Skandal: Tschechischer Schweisshundeverband schmeisst deutsche Mitglieder raus

Der tschechische Schweißhundeverband CMKCHB, zuständig für die Rassen Bayerischer Gebirgsschweißhund (BGS) und Hannoverscher Schweißhund (HS), wirft teilweise langjährige deutsche Mitglieder aus dem Verband. Dem Vernehmen nach geschieht dies auf Druck der deutschen Zuchtverbände Klub Bayerischer Gebirgsschweißhund (KBGS) und Verein Hirschmann (VH). Deren Mitglieder sollen auch zukünftig im CMKCHB bleiben dürfen. Die auch unter den Tschechen umstrittene Entscheidung, die Deutschen aus dem Klub zu werfen, ist bereits auf einer Hauptversammlung Ende Mai 2015 gefallen. Erst in den vergangenen Wochen haben die betroffenen Hundeführer die knappe Mitteilung erhalten, dass ihnen die Mitgliedschaft entzogen wurde. Bereits bezahlte Mitgliedsbeiträge wurden zurück überwiesen.

Hintergrund:  Offenbar fürchten die deutschen Monopolverein VH und KBGS die zunehmende Konkurrenz durch “Dissidentenvereine” wie den ostdeutschen SHVD. Deren Mitgliedern war es bislang möglich, bei Mitgliedschaft z. B. im CMKCHB Schweißhunde mit offiziellen FCI-Papieren nach Deutschland zu bringen, um mit ihnen nachzusuchen – und zu züchten. Bei entsprechend breiter Zuchtbasis rückt die Anerkennung der “Dissidenten” durch den VDH in greifbare Nähe, das würde das Ende der Monopolstellung von VH und KBGS bedeuten – und es ist zu fragen, ob etwas Konkurrenz diesen Verbänden und der Schweißhundezucht nicht sehr gut tun würde.

Jeder Jäger kennt Geschichten von gestandenen Weidmännern und Frauen, die beim VH oder KBGS um Aufnahme oder Welpenvermittlung nachgesucht haben und mit schnöder Arroganz abschlägig beschieden wurden. Die Frage ist überfällig, ob die Monopolvereine mit ihrer restriktiven Zucht- und Welpenvergabepolitik die Probleme von Rassen mit ohnehin winziger genetischer Basis nicht in unverantwortlicher Weise verschärfen. Ein Blick in die Jahrbücher (als die entsprechenden Statistiken noch veröffentlicht wurden…) der Vereine beweist überdies, dass die rigorose Mitglieder-Auswahlprozedur keineswegs dafür sorgt, dass die Hunde ausnahmslos in die richtigen Hände gelangen: Da sind etliche Schweißhundeführer, die mit jungen und mittelalten Hunden nur eine Handvoll Nachsuchen im Jahr durchführen.

Die massiven Probleme der genannten Rassen – zum Beispiel mit Epilepsie, zum Beispiel mit mangelnder Wildschärfe – sind unter Hundeführern (auch unter solchen, die Mitglied im VH oder KBGS sind, entsprechende Schreiben von Mitgliedern an die Vereine liegen der Red. vor) ein offenes Geheimnis und sollten auch eingefleischten Vereinsmeiern genügend Anlass zur Selbstkritik liefern. Es ist überdies zu fragen, ob die Weigerung oder Unfähigkeit der Monopolisten, den jagdlichen Bedarf an Welpen zu decken, den heftig kritisierten sog. “Schwarzzüchtern” nicht überhaupt erst die Geschäftsgrundlage verschafft. Ein bekannter Schwarzzüchter allein soll im Jahr über hundert (!)BGS und HS auf den Markt werfen – bei Preisen von ca. 1200 Euro pro Welpe ein sehr einträgliches Geschäft…

Fragen an die Vorsitzenden

Jawina hat an den Vorsitzenden des CMKCHB, Zdenek Havlíček, geschrieben und wollte u.a. wissen,

  • was der Anlass für diese Entscheidung ist und wie diese begründet wird,
  • ob es zutrifft, dass deutsche Hundeverbände massiv Druck auf den CMKCHB ausgeübt haben,
  • warum sich ein tschechischer Verein von einem deutschen Verein Vorschriften machen lässt,
  • ob es es, angesichts der sehr kleinen Zuchtbasis sowohl von BGS, als auch von HS zu verantworten sei, Hunde nur an einen exklusiven Klub abzugeben, was die Zuchtbasis weiter künstlich verkleinert und das Problem genetischer Verarmung verschärft,
  • ob er (Zdenek Havlíček) der Auffassung sei, dass der Ausschluss deutscher Mitglieder -nur aufgrund ihres Deutschseins – juristisch haltbar ist gemäß Landes-und EU-Gesetzen,
  • ob dieser Ausschluss deutscher Mitglieder des CMKCHB nicht vielmehr eine Diskriminierung darstelle und
  • ob eine solche Diskriminierung nicht – insbesondere angesichts der leidvollen Geschichte unserer Völker – eine bedauerliche (Fehl-)Entscheidung sei.

Auf unsere Mail vom 5. Juni geruhte Havliçek nicht zu antworten, eine Erinnerungsmail einige Tage später beantwortete er mit folgendem Einzeiler:

“Zdravíme s veškerou úctou.

Protože si nejsme vědomi toho, že bychom si u Vás něco objednávali a ČMKCHB z. s. je českým právním subjektem, působícím výhradně v České republice, žádáme Vás tímto o definování účelu Vašeho e-mailu a formulaci Vašich otázek výhradně v úředním jazyce ČR, tedy v českém jazyce.

Předem Vám děkujeme.

S veškerou úctou Ing. Zdeněk Havlíček”

Das heißt, dem Google-Übersetzer zufolge, dass der CMKCHB eine tschechische juristische Person sei und Anfragen nur auf Tschechisch beantwortet. Zdenek Havlíček spricht, schreibt und versteht übrigens gut genug deutsch, um mit Vorstandsmitgliedern des VH auf deutsch zu korrespondieren…  Dokumente, die dies belegen, liegen der Redaktion vor. Unsere mit Hilfe des Google-Übersetzers ins Tschechische übertragene Fassung unserer Anfrage blieb unbeantwortet.

Jawina hat die Vorsitzenden von VH (Jürgen Schlüter) und KBGS (Johannes Scherr) gebeten, zu dem Vorwurf Stellung zunehmen, der Rauswurf deutscher Mitglieder aus dem CMKCHB sei auf Beitreiben hin erfolgt:

Sehr geehrte Herren,

der tschechische Schweißhundeverband CMKCHB hat beschlossen, seinen deutschen Mitgliedern die Mitgliedschaft zu kündigen und keine Hunde mehr an Deutsche zu vermitteln. Nach Informationen von Jawina.de geschah dies auf Betreiben der deutschen Hundezuchtvereine “Verein Hirschmann” (VH) und “Klub Bayerischer Gebirgsschweißhund” (KBGS). […] Bitte nehmen Sie zu dem Vorfall/den Vorwürfen Stellung.

Der Verein Hirschmann reagierte auch auf wiederholte Nachfrage nicht auf unsere Anfrage – eine durchaus passende Kommunikationsstrategie für diesen Verein…

Johannes Scherr vom KBGS schrieb:

“Sehr geehrter Herr Elison

Der Welpenaustausch im ISHV hat Tradition und geschieht zur Vermischung der  Blutlinien schon seit einiger Zeit.
Er sollte aber einigen Spielregeln folgen.
Eine dieser Spielregeln besagt , dass der Austausch nur mit Zustimmung der Zuchtleiter erfolgt.
Das heißt wenn ein Welpe von Deutschland nach Tschechien gegeben wird , so sind die beiden Zuchtleiter zu informieren, umgekehrt genauso.
Dies steht im Zusammenhang mit unserer Ansicht zur Ausbildung eine Schweißhundes für die tierschutzgerechte Nachsuche.
Bei den Hundeführern deren Mitgliedschaften jetzt im tschechischen Klub gekündigt wurden, waren diese Regeln nicht eingehalten worden.
Bei der Vorstandsitzung des KBGS wurde besprochen, dass sich diese vom tschechischen Klub entlassenen Mitglieder jederzeit beim KBGS um die Mitgliedschaft bewerben können.

Zur Welpenvergabepolitik ein paar Worte :
Das Thema das sie aufgreifen ist schon einige Jahre alt. Eine Musterlösung gibt es nach unserer Auffassung nicht. Egal wie man sich verhält,  man macht immer Fehler. Zu komplex sind die Zusammenhänge. Einfach allen Jägern einen Schweißhund geben und einfach mehr Hunde züchten wäre zu einfach und zu kurz gedacht.
Ich hatte 2003 dazu eine Abhandlung geschrieben, die immer  noch Gültigkeit hat und die ich Ihnen gerne beilegen möchte. Vielleicht können Sie dann unseren Gedankenansatz nachvollziehen, er hat nichts mit Alleinanspruch oder elitärem Gebahren zu tun, sondern einfach mit Verantwortung für eine tierschutzgerechte Nachsuche. Dafür benötigt man nun einmal den spezialisiert ausgebildeten Hund … aber lesen Sie selbst im Anhang . ”

Wenn Herr Scherr einverstanden ist, werden wir die von ihm verfasste Abhandlung hier veröffentlichen und zur Diskussion stellen. Das Thema wird’s fortgesetzt. SE

Beitragsbild: HS im Redaktionslandy. Copyright: SE

 

12 Gedanken zu „Skandal: Tschechischer Schweisshundeverband schmeisst deutsche Mitglieder raus

  1. Norman Härtner

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    als Führer einer 2 jährigen BGS Hündin slowakischer Abstammung mit ISHV Papieren, die in diesem Jahr die Jugendprüfung erfolgreich absolviert hat und die auch den Lautnachweis und den Schwarzwildschärfenachweis erbringen konnte, möchte ich folgende Gedanken in die Runde geben:

    Wenn es wirklich so ist, dass wir uns alle gemeinsam der waidgerechten Führung unserer herrlichen BGS Hunde verschrieben haben, dann sollten wir endlich damit aufhören mit kleinkarierten Argumenten gegeneinander unser Energie und Lebenszeit zu verschwenden. Dass der BGS nicht zu einem Modehund verkommen darf und in die Hand eines waidgerechten Jägers gehört, der mit diesem Hund auch arbeitet, steht außer Frage und kann einfach im Rahmen der Erwerbsvoraussetzung für einen BGS geregelt werden.
    Aber wir haben jetzt die historische Chance über Ländergrenzen hinweg mit einer hervorragenden genetischen Basis mehr für die Rassehundezucht unser BGS zu tun als jemals zuvor. Wir müssen jedoch dazu die Grenzen in unseren Köpfen abreißen und mit Verantwortung und Weitsicht dieser Chance Rechnung tragen. Kleinkarierte, engstirnige Verbote mit subjektivem oder finanziellen Hintergrund gehören daher weggefegt.
    Es gibt in den einzelnen Landeszuchtverbänden des ISHV hervorragende Hunde und Hundeführer, von deren Erfahrung wir alle profitieren können. Auch deshalb sollten wir der Selbstbestimmung der einzelnen Mitgliedsverbände die gebührende Wertschätzung zum Ausdruck bringen.

    Der Weg mit Daumenschraube und Revolvermündung im Rücken muss der Vergangenheit angehören!

    Lassen Sie uns mit dem ISHV ein Podium nutzen, dass zum einen eine auf wissenschaftlicher Grundlage basierende Zuchtberatung der einzelnen Landeszuchtwarte erlaubt und zum anderen einer Obergrenze für die jährliche Welpenreproduktion unserer Hunde entsprechend dem ethischen Anspruch und dem praktischen, tatsächlichen Bedarf verpflichtet ist.
    Lassen Sie uns gemeinsam das große Potential an Energie und Begeisterung für unsere Hunde nutzen. Lassen Sie Freundschaften über Ländergrenzen hinweg entstehen. Wir alle sind Menschen und Menschen sehnen sich nach guten Freunden und auch nach Anerkennung. Landesübergreifende Wettbewerbe wie beispielsweise im Klub der Deutschen Jagdterrier die “Dr.Lackner – Gedächtnisprüfung” sind ein hervorragendes Beispiel dafür.

    Lassen Sie uns gemeinsam mit unseren Hunden ein neues Kapitel in der Geschichte unserer BGS- Hunde aufschlagen. Ich werde gerne dabei sein!

    Mit den besten Wünschen für ein gesundes, friedliches und erfolgreiches neues Jahr in diesem Sinne

    Norman Härtner

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  2. Karl Stephan

    Ich bin eingetragener Schweißhundeführer in Niedersachen. Ich führe ca. 100 Nachsuchen pro Jahr durch ( alle dokumentiert) und liege jetzt bei ca. 1350 Nachsuchen.
    Mit den Hirschmännern vor Ort arbeite ich freundschaftlich zusammen. Meinen Rausschmiss vom CMKCHB habe ich offensichtlich den hohen Herrn des KBGS und HV zu verdanken. Sie wollen ihr Monopol behalten und wir sind ihnen ein Dorn im Auge. Mein Rat: Unterstützt den ShVD oder lasst euch mit anderen Hunderassen als Schweißhundeführer anerkennen. Macht hervorragende Arbeit, denn Überheblichkeit hat noch keine gute Nachsuche ersetzt. Dieser Beitrag kann veröffentlicht werden.

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  3. Joachim Orbach

    Leider erfolgten zu diesem Beitrag bisher einseitige Kommentare. Wünschenswert dürften daher einmal Kommentare der beiden Schweißhund -Zuchtvereine sein, bevor man sich ein Urteil bilden kann.

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  4. Max Ophoven

    Ich denke, die Leistungsfähigkeit von BGS und HS Schweißhunderassen wird überschätzt. Ich habe einige Nachsuchen mit einem HS in den letzten Jahren erlebt. Der Hund muss stets an der Schweißleine geführt werde, da er keinen Standlaut hat, Wildschärfe ist nicht vorhanden und er geht immer erst mal auf der Gesundfährte, obwohl ich die Fluchtrichtung eindeutig mehrfach angezeigt habe. Während der Hund im Raps rumschnüffelte, lag die Sau ca. 100m frei im Feld und ich hab sie mit der Taschenlampe selbst gefunden. Bei 2 Nachsuchen, wo das Wild im Umkreis von 30m im Raps lag, suchte der Hund weitab. Im Raps musste die Leine stets nachgeführt werden, da er ja keinen Standlaut hat! Ein Rehbock war noch mobil, der Hund müdete ihn auf, glücklicherweise lief er mir in die Arme. Hätte ich meinen DK geschickt, was ich nicht durfte, denn dieser tolle Hund muss ja Arbeit haben, dann wäre die ganze Arbeit von ihm erledigt worden und er hätte den Bock apportiert! Sollte es dazu kommen, dass die Jägerschaft sich andere Rassen für die Schweißarbeit sucht, dann ist dieser hochedle Klub bald nur noch ein Stammtischwitz!

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    1. Christoph Egert

      Die Situation die Sie beschreiben ist gut nachvollziehbar. Sicherlich gibt es, wie bei allen Hunden, auch bei den Schweißhunden Graduierungen des Leistungsvermögens. Ich bezweifle jedoch, dass Sie wissen, wie ein Schweißhund „tickt“. Grundsätzlich trägt jeder Hund die Eigenschaft des Fährtenwillens. Es gibt Nachsuchenführer, die mit beispielsweise einem Terrier, Bracke oder DK, DD … hervorragende Nachsuchen machen. Entscheidend ist, wie man einen Hund für die Arbeit auf der roten Fährte ausbildet! Ein Schweißhund darf nicht stöbern! Allein wegen der Universalität des Einsatzes von Bracken, DD, DK … auf den jeweiligen Prüfungen ist es sehr schwer, reine Spezialisten für die Schweißarbeit aus ihnen zu machen. Es ist für meinen BGS durchaus normal, dass er am Anfang der Suche gegebenenfalls sich Informationen in der entgegengesehen Richtung holt. Man muss dem Hund nur Zeit lassen und ihm zum Erfolg durch Übungsfährten verhelfen. Wenn man dem Hund für diese für ihn notwendigen Untersuchungen keine Zeit lässt, lernt er nicht und ist dann im „echten Einsatz“ unsicher. Die Ausbildung eines Spezialisten braucht viel Zeit – unabhängig von der Rasse! Es ist wie im Sport oder in der Musik, wenn man nicht laufend trainiert, kann man im Stadion oder auf der Bühne schlecht bestehen! Die Motivation der Nachsuchenarbeit ist in erster Linie die Achtung vor der Kreatur. Jährlich bin ich mit meinem Rüden bei etwa 30 Drückjagden zur Stelle. Ich kenne die Situationen im Detail und die unterschiedlichen Motivationen der Ausübung der Jagd bei den Drückjagden! Alle Jäger, so unterschiedlich sie auch sind, haben eine Gemeinsamkeit: sie entscheiden über Leben und Tod. Wie ein Jäger nach dem Töten, mit der durch ihn geschaffenen Situation umgeht, ist der Maßstab zur Beurteilung eines Jägers. Ein Fleischer schießt kein Schwein krank und lässt es dann laufen! An die Maxime der Achtung vor der Kreatur haben sich die „wirklichen“ Schweißhundeführer festgemacht und zwar unabhängig von der Rasse und der Zugehörigkeit zu Vereinen. Der Vorteil der etablierten Vereine (Verein Hirschmann, KBGS), aber auch des Schweißhundevereins Deutschland SHVD ist, dass dort sehr erfahrene Schweißhundführer tätig sind und das Wichtigste bei der Nachsuche – die Erfahrungen – weitergeben. Leistungsfähige Hunde für ihre Einsatzbestimmungen können und sollen durch die verantwortungsvolle Zucht gewonnen werden. Hier gibt es objektive Kriterien (HD, körperliche Verfassung usw.), aber auch subjektive, die sich durch persönliche, oder finanzielle Belange darstellen, sind gegeben. Hier befinden wir uns auf dem Streitgebiet des Vereinswesens! In der Nachsuchenpraxis spielt die Vereinszugehörigkeit eigentlich keine Rolle. Ob es dabei dem Jagdveranstalter um mögliche verloren gegangen Einnahmen oder die Achtung vor der Kreatur geht, ist nicht zu trennen. Die Hauptsache, es wird mit guten Hunden gesucht!

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      1. Udo Kleister

        Was Sie da Schreiben ist durchaus richg ,aber ein Hund hat Schäfe oder nicht,was wollen Sie da machen???( ich führe über 45 Jahre Jagdhunde)

        Ich hatte 5 Scheißhunde (BGS Klub ) sie waren alle Mittelmaß bis auf den Letzten, der war einmalig ,aber scharf am Wild war keiner,da mußte mein Terrier rann.
        Warum soll ein Schweißhund Wild vor einem Menschen verteidigen ,das hat mit Wildschärfe nichts zu tun ,so ein Hund muß im Sauengatter
        seine schärfe Zeigen,aller Andere ist Quatsch.

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    2. Dieter Aff

      Wie Sie es beschreiben ist der Hund absolut unfähig eine Wundfährte zu arbeiten. Von dieser Sorte kenne ich auch einige, leider!!!! Nur sind diese allesamt weder aus dem VH noch vom KBGS!!! Was mich erstaunt, das Sie obwohl Sie diesem Hund absolute Unfähigkeit attestieren, diesen mehrmals zu Einsatz bringen?!?!?!

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  5. Joachim Orbach

    Das viele Jäger Schweißhunde haben wollen, ist meiner Meinung nach zu einer Modeerscheinung in der Jägerschaft geworden. Ja! Man hat ja einen Schweißhund im Geländewagen oder an der Leine. Aber es gibt auch genügend andere Jagdhunderassen die bei entsprechender Einarbeitung auch gute Nachsuchenarbeit leisten. Ein gute Beispiel war der bekannte Rüdemann, Hans Sämmer mit seinen Nicht-Schweißhunden. Fakt ist auch: Fast alle Bundesländer messen die Anerkennung eine Schweißhundestation nicht nach der Rasse, sondern an der Anzahl erfolgreicher erschwerter Nachsuchen., die kaum in einem Revier erbracht werden können. Folglich muss der Hundeführer neben einem guten Hund auch Kenntnis, Kondition, über die entsprechende Zeit usw. verfügen um alle diese Bedingungen zu erfüllen. Über das Vergabeverfahren von Schweißhundwelpen würde ich aber gerne eine Stellungnahme der Zuchtvereine ( und zwar von beiden Vereinen ) lesen. Z.B. habe ich im vergangen Jahr 3 Schweißhunde (alle nicht in den beiden in Deutschland anerkannten Vereinen gezüchtet ) erlebt, die nicht in der Lage waren die Schweißarbeit einer Brauchbarkeitsprüfung zu bestehen. Ist sowas noch Schweißhundeführung? Ich habe daher auch Verständis für die beiden Zuchtvereine, wenn diese einige Ansprüche an die Welpenkäufer stellen. Eine Altersgrenze ( z.B. 50 Jahre ) würde ich aber allerdings als nicht gerechfertigt ansehen. Unsere Schweißhunde dürfen aber nicht bedingt durch die Nachfrage zum Modehund der Jäger werden!

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  6. Jürgen Schlüter, 1. Vorsitzender Verein Hirschmann e.V.

    Herr SE, Fortsetzung folgt?
    Eigentlich wäre das nicht mehr wie richtig.
    Der „Enthüllungsjournalismus“ zum „CMKCHB-Skandal“ beginnt mit der Feststellung „Der Verein Hirschmann reagierte auch auf wiederholte Nachfrage nicht auf unsere Anfrage – eine durchaus passende Kommunikationsstrategie für diesen Verein….“ Wie es dazu kommt, dass ich jetzt von Herrn SE zitiert werde, wird nicht erklärt, auch nicht, dass offensichtlich wiederholt eine falsche, nicht mehr vorhandene Mailadresse bemüht worden war und ich gar nicht antworten konnte.
    Nachdem ich über eine Facebook-Gruppe auf jawina.de und den „Skandal“ aufmerksam gemacht wurde, habe ich direkt reagiert. Ich bin in aller Sachlichkeit auf die „restriktive Zuchtpolitik“, die „restriktive Welpenvergabepolitik“, die „rigorose Mitglieder-Auswahlprozedur”, den „Monopolverein“ und auch auf die ISHV-Regeln eingegangen – aber SE zitiert mich nur, dann auch noch meist in einem anderen Zusammenhang, und er läßt den jawina.de-Konsumenten bewußt im Unklaren über meine Antwort. Ich empfinde es als ziemlich unfair, wenn die Antwort von „Johannes“ Scherr abgedruckt wird und meine nicht.
    Aber einen Anspruch hat man ja wohl nicht……

    Wenn also in diesem Forum jemand Interesse daran hat, was ich jawina.de geschrieben habe, dann bitte auf unserer Homepage http://www.verein-hirschmann.de nachlesen – so viel Zeit muss dann sein.

    Ich hatte SE gebeten, bei allen seinen Recherchen immer deutlich zu unterscheiden zwischen den inneren Angelegenheiten des CMKCHB und den inneren Angelegenheiten des Internationalen Schweißhundeverbandes (ISHV). Möglicherweise hat er nicht verstanden, was ich damit meinte, denn auch jetzt vermischt er wieder alles miteinander und macht den Leser glauben, ich, oder wer auch immer, hätte vom CMKCHB den Rausschmiss der deutschen Mitglieder gefordert. Mitnichten!
    Und wer genau die aktuelle „1. Skandal-Fortsetzung“ studiert, wird feststellen, dass SE schon aus der Nummer raus ist!
    Da sind jetzt tatsächlich „Insider an die Redaktion herangetreten, die uns weitere Informationen und Dokumente zugespielt haben“, was letztlich der Präzision der Angaben dienen soll.
    Es plaudert „der Jawina-Informant, der Mitglied eines der deutschen Zuchtverbände ist und namentlich nicht genannt werden möchte….“
    Nicht …verband, Verband ist falsch, das war einmal. Der Verband ist dazu verdammt, Hannoversche Schweißhunde an Nichtjäger zu verteilen. …..verein, Verein wäre richtig gewesen.
    Ich frage mich, wie SE die Informationen des Jawina-Informanten verifiziert? Oder ist da eine Prüfung der Fakten gar nicht mehr nötig? Oder ist SE gar hörig? Vielleicht nur ein befreundetes Sprachrohr?
    Eines ist sicher: für den Verein Hirschmann zählt nur ein Jägerhof und das ist der Hannoversche!

    Man könnte sich jetzt über diese journalistische Vorgehensweise ärgern, auch über die Veröffentlichung eines persönlichen Briefes von Winfried an Zdenek – aber was soll`s? Ich werde die nächsten Tage die Blogbeiträge überfliegen, mich an den vielen Geschichten „erfreuen“, wo mal wieder ein VH-Hund nicht gefunden hat, der des Jawina-Informanten aber immer findet (wohl weil er aus Tschechien stammt!) und natürlich auch an den „Durchhalteparolen“; manchmal ist es wirklich interessanter, die Gründe zu kennen, warum eben in Singapur ein Sack Reis umgefallen ist.
    Eben las ich einen schönen Satz in dem Buch von Carlos Ruiz Zafón, welches ich gerade beim Wickel habe: „……der Mensch…..in einen Schwachsinn zurückfällt, den schon die Nacktschnecke im Pleistozän überwunden hat.“ Wenn das nicht aufbaut!

    Jürgen Schlüter, 1. Vorsitzender Verein Hirschmann e.V.

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  7. Rickler Thomas

    Es ist schade wir leben im 21.ten Jahrhundert und die Vereine können sich nicht auf eine Sache konzentrieren und zwar den Hund. Das Geld ist ihnen wichtiger. Wenn du heute einen BGS willst, mußt du lange warten . Meine Wartezeit wären 3 Jahre gewesen. In Thüringen hatte ich sofort einen und die Hündin ist Klasse. Suche jetzt einen Deckrüden für sie und bekomme nur Absagen, obwohl der Hund seine Arbeit sehr gut macht. Hier sollte man umdenken und einen Dachverband einsetzen. Zum Schluß es ist Schade das die Verbände im 21.ten Jahrhundert noch immer so ein Konkurenzdenken haben wie Anudazumal .

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  8. Harald Fischer

    Nach dem Zusammenbruch der Niederwildbestände ist es Mode geworden sich einen Schweißhund anzuschaffen.Deshalb ist eine Begrenzung der Welpenzahl mit gleichzeitigen Versuch das Leistungsvermögen zu stabilisieren o.sogar noch zu steigern richtig.Es gibt aber viele hervorragende Führer die andere Hunderassen wie BGS o.HS mit großen Erfolg geführt haben.Und solche Führer darf man nicht 2 Jahre warten lassen und noch einen Bürgen verlangen.Das ist ein großer Fehler in der Welpen- Zuteilungspolitik der betreffenden Schweißhundevereine.Und wenn es möglich ist ,dass Rentner im höchsten Alter (einige über 70 )nur weil sie seit Jahren Mitglied eines Schweißhundevereins sind problemlos ohne Wartezeit einen HS o.BGS Welpen bekommen dann soll man doch gleich noch einen Nachsuchenrollator mitliefern.
    Es gibt sehr gute Alternativen unter den Brackenrassen – die stehen einem guten HS o.BGS was Nase ,Fährtenwillen ,Hatzbereitschaft und Wildschärfe betrifft in nichts nach.
    Ich selbst war als Schlachtenbummler bei einer Vorprüfung in Trier und einer Hauptprüfung im Spessart. Was ich gesehen habe war nicht schlecht aber auch nicht überragend.Was ich aber überdeutlich bemerkt habe war eine große Reserviertheit gegenüber Neuinteressenten zwecks Anschaffung eines Welpen.Ich habe das schmerzhaft als unfreundlich und überheblich empfunden.

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    1. admin Beitragsautor

      Demnächst lesen Sie auf dieser Seite, warum die Begrenzung der Welpenzahl NICHT richtig ist – ansonsten: Vielen Dank für den interessanten Bericht. Viele Grüße SE

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