Schlagwort-Archive: Amoklauf

Brandenburg: Jäger schiesst nach Familienstreit um sich

Am Samstag gegen die 21.30 Uhr soll in Burg im Spreewald nach ersten Aussagen ein alkoholisierter 51-jähriger Mann zunächst seine 81- und 84-jährigen Schwiegereltern geschlagen, geschubst und verletzt haben. Als die 54-jährige Lebensgefährtin des Tatverdächtigen ihren Eltern zur Hilfe eilte, wurde sie ebenfalls tätlich angegriffen. Den drei Geschädigten gelang es jedoch sich in Sicherheit zu bringen. Anschließend begab sich der 51-jährige Jäger in den Wohnbereich und bewaffnete sich mit zwei Gewehren. Er zündete einen mit Heu beladenen Anhänger in einem Schuppen des Vierseitenhofes an und gab sowohl auf dem Hof als auch auf das Gebäude und die Straße zahlreiche Schüsse ab. Dabei wurden zwei vorbeifahrende PKW getroffen. Durch die Beamten konnte gegen 23:00 Uhr der Tatverdächtige schwer verletzt mit einer Schusswunde in der Grundstückseinfahrt gefunden und festgenommen werden.

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YouTube-Attentat: Vegane Tierrechtlerin läuft Amok

Nasim Aghdam, 39, die Frau, die am Dienstag das Feuer in der kalifornischen YouTube-Zentrale erföffnete und dabei drei Menschen verletzte, bevor sie sich selbst richtete, handelte aus Hass auf das Unternehmen. Die Frau hat es als vegane Tierrechts-Aktivistin zu einer gewissen Prominenz gebracht. Sie trat unter anderem auf einer von Peta im Jahr 2009 veranstalteten Protestveranstaltung auf, die sich gegen den Einsatz von Schweinen zur Behandlung traumatisierter Soldaten richtete. Der San Diego Union-Tribune gegenüber erklärte die Aktivistin damals: “Für mich haben Tierrechte den gleichen Status wie Menschenrechte.” (“For me, animal rights equal human rights”).

In einem 2017 geposteten Video beschwerte sich Aghdam, dass das Unternehmen ihre Videos “diskriminiere und filtere”, berichtet die englische Tageszeitung Telegraph. YouTube habe den Kanal der veganen Tierrechtlerin “demonetarisiert”, so der Telegraph. YouTuber können an den Werbeeinblendungen in ihren Videos verdienen, das Unternehmen behält sich jedoch vor, Kanäle mit einer zu geringen Zahl an Abonnenten oder “unangemessenen Inhalten” von dieser EInnahmequelle auszuschließen. Der Vater der Frau habe die Polizei vor seiner Tochter gewarnt: Im Vorfeld des Attentats hatte die Familie einen Anruf der Polizei erhalten, weil sie Nasim Aghdam in einem Auto schlafend in Mountain View aufgefunden habe. Er habe der Polizei bei diesem Anlass seine Befürchtung mitgeteilt, dass seine Tochter auf dem Weg zu YouTube sei, so der Vater.

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Slowakei: Jäger erschießt zwei Menschen nach Kneipen-Rauswurf

In der slowakischen Kleinstadt Hurbanovo hat ein Jäger Freitag Nacht zwei Menschen erschossen, nachdem er wegen fortgeschrittener Trunkenheit aus einer Bar herausgeworfen worden war. Einige Stunde nach dem Lokalverweis kehrte der 61jährige wieder, bewaffnet mit einer Pistole und einem Gewehr. Nachdem er einige Schüsse auf die 21 Jahre alte Kellnerin des Etablissements abgefeuert hatte, schoss er den 29 Jahre alten Freund der Kellnerin, der ihr helfen wollte ins Bein und tötete ihn anschließend mit einem Kopfschuss aus der Kurzwaffe, Danach richtete der Mann sich selbst. Die Kellnerin schwebte einem Bericht der Stuttgarter Nachrichten zufolge am folgenden Tag noch in Lebensgefahr. red.

Beitragsbild: Headline des verlinkten Beitrags in den Stuttgarter Nachrichten (Screenshot)

Politische Justiz

Wie das Bundesverwaltungsgericht mit dem Halbautomaten-Urteil die private politische Agenda eines Richters umsetzt.

Noch immer reiben sich Jäger und Waffenhändler, aber wohl auch die Mitarbeiter von Waffenbehörden und Politiker verwundert die Augen über das Halbautomaten-Urteil des Bundesverwaltungsgerichts (BVerwG), das mit der jahrzehntelang von Behörden, Waffenhändlern und Gerichten vertretenen Rechtsauffassung bricht, derzufolge Jäger solche Waffen erwerben und besitzen und auf der Jagd mit einem zweischüssigen Magazin nutzen dürfen. Das Erstaunen nimmt noch zu, wenn man das spektakuläre Urteil mit der üblichen angepassten Rechtsprechung des Gerichts vergleicht, das beispielsweise die höchst umstrittene und ungerechte GEZ-Zwangsgebühr vor kurzem so brav wie erwartungsgemäß und politisch gewünscht abgenickt hat. Ein der JAWINA-Redaktion bekannter Jurist mutmaßte, dass die Prädikatsjuristen am BVerwG infolge langjährigen und ausschließlichen Rechtstexte-Büffelns derart weltfremd geworden wären, dass sie gar nicht mehr begriffen, was sie mit diesem Urteil anrichteten. Ein anderer vermutet, dass die BVerwG-Richter äußerst karrierebewusst seien und infolgedessen ein feines Gespür dafür entwickelt hätten, was die Politik von ihnen erwartet. Schließlich kann ein BVerwG-Richter es durchaus noch zum Justizminister oder Staatssekretät bringen. Doch es gibt einen weitaus beunruhigenderen Verdacht. Weiterlesen