Schlagwort-Archive: Afrikanische Schweinepest (ASP)

Rheinland-Pfalz: Schädlingsbekämpfer gesucht

+++ Hessen: Jäger will Wespennest entfernen, fackelt Hochsitz ab +++ Bayern: Seminar zur Kormoranbejagung +++ Saarland: Wildschwein aus Schwimmbecken gerettet +++ Rheinland-Pfalz: Dritter Verhandlungstag im Prozess um tödlichen Jagdunfall bei Dalberg +++ Bayern: Fuchs nach Beißattacke auf Achtjährigen erlegt +++

Das rheinland-pfälzische Ministerium für Umwelt, Energie, Ernährung und Forsten (MUEEF) sucht schießfreudige Hilfskräfte, die im Fall eines ASP-Ausbruchs in einem “eng begrenzten Gebiet (Kerngebiet mit ca. 3-5 km Radius) oder in einem Streifen entlang der Landesgrenze die Schwarzwildpopulation drastisch […] reduzieren bzw. das Gebiet sogar Wildschwein-frei […] machen (Bejagung bzw. Tötung von Wildschweinen nach Tierseuchenrecht).”

Eine entsprechende Anfrage richtete das MUEEF an den LJV, den ÖJV und Berufsjägerverband Rheinland-Pfalz. Begründet wird die Maßnahme mit den Einbußen, die ein ASP-Ausbruch für die deutsche Landwirtschaft bedeuten würde: “Ein Ausbruch der ASP bei Wildschweinen in Deutschland würde zu erheblichen Auswirkungen, insbesondere für die landwirtschaftlichen Schweinehalter und z.T. auch die vor- und nachgelagerten Bereiche (z.B. Schlachtung und Zerlegung, Futtermittelwirtschaft, Stallbaus) führen. Der deutsche Schweinemarkt käme in den betroffenen Regionen mit hoher Wahrscheinlichkeit zum Erliegen. Die Handelsrestriktionen und Vermarktungsbeschränkungen für Schweine, Fleisch und Fleischerzeugnisse von Hausschweinen und Wildschweinen wären enorm hoch, würden wahrscheinlich über Jahre andauern und zum Teil auch zu dauerhaften Betriebsaufgaben führen”, heißt es in dem Schreiben.

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Thüringen: Schwarzwildstrecke sinkt trotz Abschussprämie

Im Jagdjahr 2018 wurde beim Schwarzwild eine Jagdstrecke von 29.458 Stück erzielt, wie das Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft (TMIL) anlässlich der Vorstellung des Jagdberichts für das Jagdjahr 2018/2019 bekanntgibt. demnach. Demnach wurde das Rekordniveau vom Vorjahr (41.897 Stück Schwarzwild) zwar nicht erreicht, aber dennoch ein überdurchschnittliches Ergebnis erzielt. „Bereits in den vergangenen Jahren schwankte die Höhe der Jagdstrecke stark, insbesondere beim Schwarzwild. Mit Blick auf die Afrikanische Schweinepest bleibt die dauerhafte Regulierung des Schwarzwildes weiterhin die wichtigste Aufgabe“, sagt Thüringens Forstministerin Birgit Keller. Die Jagdstrecken des Rot-, Dam-, Muffel- und Rehwilds entsprechen in etwa den Werten der Vorjahre. „Mit ihrer Arbeit leisten Thüringens Jägerinnen und Jäger einen wichtigen Beitrag zur Regulierung des Wildtierbestandes“, so Keller.

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Bayern: Landkreis zahlt 100 Euro für ein erlegtes Wildschwein

Jäger die im Landkreis Rosenheim ein Wildschwein erlegen, bekommen dafür ab sofort eine Aufwandsentschädigung von insgesamt 100 Euro. Das hat der Kreisausschuss in seiner Sitzung am 21.05. beschlossen. Bereits seit dem Jagdjahr 2017/18 zahlt das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz für den Abschuss von Frischlingen, Überläuferbachen und Bachen, die nicht für die Aufzucht von Jungtieren benötigt werden, eine Pauschale von 20 Euro. Für ein männliches Wildschein gibt es bisher keine Entschädigung.

Aufgrund der steigenden Population richten die Wildschweine in der Region immer größere Schäden, mit erheblichen finanziellen Folgen für die Landwirtschaft an. Darüber hinaus erhöht sich mit der steigenden Zahl der Tiere auch die Gefahr des Ausbrechens der Afrikanischen Schweinepest im Landkreis Rosenheim. Wie der stellvertretende Landrat Josef Huber sagte, würde ein Ausbruch der Krankheit den Landkreis vor riesige Probleme stellen. Die Schäden könnten in die Millionen gehen, sagte Huber.

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Baden-Württemberg: ASP-Prävention – Sammelstellen für Schwarzwild-Abfälle an Jägerschaft übergeben

Zur Prävention der Afrikanischen Schweinepest haben die Fachdienste Forst und Veterinärwesen des Landratsamtes Neckar-Odenwald-Kreis fünf Sammelstellen für Wildabfälle aus der Jagdausübung eingerichtet und die Schlüssel in den vergangenen Wochen an die Jägerschaft übergeben. Die so genannten Wildverwahrstellen wurden auf Veranlassung des Ministeriums für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz eingerichtet, um eine mögliche Seuchenverbreitung der Afrikanischen Schweinepest durch Teile von Wildschweinen zu minimieren. Der Kreis hat die Einrichtung von fünf solcher Räumlichkeiten in Mudau, Buchen, Osterburken, Schefflenz und Neunkirchen nun abgeschlossen. Es handelt sich um Container mit Kühleinrichtungen und Mülltonnen, deren Verwendung für die örtlichen Jäger ab sofort möglich ist.

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2549 ASP-Ausbrüche in Europa seit Januar

Das Friedrich-Löffler-Institut hat aktuelle Zahlen zum Tierseuchengeschehen veröffentlicht. Demnach sind in den neun von der Afrikanischen Schweinepest (ASP) betroffenen Ländern (Estland, Lettland, Litauen, Belgien, Bulgarien, Polen, Ungarn, Rumänien, Ukraine) seit 1. Januar 2019 bis 23. April 2019 2549 Ausbrüche der ASP gemeldet worden. Wildschweine sind mit 2457 Fällen weit häufiger betroffen als Hausschweine mit 92. Die meisten ASP-Fälle bei Wildschweinen gab es in Polen (909), gefolgt von Ungarn (586) und Belgien (392). Im Jahr 2018 gab es insgesamt 6778 ASP-Ausbrüche, davon 5339 bei Wildschweinen. red.

Beitragsbild: ASP-Ausbrüche in Europa 1.1. – 23.4.2019. Quelle: FLI

Die Red. dankt JAWINA-Leser KB für den Hinweis!

Mecklenburg-Vorpommern: Schwarzwild-Abschussprämie wird weiter ausgezahlt

Backhaus plädiert für Änderung des Bundesnaturschutzgesetzes: Rechtssichere Grundlage zur Entnahme von problematischen Wölfen schaffen

Anlässlich der 30. Landesdelegiertenversammlung des Landesjagdverbandes lobte Dr. Till Backhaus am heutigen Samstag (13.04.) in Linstow den Verband für seine Entwicklung, seine Beständigkeit und Verlässlichkeit, aktuell in Bezug auf die Tierseuchenprävention: “Der Landesjagdverband ist mit seinen über 10.000 Mitgliedern ein anerkannter Naturschutzverband. Diese Anerkennung würdigt Ihr Engagement für die Natur, verpflichtet Sie aber auch zugleich“, betonte Dr. Backhaus. In Mecklenburg-Vorpommern gibt es über 12.600 Jagdscheininhaber, davon fast 1.000 Frauen. „Ich freue mich, dass es immer mehr Frauen gibt, die einen Jagdschein machen“, hob der Minister hervor. Lag der Frauenanteil 2010 noch bei 5 %, lag dieser 2017 bei 7,5 %. In diesem Jahr haben über 1.700 Prüfungsteilnehmer die Jagdprüfung bestanden.

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Tschechien ist ASP-frei

Die EU-Kommission bestätigte gestern (26.02.), dass die Afrikanische Schweinepest (ASP) in Tschechien erfolgreich ausgerottet wurde: Weniger als zwei Jahre nach Ausbruch der ASP und nach massiven Anstrengungen zur Bekämpfung der Seuche können nun mit Zustimmung aller Mitgliedsländer sämtliche über das Land verhängten Restriktionen aufgehoben werden, teilte die EU-Kommission in einer Presseerklärung mit. Im Juni 2017 war der Ausbruch der ASP bei einem Wildschwein im Bezirk Zlín festgestellt worden. Daraufhin entsandte die EU eine veterinärmedizinisches Notfallteam, das in Zusammenarbeit mit nationalen und regionalen Behörden Maßnahmen zur Eindämmung der Tierseuche umsetzte. Diese gezielten Maßnahmen seien auch in den vergangenen Monaten in Belgien implementiert worden, dem zuletzt von der ASP betroffenen Mitgliedsstaat. Seit April 2018 sind in Tschechien keine neuen ASP-Fälle mehr aufgetreten. Die Umsetzung der Maßnahmen zur ASP-Bekämpfung durch die tschechischen Behörden, wozu etwa die wildschweinsichere Abriegelung der Infektionsgebiete und die intensive Bejagung der Sauen unter Beteiligung von Scharfschützen des Militärs gehörte, gilt als vorbildlich. Der Vorschlag, die für Tschechien geltenden Restriktionen aufzuheben, ist vom Ständigen Ausschuss der EU-Kommission einstimmig angenommen worden.

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Belgien: Verhaftungen und Hausdurchsuchungen im Zusammenhang mit ASP-Ausbruch

Belgische Medien, zum Beispiel die Zeitung L’Avenir, berichten, dass es im Zusammenhang mit dem Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest (ASP) Festnahmen gegeben hat. Zunächst wurde bekannt, dass ein 60-jähriger Beamte der wallonischen Wald- und Forstbehörde (Département de Nature et des Forêts, DNF) vor seinem Haus in Bueznol verhaftet wurde. Der Öffentliche Dienst der Wallonie (Service Public de Wallonie, SPW) bestätigte, dass der Mann nicht an seinem Arbeitsplatz erscheinen konnte, weil er von der Justiz vernommen werde. Die Staatsanwaltschaft teilte dann mit, dass am gestrigen Mittwoch vier Personen verhaftet wurden, um vor den Justizbehörden auszusagen. Außerdem seien Hausdurchsuchungen durchgeführt worden. Die Staatsanwaltschaft betonte, dass für alle Festgenommenen die Unschuldsvermutung gelte.

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Brandenburg: 39 Saufänge genehmigt

Brandenburg: Wildschwein randaliert in Stahnsdorfer Friseursalon +++ Schweiz: Todesfallen für Wildtiere – St. Galler Jäger sammeln Unterschriften gegen Stacheldraht +++

In Brandenburg sind bislang 43 Saufänge beantragt und 39 davon genehmigt worden. Das berichtet der rbb. Als Begründung dient die Gefahr durch Afrikanische Schweinepest. Nach Informationen des rbb läuft auf Flächen des Landesforsts eine Modellprojekt im Nationalpark Unteres Odertal mit zwölf installierten Saufängen. Saufängen sind große Fallen aus stabilem Drahtgeflecht, in das die Wildschweine mit Ködern wie Eicheln oder Mais gelockt werden. Gefangene Tiere werden erschossen. Weil unter den Käfiginsassen spätestens nach den ersten Schüssen Panik ausbricht, sind Saufänge auch unter Jägern äußerst umstritten. Wie die angeblich “tierschutzgerechte Entnahme von Bachen mit ihren Frischlingen” in der Praxis aussieht, wollte auf Nachfrage von JAWINA kein befragter Experte ausführen oder gar vorführen. SE

Beitragsbild: Brandenburger Leitfaden zu Saufängen (Screenshot).

Mehr zum Thema hier.

Brandenburg: Erlass zur Erlegerprämie für Schwarzwild veröffentlicht

Das Ministerium für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft (MLUL) Brandenburg hat den Erlass zur Auszahlung einer Erlegungsprämie für Schwarzwild veröffentlicht. Mit der Prämie soll ein Anreiz zur Erlegung von Wildschweinen zum Zweck der ASP-Prävention gesetzt werden.

Auf der Internetseite des MLUL heißt es dazu: “Als Reaktion auf die drohende Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) führte Minister Vogelsänger die landesweite Erlegungsprämie mit Beginn des Jagdjahres 2018/2019 in Brandenburg ein. Jagdausübungsberechtigten (JAB) können eine Erlegungsprämie beantragen, die als Ausgleich für den entstandenen Mehraufwand zur Reduzierung der Schwarzwildbestände gewährt wird. Gleichzeitig soll ein Anreiz geschaffen werden, verstärkt Schwarzwild zu bejagen.

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