Spanien: Makabrer Protest gegen Wolf

In Salas, einer Gemeinde in der autonomen Region Asturien im Nordwesten Spaniens, bot sich Verkehrsteilnehmern am Montag Morgen ein wenig erfreulicher Anblick: Unbekannte Täter hatten den Schädel eines vermutlich illegal erlegten Wolfs auf einer Verkehrsinsel an einem Straßenschild aufgehängt. Die Guardia Civil, die das Foto auf ihrer Twitter-Seite postete, fahndet nach den Tätern. Die Polizeibehörde vermutet, dass Landwirte hinter der Tat stecken, da diese Aktionen gegen den strengen Schutzstatus des Wolfs angekündigt hatten. Es ist nicht das erste Vorkommnis dieser Art in der Region, wie die Online-Zeitung La Voz de Asturias berichtet. Asturien ist die einzige spanische Provinz nördlich des Duero, in der der geschützte iberische Wolf nicht legal bejagt werden darf. Laut Wikipedia gilt die Population des iberischen Wolfs in dem Gebiet als stabil, er wird jedoch landesweit als “gering gefährdet” eingestuft.

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Blutiger Protest gegen Schutzstatus des Wolfs in Asturien. Quelle: Guardia Civil/Twitter

Die von Naturschützern begrüßte Verschärfung des Schutzstatus für den Wolf in Asturien hat für wütende Proteste unter Landwirten und Viehhaltern gesorgt. Wissenschaftlichen Untersuchungen zufolge stellen Schafe mit 24 % einen erheblichen Anteil an der Nahrung des Wolfs. In Spanien leben 1500 bis 2000 Wölfe, die meisten davon in Nordwest- und Zentralspanien sowie im Norden Andalusiens. SE

Beitragsbild: Wolfsschädel an Straßenschild in Salas. Quelle: Guardia Civil/Twitter

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