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Niedersachsen: Jagdschein an der Schule

15 Schülerinnen und Schüler zweier niedersächsischer Schulen – des Gymnasiums Leoninum Handrup und der Integrierten Gesamtschule Fürstenau – konnten im Rahmen des Schulprojekts “vor dem Abitur das grüne Abitur” die Jägerprüfung ablegen. Auf der Internetseite des Leoninum Handrup wird ein Bericht der Lingener Tagespost zitiert, in dem die Projektverantwortlichen an den Schulen zu Wort kommen: Weil sich die Natur im ländlichen Bereich in den letzten 20 Jahren radikal verändert habe und intensive landwirtschaftliche Bewirtschaftung die Jahrhunderte alten globalen Zusammenhänge in Fauna und Flora in den Hintergrund gedrängt habe, sei die Entscheidung gefallen, den Schülerinnen und Schülern ein besonderes Projektangebot zu unterbreiten. Es sei ihnen darum gegangen, den jungen Menschen die natürlichen Zusammenhänge zu vermitteln, dies aber eben nicht nur theoretisch, sondern ideologiefrei und praktisch umsetzbar. Das “Leben in einer intakten Natur” stelle für die Schüler ein sehr hohes Gut dar, eine zeitgemäße Jagdausübung beinhalte “eben diesen praktischen Naturschutz” Die Jägerprüfung wurde auf freiwilliger Basis abgelegt. Für die Initiatoren des Projektes habe “die Implementierung der Jagd als einem selbstverständlichen Teil unserer Kultur, die Bedeutung der Jagd für den Natur- und Artenschutz sowie die Pflege des traditionellen und jagdlichen Brauchtums im Vordergrund” gestanden. Leseempfehlung: Die ausführlichen Berichte auf den Seiten der Lingener Tagespost und der Integrierten Gesamtschule Fürstenau sind lesenswert. SE

Beitragsbild: Jägerhut statt Basecap – Jagdschein als Schulprojekt. Foto: SE