung und des harten Bodens einen Schuss aus der Dienstwaffe zwecks Erlösung des Tiers für zu riskant. Da die Polizei den zuständigen Revierinhaber nicht erreichten, erinnerten sich die Beamten eines Bauhofmitarbeiters, der Jäger und Revierpächter sei. Dieser sei mit einem Fahrzeug des städtischen Bauhofs angerückt und habe das Reh mit einem Kantholz erschlagen.

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Polizei warnt: Verletztes Wildschwein in Wittenburg

Durch mehrere Personen wurde der Polizei am Dienstagvormittag gegen 10:30 Uhr ein verletztes Wildschwein gemeldet, das mit blutender Schnauze durch Wittenburg (M-V, Landkreis Ludwigslust-Parchim) läuft. Das Tier wurde offenbar in der Hagenower Chaussee angefahren und flüchtete dann durch die Theodor-Körner-Straße über den Friedhof weiter über die Lehsener Chaussee und dann in den angrenzenden Park. Es konnten zwar Spuren festgestellt, jedoch das Tier bisher nicht gefunden werden. Wo genau es sich derzeit aufhält, ist nicht bekannt. Aufgrund der Verletzungen ist von einer gesteigerten Gefahr durch das Schwein auszugehen. Die Polizei bittet deshalb um erhöhte Aufmerksamkeit und schnellstmögliche Information bei Sichtung des Tieres. Die zuständige untere Jagdbehörde wurde bereits informiert. Bei der Suche im Stadtgebiet von Wittenburg waren vier Streifenwagen mit acht Beamten des Polizeireviers Hagenow im Einsatz. PM

Beitragsbild: Wildschwein (Archivbild). Foto: SE

Bayern: Ein entlaufener Wolf gefangen, einer angefahren

+++ Sachsen: “Überall Kadaver” – Wölfe reißen mindestens zwei Dutzend Schafe +++

Am Samstagmorgen wurde in der Nähe des Nationalparkzentrums Falkenstein einer der entlaufenen Gehege-Wölfe in einer der ausgebrachten Lebendfallen gefangen. Das Tier wurde umgehend betäubt und tierärztlich betreut. Nach Feststellung der Tierärztin des Nationalparks Bayerischer Wald hat das weibliche Tier deutlich abgenommen. Es wird vorübergehend zur Eingewöhnung und besseren Beobachtung in einem separaten Gehege untergebracht. „Ich bin froh, dass sich die enormen Anstrengungen der vergangenen Wochen gelohnt haben“, so Nationalparkleiter Franz Leibl. „Wir werden auch weiterhin auf unser Konzept mit Lebendfallen, Fotofallen sowie Narkoseschützen setzen und hoffen in den nächsten Tagen auf einen weiteren Fangerfolg. Wie immer sind wir dabei auch auf die Mithilfe der Bevölkerung angewiesen und bitten darum, jede Wolfssichtung im Haus zur Wildnis zu melden.“ Die Nationalparkeinrichtung ist tagsüber via +49 9922 5002-0 erreichbar. In den Nachtstunden sollte direkt die Polizei verständigt werden.

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Sachsen-Anhalt: Jagdhund angefahren, Kennzeichen abmontiert, weitergefahren

Während einer Drückjagd am vergangenen Samstag bei Colbitz (Landkreis Börde) ist ein Kopov auf der B189 von einem Auto angefahren und schwer verletzt worden, wie az-online berichtet. Zeugenberichten zufolge stieg der Fahrer des silbernen Golfs aus, montierte die Kennzeichen ab und setzte seine Fahrt fort. Ob der Wagen nun geklaut war, als Dienstwagen eines Drogenkuriers diente oder der Fahrer einfach nur besoffen war: Bislang konnte er leider nicht ermittelt werden. Ein Bekannter der der Hundebesitzerin, Sarah Elisa Olitzsch, hat glücklicherweise den Unfall beobachtet. Er eilte zur Unfallstelle, konnte den Unfallflüchtigen aber nicht aufhalten. Kopov Nick verdankt sein Leben vermutlich diesem Augenzeugen, er wurde schnell gefunden und in tierärztliche Behandlung gebracht. Er trug mehrere Hautwunden und ein offenes Kniegelenk davon. Sarah Elisa Olitzsch ist verständlicherweise stinksauer. Sie hat viele Fotos von Nick auf ihrer Facebook-Seite eingestellt. Sie schreibt:

BITTE TEILEN!

An den Mann, der gestern Mittag den Jagdhund auf der B189 zwischen Dolle und Colbitz angefahren, liegen gelassen und somit Fahrerflucht begangen hat… hoffentlich wirst du vom Karma bestraft!

Unfälle passieren. Aber du hättest wenigstens die Polizei oder den Besitzer anrufen können, anstatt deine scheiß Kennzeichen abzubauen und sich zu verpissen!

Jeder Hund wäre sofort tot gewesen, aber da wir ihn so schnell wie möglich finden und versorgen konnten, ist er wieder stabil.

Beitragsbild: Bilder vom angefahrenen Kopov Nick auf Sarah Elisa Olitzschs Facebook-Seite. Copyright: privat/facebook