Schlagwort-Archive: Afrikanische Schweinepest (ASP)

Erfahrungsaustausch: Versicherungsschutz für Nachsuchenführer

Ein Bericht von Christoph Egert

Beim Erfahrungsaustausch der Stöberhunde- und Nachsuchenführer am 16.12. in Meißen ging es schwerpunktmäßig um die Themen Versicherungsschutz und ASP: “Wir Hundeführer sind zwar sehr wichtig und gefragt, wenn es aber um persönliche Unfälle bei der Arbeit mit den Hunden kommt, stehen wir an letzter Stelle” schreibt der Initiator des Treffens, Christoph Egert: “Wir machen auch aktiven Tierschutz. Das läuft nicht immer glimpflich ab und dann werden wir bei einem Unfall allein gelassen. In solchen Fällen sind wir die Dummen.”

Die ASP “meldet sich an”. Da werden wir mit unseren Hunden von den “Außenstehenden” vielleicht “Retter in der Not” betrachtet. Unsere Hunde sind Fährtenhunde und keine Leichenspürhunde! Gut, man sollte es probieren, aber diejenigen, die vom Jagdgeschehen sehr weit entfernt stehen, werden von Hunden nicht viel wissen, aber “klug” reden – “Die Jäger”… Wir sollen wieder den Kopf hinhalten, ohne dass eigentlich selbstverständliche Versicherungsleistungen erbracht werden.

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NRW: Landesregierung plant Verordnung für den Fall eines ASP-Ausbruchs

Die nordrhein-westfälische Landesregierung plant eine Verordnung über die Anwendung besonderer jagdlicher Maßnahmen zur Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest (ASP). Der Verordnungsentwurf wurde Ende Dezember an die Mitglieder des Umweltausschusses im NRW-Landtag überwiesen. Zwischenzeitlich liegt der Entwurf auch dem Landesjagdverband NRW als Volltext vor. Nach einem Bericht des Westfalenblatts soll im Fall eines ASP-Ausbruchs die Schwarzwildbejagung erleichtert werden, indem etwa das Verbot von Bleimunition aufgehoben wird. Zudem sollen Schrotschüsse auf Sauen, Abschüsse von führenden Bachen und Saufänge im Seuchenfall gestattet werden. Jagdliche Restriktionen wie das Verbot von Abschüssen im Umkreis von Fütterungen oder Wildbrücken sollen aufgehoben werden.

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ASP rückt näher, FLI aktualisiert Risikobewertung

Die polnischen Behörden haben dem Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) aktuell acht weitere Fälle von Afrikanischer Schweinepest (ASP) innerhalb der bestehenden Restriktionszone in Polen gemeldet. Zwei der viruspositiven Kadaver liegen 32 respektive 21 Kilometer von der deutschen Grenze entfernt.

Aufgrund der neuen Entwicklung in Westpolen hat das Friedrich-Loeffler-Institut /Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit seine Risikobewertung zur ASP am 23.12.2019 aktualisiert.

Mit Blick auf das aktuelle Ausbreitungsgeschehen der Tierseuche in Polen hatten sich sowohl Bundesministerin Julia Klöckner als auch Staatssekretär Dr. Hermann Onko Aeikens vor Weihnachten mit Schreiben an die zuständigen Minister sowie Staatssekretäre in den Bundesländern gewandt. Darin bitten sie die Länderkollegen, weiterhin wachsam zu bleiben und ihre Bemühungen zur Verhinderung eines Seucheneintrags durch alle geeigneten Maßnahmen, insbesondere auch jagdliche Maßnahmen, zu intensivieren.

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ASP: Bezahltes Jagen in Brandenburg

Deutsche und polnische Behörden koordinieren ASP-Bekämpfung

Der Brandenburger Landkreis Märkisch Oderland hat eine Allgemeinverfügung erlassen, die die Jagdausübungsberechtigten im Kreis verpflichtet, eine verstärkte Bejagung von Schwarzwild durchzuführen. Außerdem ist es ab Inkrafttreten der Allgemeinverfügung zwingend vorgeschrieben, “jedes verendet aufgefundene Wildschwein einschließlich Unfallwild beim Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt anzuzeigen, mittels Tupfer zu beproben und diese Probe mit dem vollständig ausgefüllten Untersuchungsantrag und dem Wildursprungsschein bei [den] Kurierstützpunkten der Kreisverwaltung abzugeben”.

Rechtsgrundlage für den Erlass der Allgemeinverfügung sind u.a. § 6  Tiergesundheitsgesetz,  und §§ 38 Abs. 1, 39 des Brandenburger Gesetzes über Aufbau und Befugnisse der Ordnungsbehörden – Ordnungsbehördengesetz (OBG). Während im genannten Paragrafen des Tiergesundheitsgesetzes das Recht der Behörden, Hilfesleistungen im Tierseuchenfall zu verlangen festgeschrieben ist, regelt das OBG die Entschädigung die für angeordnete Hilfeleistungen gefordert werden kann. Das heißt, dass von der Allgemeinverfügung betroffene Jäger nun eine Rechnung stellen können für den Aufwand, den sie aufgrund behördlicher Anordnung über den üblichen Aufwand bei der Jagd hinaus leisten.

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ASP: DJV veröffentlicht Leitfaden für Jäger

Der DJV veröffentlicht eine Broschüre zur Afrikanischen Schweinepest. Typische Krankheitsbilder sind mit Fotos dargestellt. Weitere Themen: Symptome, Verbreitung und Prävention der Tierseuche.

Wie lässt sich die Afrikanische Schweinepest (ASP) erkennen? Was ist im Fall eines Ausbruchs zu tun? Welche Folgen bringt die Krankheit mit sich? Antworten liefert die neue Broschüre “Wissenswertes zur Afrikanischen Schweinepest” des Deutschen Jagdverbandes (DJV), die ab sofort digital auf www.jagdverband.de erhältlich ist. Ab Mitte Januar ist die gedruckte Version kostenfrei bestellbar. Das 28-seitige Dokument füllt Wissenslücken und bietet insbesondere Jägern und Landwirten einen guten Überblick über Symptome der Tierseuche, Präventionsmaßnahmen sowie Vorgehen im Seuchenfall.

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Brandenburg: ASP-Schutzzaun auf dem Oderdeich

Brandenburg plant einem Bericht des Focus zufolge die Errichtung eines Schutzzauns gegen das Vordringen der Afrikanischen Schweinepest (ASP) von Polen nach Deutschland. Bereits in den nächsten Tagen solle mit dem Bau begonnen werden, schreibt das Blatt unter Berufung auf eine Äußerung, die der Umweltminister Mecklenburg-Vorpommerns, Till Backhaus (SPD) auf der Jahresabschlusspressekonferenz getan haben soll. Demnach hat auch MV 50 Kilometer Elektrozaun angeschafft, um im Fall eines Kadaverfundorts den Fundort weiträumig absperren zu können. „Nach Einschätzung von Experten des Friedrich-Loeffler-Institutes befindet sich die Seuche in Westpolen in einer Phase des maximalen Wachstums. In den nächsten Wochen müssen wir daher mit stetig steigenden Fallzahlen sowie mit einer weiteren und vor allem schwer abzuschätzenden Ausbreitung des Geschehens rechnen“, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus heute im Rahmen der Jahresabschlusspressekonferenz.  red./PM

Beitragsbild: Oderdeich. Foto: SE

Brandenburg: ASP – “flächendeckende verstärkte Bejagung” von Schwarzwild soll angeordnet werden

+++ Polen: Polizei und Militär sollen wegen ASP Wildschweine schießen dürfen +++

Verbraucherschutzministerin Ursula Nonnemacher hat das Kabinett über den aktuellen Stand der Maßnahmen zur Verhinderung der Einschleppung und zur frühzeitigen Erkennung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) im Land Brandenburg informiert und zusätzliche Anordnungen angekündigt. Die Tierseuche breitet sich seit Mitte November in Westpolen immer weiter aus. Die auf polnischer Seite eingerichteten Restriktionszonen reichen bis an die deutsche Grenze und berühren die brandenburgischen Landkreise Spree-Neiße und Oder-Spree.

Ministerin Nonnemacher: „Noch gibt es in Brandenburg keinen ASP-Fall. Wir sind aber für den Ernstfall gerüstet. Alle zuständigen Behörden des Landes und der Landkreise stimmen sich ab und setzen Maßnahmen nach dem Tierseuchenalarm- und bekämpfungsplan konsequent Schritt für Schritt um. Aktuell kann niemand sagen, in welche Richtungen sich die Tierseuche weiter ausbreiten wird. Die letzten bekannten Nachweise lagen von Brandenburg etwas weiter entfernt in der Woiwodschaft Großpolen. Das kann sich aber jederzeit ändern. Die Abwehr der ASP ist das Ziel. Dafür sind weitere Maßnahmen wie eine intensive Fallwildsuche, verstärkte Bejagung und umfassendere Untersuchungen von Tierkörpern erforderlich, die wir jetzt vorbereiten.“

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Saarland: Sechs ASP-Kadaver-Suchhunde stehen bereit

+++ Niedersachsen: Wolf im Landkreis Cloppenburg überfahren +++

Speziell ausgebildete Hunde sollen bei der Bekämpfung der Schweinepest helfen

Die saarländischen Behörden bereiten sich bereits seit zwei Jahren mit vielfältigen Maßnahmen auf einen möglichen Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest (ASP) vor. Ein wichtiger Aspekt zur Bekämpfung der Seuche ist das schnellstmögliche Auffinden und Entfernen verendeter Wildschweine. Im Saarland werden dafür in Zukunft speziell geschulte Suchhunde zur Verfügung stehen, die, anders als Jagdhunde bei der Stöberjagd oder Nachsuchehunde bei verletztem Wild, in der Lage sind, an Schweinepest verendete Wildschweine im Gelände schnell  zu finden.

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Österreich: Niederösterreich will Nachtzielhilfen für Wildschweinbejagung freigeben

Aufgrund der zu erwartenden Zunahme bzw. der bereits teilweisen hohen Bestände in Niederösterreich ist eine Reduktion des Schwarzwildes unbedingt notwendig, um im Falle eines Ausbruchs die Eindämmung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) zu erleichtern, meint der Landesjagdverband Niederösterreich. Das Schwarzwild sei besonders schwierig zu bejagen. Es ist überwiegend nachtaktiv, wehrhaft und extrem vorsichtig. Eine Reduktion des Bestandes ist daher nicht leicht. Aus diesem Grund wird nun in Niederösterreich für eine Dauer von vorerst vier Jahren der Einsatz von technischen Nachtzielhilfen flächendeckend zur Intensivierung der Wildschweinbejagung erlaubt. Im Seuchenfall dürfen zudem spezielle Fallen, die den Lebendfang von mehreren Wildschweinen ermöglichen, eingesetzt werden.
Jägerschaft unterstützt in der Seuchenprävention

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Kreis Soest: Wildschwein-Kadaver nicht infiziert

+++ Brandenburg: Jäger schoss Wolf, um seinen Hund zu schützen +++ Baden-Württemberg: Falscher Wolfsalarm in der Gemeinde Glatten +++ Rheinland-Pfalz: Neue Wolfsnachweise +++

Vorabinformation des Chemischen und Veterinäruntersuchungsamtes in Arnsberg

Zu den verendeten Wildschwein-Frischlingen, die am 2. November bei einer Jagd im Raum Anröchte/ Warstein gefunden worden waren, hat den Veterinärdienst des Kreises Soest eine erfreuliche Vorabinformation des Chemischen und Veterinäruntersuchungsamt (CVUA) Westfalen in Arnsberg erreicht. Vier von fünf Kadavern sind danach definitiv weder mit Afrikanischer Schweinepest (ASP) noch mit Klassischer Schweinepest (KSP) infiziert, wie der Kreis Soest mitteilt.

Da das Blut des fünften verendeten Frischlings, der entdeckt worden war, labortechnisch nicht zu verwerten war, muss jetzt noch eine Untersuchung der Milz erfolgen. „Wir gehen aber angesichts der Gesamtsituation zuversichtlich davon aus, dass auch dieser Test keine Infektion mit den in Rede stehenden Seuchen nachweisen wird“, betont Ralf Hellermann, zuständiger Dezernent des Kreises Soest. Die Kadaver seien routinemäßig im Rahmen der Vorbeugung gegen ASP zum CVUA Arnsberg gebracht worden.

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