Streitigkeiten zwischen Jagdgegnern und Jägern eskalieren

Die juristischen und mitunter handgreiflichen Auseinandersetzungen zwischen militanten Jagdgegnern und -störern und Jägern steuern vielerorts auf eine neue Eskalationsstufe zu. Bei einer Gatterjagd in Hausbrunn (Niederösterreich, Bezirk Mistelbach) soll ein Jäger auf einen Jagdgegner angelegt haben, wie das Nachrichtenportal NÖN.at berichtet. Auf dem angeblichen Beweisfoto ist aber eher zu erkennen, dass der Jäger nicht genau in Richtung des Fotografen zielt.

Bei einer Fasanenjagd im Burgenland soll eine Jagdgegnerin angeblich von Maskierten “mit einer ätzenden und brennbaren Flüssigkeit” überschüttet worden sein. Der Polizei ist, einem Bericht von Heute.at zufolge, von dem angeblichen “Säureattentat” jedoch nichts bekannt. Just der Vertreter des militanten Jagdgegner-Vereins gegen Tierfabriken (VgT), Martin Balluch, der behauptet, von einem Jäger mit der Waffe bedroht worden zu sein (s.o.), forderte in Heute.at, dass die Polizei aufhören solle, “die Privat-Security von Mensdorff-Pouilly  [des Jagdveranstalters] zu spielen.” Dies wäre freilich sofort möglich, wenn der VgT von seinen rechtswidrigen Jagdstörungen Abstand nähme und sich auf Protest im Rahmen der demokratischen Rechtsordnung beschränkte…

Ein grotesker Streit um einen Frischling trug sich in Luxemburg zu. Dem Luxemburger Tageblatt zufolge stand der Vorsitzende einer Luxemburger Jagdgegner-Vereinigung namens Ren Spautz im Stau, als er im angrenzenden Hügel neben der Straße einen Hund bemerkt, der ein verletztes Wildschwein stellt. Spautz steigt aus, vertreibt den Hund und schnappt sich das kranke Wildschwein, um es auf die andere Straßenseite in den vermeintlich sicheren Wald zu bringen. Da tritt ein mit einer Saufeder versehener Treiber hinzu und gibt dem Jagdgegner, wie dieser auf Facebook berichtete, per Handzeichen zu verstehen, dass der Jagdgegner “sie wohl nicht mehr alle hätte.” Der Treiber schnappt sich das Wildschwein und verschwindet damit. Sprautz fotografiert den Treiber und stellt die Bilder mit den entsprechenden Kommentaren auf dem beliebten Online-Pranger Facebook ein – wofür er sich die verdiente Anzeige einhandelt.

Dem Tageblatt gegenüber gab Sprautz die verfolgte Unschuld und beklagte, dass er für seine “Zivilcourage” mit “Reperkussionen von Seiten der Polizei” zu rechnen habe. SE

Beitragsbild: Headline des Berichts über das vermeintliche “Säureattentat” auf Heute.at.

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