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Baden-Württemberg: Reh mit Kantholz erschlagen

Für Diskussionen sorgt die Tötung eines verletzten Rehs in Titisee-Neustadt: Das vermutlich angefahrene Tier hatte sich am 12.02. in den Hof eines Wohnhauses geschleppt. Es war augenscheinlich an der Schulter schwer verletzt und versuchte vergeblich, auf die Läufe zu kommen und “sich weiterzuschleppen”, wie die Badische Zeitung schreibt. Ein Anrufer, dem Bericht zufolge gelernter Tierpfleger, entdeckte das Tier und rief die Polizei, nachdem er bei Feuerwehr und Forst keinen Erfolg hatte. Die Polizeibeamten hielten jedoch wegen der nahen Wohnbebauung und des harten Bodens einen Schuss aus der Dienstwaffe zwecks Erlösung des Tiers für zu riskant. Da die Polizei den zuständigen Revierinhaber nicht erreichten, erinnerten sich die Beamten eines Bauhofmitarbeiters, der Jäger und Revierpächter sei. Dieser sei mit einem Fahrzeug des städtischen Bauhofs angerückt und habe das Reh mit einem Kantholz erschlagen.

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Jäger starb auf Rehbock-Nachsuche

Der Jäger, der am Dienstag in einem Waldstück bei Grimma mit einem Bauchschuss tot aufgefunden wurde (JAWINA berichtete), starb wohl bei dem Versuch, einen krank geschossenen Rehbock zu töten. Wie das Nachrichtenportal TAG24 berichtet, wurde neben dem Jäger nicht nur sein Gewehr, sondern auch ein erlegter Rehbock gefunden. TAG24 zufolge gingen die Ermittler zunächst davon aus, dass der Rehbock dem Jäger auf der Nachsuche mit seinem Gehörn die tödliche Bauchverletzung beigebracht habe. Nach der rechtsmedizinischen Untersuchung stellt sich die Sache anders dar: Demnach deutet einiges darauf hin, dass der Jäger – gegen jede weidmännische Regel, wie TAG24 durchaus zutreffend schreibt – versucht haben soll, den angeschossenen Rehbock durch einen Schlag mit den Gewehrkolben zu töten. Dabei habe sich der tödliche Schuss gelöst. Der Jäger starb am starken Blutverlust infolge der Schussverletzung. SE

Beitragsbild: Erlegter Rehbock. Foto: SE