“Spieß umgedreht”: FJD zeigt PETA an

Der “Verein für Jagd in Deutschland” (FJD) hat Anzeige gegen die Tierschutzorganisation PETA erstattet. “Eine der beliebtesten Geschäftspraktiken der Tierrechtsorganisation PETA e.V. ist die öffentlichkeitswirksame Denunzierung von vermeintlichen Tierquälereien und die hemmungslose Ausnutzung aller Möglichkeiten, deutsche Staatsanwaltschaften durch irrwitzige Anzeigen auf Trab zu halten. Wir haben den Spieß jetzt einmal umgedreht und PETA ins Visier deutscher Ermittlungsbehörden gebracht”, heißt es dazu auf der Internetseite des FJD.

Anlass war der Fund einer verletzten Fähe in einem Wald bei Holdorf (Niedersachsen) und die anschließende Berichterstattung in Zeitungen und sozialen Medien. Die Fähe war dem Bericht des FJD zufolge von den Findern in eine Tierarztpraxis verbracht, dort untersucht und schließlich eingeschläfert worden. Auf einem Röntgenbild seien “röntgendichte Strukturen” festgestellt worden. Die Finder sollen dem FJD zufolge Flyer verteilt haben, auf denen die Vermutung geäußert wurde, dass der Täter vermutlich “in lokalen Jägerkreisen” zu finden sei. Der FJD bestreitet, dass es sich bei den röntgendichten Strukturen um Schrotkugeln handelt und hält eine Verletzung durch einen Wildunfall auf einer nahe gelegenen Straße für wahrscheinlicher: “Bei einer Schussverletzung im Brustbereich, die auch noch die Vorderläufe zertrümmert hat, wäre ein Fuchs lt. tierärztlicher Aussage mit nahezu 100% Sicherheit tot gewesen”, heißt es dazu auf der Homepage des FJD. Und weiter: “Auch das zitierte Tierärztliche Gutachten spricht hinsichtlich sehr vorsichtig allenfalls eine Vermutung aus, obwohl sich Schrotkugelrückstände auf Röntgenbildern eindeutig nachweisen lassen, ist von röntgendichen Strukturen die Rede. Trotz dieser eher vagen Feststellung kann eine Altverletzung nicht ausgeschlossen werden, dürfte aber mit dem aktuellen Gesundheitszustand in keinerlei Zusammenhang stehen.”

Der FJD hält die von PETA vorgebrachten Anschuldigungen für eine Hetzkampagne und hat nach eigenem Bekunden bei der zuständigen Staatsanwaltschaft Oldenburg Strafanzeige gegen PETA und weitere involvierte Personen wegen “Volksverhetzung, Vortäuschen einer Straftat, Jagdwilderei und Verstoß gegen das Tierschutzgesetz” gestellt. Das Schicksal der nach Ansicht des FJD laktierenden Fähe und ihrer Welpen sei grausam, grausamer sei jedoch, dass sie “zum Spielball einer Organisation gemacht werde”, so der FJD. Der Verein wirft den Findern auch vor, den zuständigen Jagdpächter nicht informiert zu haben, so dass nach den verwaisten Welpen nicht gesucht werden konnte. SE

Beitragsbild: Screenshot der Internetseite des FJD (Ausschnitt), Copyright: FJD

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