Schlagwort-Archive: Abschuss

Thüringen: Weiterer Hybrid-Abschuss bei Ohrdruf

Am Mittwoch wurde in der Region Ohrdruf ein weiblicher Hund-Wolf-Hybrid geschossen. Das tote Tier wird – wie auch der am vergangenen Freitag geschossene Hybrid – im Berliner Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung weiter untersucht. Die Behörden gehen von drei verbliebenen Wolf-Hund-Mischlingen im Revier um Ohrdruf aus. Der Thüringer Wolfmanagementplan sieht das Entnehmen von Wolf-Hund-Mischlingen aus der freien Natur vor. Das Umweltministerium hatte im September 2019 die artenschutzrechtliche Ausnahmegenehmigung zur Entnahme der Wolf-Hund-Mischlinge erwirkt. PM

Beitragsbild: Wolf. Foto: Prof. Dr. Hans-Dieter Pfannenstiel

 

Thüringen: Allgemeinverfügung zur Entnahme der Wolf-Hund-Hybriden

Umweltstaatssekretär Möller informiert Jagdverbände und Jagdausübungsberechtigte über weiteres Vorgehen um den Standortübungsplatz Ohrdruf

Das Thüringer Landesamt für Umwelt, Bergbau und Naturschutz (TLUBN) erlässt in den kommenden Tagen eine Allgemeinverfügung zur Entnahme der Wolf-Hund-Hybriden im Umfeld des Standortübungsplatzes Ohrdruf. Darüber informierte Umweltstaatssekretär Olaf Möller heute bei einem Treffen mit Thüringer Jagdverbänden und örtlichen Jagdausübungs-berechtigten in Crawinkel (Ilmkreis). Die Verfügung soll im Thüringer Staatsanzeiger vom 24.02.2020 erscheinen und am Folgetag in Kraft treten.

“Trotz großen Einsatzes aller Beteiligten ist es bislang nicht gelungen, die Wolf-Hund-Hybride zu entnehmen. Die Allgemeinverfügung wird die Möglichkeit zum Abschuss erweitern. Dadurch ergeben sich bessere Chancen, die Hybride noch vor einem möglichen Abwandern zu erlegen“, so Umweltstaatssekretär Möller heute in Crawinkel.

Weiterlesen

Thüringen: Umweltministerium bereitet Antrag auf Entnahme der Wölfin GW267f vor

Das Thüringer Umweltministerium erarbeitet aktuell einen Antrag auf die letale Entnahme von GW267f, der Wölfin von Ohrdruf. Das inzwischen belegte mehrfache Überwinden des Herdenschutzes, auch optimaler Schutzzäune, ist nach Einschätzung von Experten als problematisch einzustufen. Der Antrag durch das zuständige Ministerium ist notwendig, um nun koordiniertes staatliches Handeln zu sichern. Die zuständige Bewilligungsbehörde für den Antrag ist das Thüringer Landesamt für Umwelt, Bergbau und Naturschutz.

„Die aktuellen Bilder von 24 gerissenen Schafen bei einem Nutztierhalter in nur einer Nacht lassen niemanden kalt. Ich kann jeden Landwirt verstehen, der ein Handeln von Seiten der Behörden einfordert. Das Bundesnaturschutzgesetz gibt uns jetzt den nötigen Handlungsrahmen, um die Last von den betroffenen Nutztierhaltern zu nehmen“, so Umweltministerin Anja Siegesmund.

Weiterlesen

Niedersachsen: CDU-Politiker erklärt Wolfspolitik für gescheitert

Abschuss von Wolfsrudel gefordert

Der niedersächsische CDU-Landtagsabgeordnete Jörn Schepelmann hat die Wolfspolitik des Landes für gescheitert erklärt, nachdem ein Schäfer im Landkreis Celle trotz vermeintlich wolfssicherer Zäune innerhalb eines Monats 40 Schafe durch Wolfsrisse verloren hat. Nun sei “ein klares Wolfsmanagement mit Abschussquoten” erforderlich”, erklärte Schepelmann gegenüber der  Hannoverschen Allgemeinen Zeitung (HAZ). Dies sei auch im Hinblick auf die aktuelle Rechtslage möglich. Ansonsten sei die Weidetierhaltung und damit die Kulturlandschaft in Gefahr. Dem Bericht zufolge warf Schepelmann dem u..a. für die Prävention von Wolfsrissen zuständigen Wolfsbüro “Plan- und Ratlosigkeit” vor. Das SPD-geführte niedersächsische Umweltministerium empfehle nach Ansicht Schepelmanns lediglich “Meditationskreise”. So gehe es nicht weiter, die CDU werde daher den Abschuss des gesamten Rudels beantragen, kündigte der Politiker an. red.

Beitragsbild: Von Wölfen gerissenes Schaf (Archivbild). Foto: SE

Die Red. dankt JAWINA-Leser MS für den Hinweis!

Wolf GW924m in Mecklenburg-Vorpommern nachgewiesen

Allgemeinverfügung zur Entnahme wird außer Kraft gesetzt

Der Wolf GW924m, der innerhalb eines festgelegten Entnahmegebietes in den Kreisen Pinneberg, Steinburg und Segeberg im Rahmen einer Allgemeinverfügung von registrierten Jagdausübungsberichtigten geschossen werden darf, hält sich derzeit sehr wahrscheinlich nicht mehr im Entnahmegebiet auf. Eine DNA-Probe hat am 15. November bestätigt, dass GW924m am 26. Oktober bei Grambow/Schwerin in Mecklenburg-Vorpommern Nutztiere gerissen hat. Bereits am 21. Oktober konnte GW924m mittels DNA-Analyse nach Nutztierrissen in Schwochel/Ostholstein nachgewiesen werden.

Weiterlesen

Schleswig-Holstein: Allgemeinverfügung zur Entnahme des Wolfs GW924m in Kraft getreten

Umweltminister Jan Philipp Albrecht: „Die Allgemeinverfügung erweitert die
Möglichkeiten zum Abschuss des Wolfes beträchtlich“

Die Allgemeinverfügung zur Entnahme des Wolfes GW924m ist heute im schleswig-holsteinischen Amtsblatt veröffentlicht worden und damit in Kraft getreten. Mit der
Allgemeinverfügung wird der Kreis der Jägerinnen und Jäger aus den Kreisen Pinneberg, Steinburg und Segeberg zur Entnahme von GW924m auf bis zu 175 Personen deutlich erweitert.

„Trotz großen Einsatzes aller Beteiligten ist es bislang nicht gelungen, den Wolf zu
entnehmen. Die Allgemeinverfügung erweitert die Möglichkeiten zum Abschuss
beträchtlich. Angesichts der bisherigen Entwicklung war dieser Schritt geboten. Wir
arbeiten weiter intensiv daran, den Abschuss des Problemwolfs zu erreichen“, sagte
Umweltminister Jan Philipp Albrecht heute in Kiel.

Weiterlesen

Schleswig-Holstein: Ministerium ordnet Rotwild-Abschuss an

Es ist wieder einmal bezeichnend für den schäbigen Umgang mit Deutschlands größter Schalenwildart: Das Kieler Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung (MELUND) hat in einem Schreiben vom 26.09. an die unteren Jagdbehörden (UJB) der Kreise Nordfriesland, Schleswig-Flensburg, Dithmarschen und Rendsburg-Eckernförde und der Stadt Flensburg die Erlasse zum Vorkommen, zur Begrenzung und zur Freigabe von Rotwild vom 21.04.1980 und 24.11.2005 aufgehoben. Hintergrund sei “die seit etwa der Jahrtausendwende stattfindende Zuwanderung des Rotwildes aus Dänemark in einen für diese Wildart konfliktbehafteten Lebensraum”, heißt es in dem Schreiben. Daher werden die genannten UJB “gebeten, ab sofort allen Jagdbezirken in ihrem Zuständigkeitsbereich, die nördlich des Nord-Ostsee-Kanals und westlich der Bundesautobahn 7 liegen, Rotwild ohne zahlenmäßige Begrenzung und im Rahmen der festgelegten Jagdzeiten freizugeben. Die Freigabe soll entgegen Ziffer 5 Satz 3 der Richtlinie für die Hege und Bejagung des Rotwildes in Schleswig-Holstein vom 30.06.1997 auch für Hirsche der Klassen I und II erteilt werden.”

Weiterlesen

Bayern: Die Gamsschlächter stoppen!

Der Naturschutzverein “Wildes Bayern e.V.” hat eine Petition gegen die Ausrottung der Gämsen in der Kürnach gestartet. “Die Alpengämsen sind im Anhang V der FFH-Richtlinie aufgeführt. Jeder EU-Staat ist daher verpflichtet, alles zu tun, damit es den Gams gut geht und sie in allen ihren natürlichen Lebensräumen überleben können”, stellt der Verein auf der Petitionsseite fest. Die Realität vor Ort sieht anders aus. Mit der Situation vor Ort vertraute JAWINA-Leser reden von einem “unbarmherzigen Vernichtungskrieg gegen die Gams”, der von den Bayerischen Staatsforsten geführt werde. Diesem “schändlichen Treiben” gelte es Einhalt zu gebieten. Wildes Bayern e.V. warnt: “Wird der neue Abschussplan erfüllt, gibt es in der Kürnach in kürzester Zeit keine Gams mehr. Und somit ein weiteres Stück Heimat weniger. Wildes Bayern e.V. fordert deshalb mit einem dringenden Appell den sofortigen Stopp der Ausrottung der Gämsen in der Kürnach!”

Weiterlesen

Schleswig-Holstein: LJV nimmt Stellung zu Beteiligung von Jägern an Wolfsabschuss

Der Landesjagdverband Schleswig-Holstein (LJV SH) hat auf Aufforderung des Ministeriums für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und Digitalisierung (MELUND) eine Stellungnahme zur geplanten Einbeziehung von Jägern bei der Entnahme des Problemwolfs GW924m abgegeben. Darin begrüßt der LJV das Vorhaben, “die Berechtigung zum Abschuss des Wolfs GW924m auf die Jagdausübungsberechtigten der betroffenen Jagdreviere durch eine Allgemeinverfügung auszudehnen.” Angesichts der Schwierigkeit der Entnahme spricht sich der LJV dafür aus, auch Begehungsscheininhaber und Jagdgäste einzubeziehen. Aus Sicht des LJV SH stellt der geplante EIngriff jedoch lediglich eine “situative Reaktion” dar. Um ein Akzeptanzproblem für große Beutegreifer im ländlichen Raum zu vermeiden, sei jedoch ein “vollumfängliches Wolfsmanagement” künftig unabdingbar.

Weiterlesen

Wisente an der deutsch-polnischen Grenze gesichtet

+++ Mord, Vergewaltigung, Folter: Massive Vorwürfe gegen den WWF +++

WWF: Ein zweites „Lebus“ darf es nicht geben

350 Meter vor der deutschen Grenze, wenige Kilometer von Bad Freienwalde (Landkreis Märkisch Oderland) entfernt, wurden im polnischen Cedynia zwei Wisentbullen gesichtet, die auch nach Deutschland kommen könnten. Vor zwei Jahren hatte schon einmal ein freilaufender Wisent die Grenze überquert und wurde dann bei Lebus in Brandenburg auf Anordnung des Ordnungsamt-Leiters von einem Jäger erschossen. Ein zweites Lebus dürfe es nun nicht geben, so die Umweltschutzorganisation WWF Deutschland. „Wenn Wisente von sich aus in ihre ehemalige Heimat zurückkehren, sollten wir sie willkommen heißen und nicht abschießen. Abgesehen davon ist die Abschussfreigabe eines streng geschützten Tieres ohne ein ersichtliches Gefährdungspotential eine Straftat“, sagt WWF-Wisent-Expertin Nina Gandl. Gegen den Leiter des Ordnungsamtes hatte der WWF damals Strafanzeige gestellt, das Verfahren wurde allerdings wieder eingestellt. Warum die Aussicht, im dicht besiedelten Deutschland von einem Auto überfahren zu werden, unter Berücksichtigung der Gefährdung für die Fahrzeuginsassen so viel besser ist, dazu äußerte sich der WWF nicht.

Weiterlesen