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Urteil: Mindestabschussplan für Rotwild zulässig

Die Festsetzung eines Mindestabschussplan für Rotwild ist auch in kleinen Revieren rechtmäßig, wenn dies erforderlich ist, um die berechtigten Ansprüche der Land- und Forstwirtschaft zu erfüllen. So die Richter des Verwaltungsgerichts Koblenz in einem aktuellen Urteil (AZ.: 1 K 221/16.KO). In der Pressemitteilung des VG Koblenz zu dem Fall heißt es:

Der Kläger ist Pächter eines im Rotwild-Bewirtschaftungsbezirk Zell gelegenen 305 Hektar großen Jagdbezirks. Nachdem das Forstamt Zell eine erhebliche Gefährdung des waldbaulichen Betriebszieles durch Rotwild festgestellt hatte, setzte der Landkreis Cochem-Zell im April 2015 für das Jagdjahr 2015/2016 für den Jagdbezirk des Klägers folgenden Mindestabschussplan für Rotwild fest: 2 Hirsche der Klasse III.1 und 2 Stück weibliches Rotwild (1 Alttier und 1 Kalb), wobei die Abschussvorgabe für die männlichen Stücke auch durch Erlegung einer geringeren Klasse oder einer entsprechenden zusätzlichen Anzahl von weiblichen Stücken erfüllt werden könne. Nach erfolglosem Widerspruchsverfahren erhob der Jagdpächter Klage und beantragte nach Ablauf des Jagdjahres die Feststellung der Rechtswidrigkeit der Anordnung.

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