Schweiz: Wolf M68 wurde erlegt

Der von den Behörden im Schweizer Kanton Uri zum Abschuss freigegebene Wolf M68 ist in der Nacht auf Donnerstag erlegt worden. Der Abschuss wurde von Wildhütern in Zusammenarbeit mit Jägern durchgeführt, die vom Kanton zum Wolfsabschuss bestimmt worden waren. Der DNA-Analysen zufolge aus Italien stammende Wolfsrüde M68 war im April erstmals von einer Fotofalle aufgenommen worden. Zuvor war er in der Schweiz nie nachgewiesen worden. In den zwei Monaten, nachdem er das erste Mal in Erscheinung getreten war, Riss er über 50 Schafe. In Gebieten, in denen der Wolf zum ersten Mal auftritt, gilt in der Schweiz eine sogenannte “Schadensschwelle” von 25 Schafen bzw. anderen Nutztieren. Ist diese Schadensschwelle erreicht, so kann der Wolf zum Abschuss freigegeben werden. Die Sicherheitsdirektion des Kantons Uri hat diese Abschussverfügung am 14. Juli erlassen.

Zehn Wildhüter und 25 bis 30 eigens benannte Jäger sollten der Wolf erlegen. Die Abschussverfügung ist 60 Tage lang gültig und auf ein bestimmtes Gebiet beschränkt. Der erlegte Wolf wurde zur Untersuchung ins Tiermedizinische Institut der Universität Bern gebracht. Der Neuen Luzerner Zeitung zufolge hielten Wolfsschützer der Gruppe Wolf Schweiz den Abschuss in diesem Fall nicht für widerrechtlich. Allerdings erwarten die Wolfsfreunde, das bald ein neuer Wolf einwandern werde, weshalb der Abschuss keine nachhaltige Lösung darstelle. SE

Beitragsbild: Wolf auf der Aufnahme einer Fotofalle. Quelle: Amt für Jagd und Fischerei Graubünden

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