Soll Lisa sich von ihrem Freund trennen, weil er Jäger ist?

Update: So ist das Voting ausgegangen

Lisa ist “ausgesprochene Tierfreundin”. Sie ist “mit einem tollen Mann zusammen.” Sie verstehen ich “prima”. Unternehmen viel zusammen. Aber Lisas neuer Freund ist Jäger. “Anfangs dachte sie noch, dass ihr sein Hobby nicht so viel ausmachen würde, aber mit der Zeit hat sie gemerkt, dass sie sich sehr daran stört, dass ihr Freund gerne Tiere schießt”, heißt es auf Bayern 3, wo aktuell ein Voting zu dieser schwierigen Frage läuft. Sie hat ihn kennen gelernt, da war er Jäger, sogar in Afrika auf Großwildsafaris war er dabei. Aber jetzt soll der Freund sich ändern. Sein Hobby aufgeben, was natürlich nur ein Anfang sein kann… Der Freund möchte sein Hobby aber nicht aufgeben. Und nun fragt Lisa sich: Was ist wichtiger: “Sein Hobby oder ich, seine Freundin?” Soll Lisa sich von ihrem Freund trennen? Oder sollte sich der Freund vielleicht nicht so schnell wie möglich von Lisa trennen? Was meinen die JAWINA-Leser zu dieser schwierigen Frage?

Das Publikum hat entschieden: Lisa soll Schluss machen, weil ihr Freund Jäger ist, “wenn es sie wirklich stört.” 65 Prozent der Abstimmenden auf Bayern 3 haben so abgestimmt. 35 Prozent meinen, Lisa solle bei ihrem Freund bleiben, wenn sonst alles passt.

Abstimmungsergebnis auf Bayern 3 (Screenshot).

Die JAWINA-Leser scheinen den hier veröffentlichten Kommentaren zufolge einer anderen Lösung zuzuneigen: Eine deutliche Mehrheit ist der Meinung, dass Lisas Freund Schluss machen sollte, weil ihre Umerziehungsversuche nicht zu dulden seien und für die gemeinsame Zukunft des Paars wenig Gutes erhoffen ließen. red.

Beitragsbild: Soll ich oder soll ich nicht? Voting auf Bayern 3 (Screenshot, Ausschnitt)

 

9 Gedanken zu „Soll Lisa sich von ihrem Freund trennen, weil er Jäger ist?

  1. Grimbart

    Frauen möchten, dass Männer sich ändern, aber die tun das nicht. Männer möchten, dass Frauen so bleiben wie sie sind, aber sie ändern sich. Das ist typisch und führt immer wieder zu Streit und Trennung. An seiner Stelle würde ich die Reißleine ziehen. Was kommt als nächstes? Fußball, Kneipe, seine Freunde und Familie sind dann auch doof. Motorrad, Segeln oder Golfen geht auch nicht. Eigentlich nur Pantoffelheld, der sich um die Kinder kümmert. Aber Vorsicht! Keinen Bauch bekommen.

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  2. Thomas Kammer

    Wir wollen doch an das Gute im|in der Menschen|in orientieren:
    Wenn wir also einem von 2 Partner|innen das Recht zubilligen, den|die andere|n mit rigiden Mitteln (fast schon erpresserische Mittel) ändern zu dürfen , dann gilt dies selbstverständlich in beide Richtungen! Gleiches Recht für alle! Schließlich sind wir ein Rechtsstaat und keine Bananenrepublik!
    Statt nun eine|n engagierte|n Naturschützer|in und Ehrenamtler|in dazu zu zwingen, seine|ihre gesellschaftlich notwendige Tätigkeit den egoistischen Interessen einer einzigen Person|in zu opfern, wäre es doch politisch und moralisch viel korrekter, den|die egoistische|n Partner|in zu qualifizieren, ihm|ihr also das Fachwissen zu vermitteln, mit dem sie|er erkennt, wie wichtig und altruistisch das Ehrenamt ihres(r)|seines(r) Partners|in ist. Dies kann beispielsweise dadurch geschehen, dass der|die Paartherapeut|in, in dessen|deren Hände sich unser Paar vertrauensvoll begeben hat um die Beziehung zu retten, der Lisa den Besuch eines Jagdlehrganges mit verpflichtendem Bestehen der Jägerprüfung auferlegt, damit sie aus den Niederungen dumpfer Unwissenheit befreit wird und sich künftig wie ein|e augeklärte|r Mensch|in selbstbestimmt verwirklichen kann.
    Somit haben wir zum Schluß zwei Ehrenamtler|innen, die verantwortungsbewußt die Natur schützen!
    Nur so ist es politisch korrekt!
    Falls irgendein Tugend-Terrorist einen Passus in meinem Kommentar entdecken sollte, den ich nicht politsch korrekt gegendert habe, so erlaube ich schon einmal vorab dem Admin dieser Seite, die tragende Ordnung sofort wiederherzustellen!

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  3. Kr.-Itisch

    Eine Beziehung, die auf der Frage: „Was ist (dir) wichtiger, ich oder….“ gründet, hat den Ausdruck Beziehung schon nicht mehr verdient. Letztlich ist hier Lisa der Tierschutz, oder das was sie dafür hält, wichtiger als ihr Freund. Jede(r), die/der derartig vor die Wahl gestellt wird, sollte die Beziehung sofort beenden. Denn: Lieber ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende.

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  4. N. Bunke

    Jagd ist kein Hobby sondern Passion, die junge Dame sollte sich besser nach einem neuen Freund umgucken. Jemanden umstricken zu wollen, damit er in die eigene Weltsicht passt, geht nach hinten los. Alternativ macht sie auch den Schein 🙂 gemeinsame Leidenschaften verbinden!

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  5. Anko

    Ja. Wenn schon die Televotingfrage zwingend nahelegt: Trennen. Sofort. Eine Braut, die derart labil ist, ist schon kurz- und spätestens mittelfristig unerträglich

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  6. RK

    @Thomas Kammer – herrliche Parodie: Wie aus dem genderkorrekten Trennstrich (das Sternchen fehlt vielleicht noch) die alles verbindende politisch korrekte Auflösung wird: Verbindung, Gemeinsamkeit und Weltfrieden durch das ehrenamtliche Engagement Jagd! Chapeau und Horrido 😉

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  7. Ralf

    Vorab: Alle Bezeichnungen schließen die Genderisierung mit ein.

    Meine Frau hatte mich u.a. auch verlassen, weil sie doof fand, dass ich viel im Wald bin. Der Partner muss es mittragen. Ansonsten besser trennen! Und zwar, bevor Kinder da sind!
    Ich werde, sollte ich jemals eine Partnerin wieder haben, mit Sicherheit die Jagd nicht einstellen oder mich irgendwie verbiegen lassen! Bin geneigt, mich auf eine Unterhaltung (das Wort “Diskussion” hasse ich) diesbezüglich einzulassen.
    Allerdings werde ich u.a. die Sauschwarte nicht aus meinem Wohnzimmer rausnehmen! Komme was wolle.

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