So geht das: Blaser Sattelmontage einstellen

Mit Montagen wie der Blaser Sattelmontage ist es möglich, Zielfernrohre ohne Hilfe des Büchsenmachers zu montieren und das ZF relativ unkompliziert von der einen auf die andere Waffe zu schrauben. Leider sind die in die Läufe eingefrästen Vertiefungen für die Aufnahme der Montagefüße nicht so präzise gefertigt, dass jede Montage ohne Justierung auf jeden Lauf passt. Die Einstellung der Sattelmontage ist aber keine große Sache – wir zeigen, wie es geht. Nachmachen selbstverständlich auf eigene Gefahr.

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Die kleine Inbusschraube unter dem abgeklappten Flügel lösen.

 

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Das passende Werkzeug dafür ist ein 1,3 mm Inbusschlüssel.

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Dann die Verschlussriegel einige Windungen herausdrehen.

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Kräftig drücken…

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Wenn das – bei neuen Montagen häufig der Fall – nicht funktioniert, hilft ein leichter Schlag mit dem Kunststoffhammer. Hier werden die Einstellschrauben auf der gegenüber liegenden Seite überredet, die Ausgangsstellung wieder einzunehmen.

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Die Einstellschrauben stehen etwas heraus und lassen sich leicht einstellen. Zwischen den Einstellschrauben und den Riegeln liegt jeweils ein Plastikkonus, der die Sternschraube fixiert. Bei unsachgemäßem Verstellen (ohne vorher die Inbusschraube zu lösen und Riegel herauszudrehen) geht der gerne kaputt. Bei Blaser gibt es Ersatz.

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Sternschrauben einstellen, zurückdrücken, Riegel festdrehen und testen, ob die Montage korrekt sitzt. Vorgang so lange wiederholen, bis die Montage gut sitzt.
Merksatz: Fällt das ZF bei warmgeschossenem Lauf im Schießkino ab, war die Montage zu locker…

 

Ein Gedanke zu „So geht das: Blaser Sattelmontage einstellen

  1. Alexander Damaschun

    “Selbst der Meister wollt’s kaum glauben: mit dem Hammer kann man schrauben…” oder, so geht das besser nicht!!

    Der Hersteller verwendet für diese Einstellarbeit an der SM einen Schlitz-Schraubendreher mit 0,5 mm Klingendicke, 7 mm Klingenbreite und kräftigem Griff. Selbst bei einer fabrikneuen Montage, bei der die Sternschlitz-Muttern noch ihren originalen festen Sitz haben, lassen diese sich bei geöffnetem Riegel mühelos feinjustieren. Auch ohne heißen Draht zum Werk könnte sich jeder polytechnisch vorgebildete Jäger einen solchen Schraubendreher aus einem geeigneten “Rohling” leicht selbst herstellen, oder mal das WWW befragen. Der Aufwand ist allenfalls geringer, als ein “behämmertes” Zielfernrohr ersetzen zu müssen.

    Eine weitere Ergänzung: allzu stramm sollten die geschlossenen Riegel dann auch nicht in ihrer Endstellung sitzen. Hierfür variieren die Angaben zwischen 3 Nm Auszugsdrehmoment und der Kraft, die man benötigt, die Handspannung der Waffe zu bedienen. Denn ein im Schießkino heißgeschossener Lauf dehnt sich aus, am Umfang etwa um das Dreifache der radialen Ausdehenung. Da die Blaser-Sattelmontage direkt am Umfang angreift, führt ein bis an die Dehnungsgrenze festgezogener Riegel früher oder später zur Materialermüdung der daran anschließenden Halteschraube. Schließlich heißt ein weiterer Merksatz zum Schrauben: Nach fest kommt fester, nach fester kommt lose… Das ZF fällt dann nämlich irgendwann “aus heiterem Himmel” ab.

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