Schweiz: Reduktionsabschüsse von Wölfen ab 2014?

Bauernverband fordert “wolfsfreie Zonen”

Das Schweizer Bundesamt für Umwelt (Bafu) überarbeitet zur Zeit das Wolfskonzept des Landes mit dem Ziel, Eingriffe in die Wolfspopulation zur Bestandsregulierung zu ermöglichen. Das berichtet die Zeitung “Schweizer Bauer”. Reinhard Schnidrig, Leiter der Sektion Jagd beim Bafu, erklärte, man wolle “regulierend eingreifen können, wenn Wölfe sich stark vermehren und trotz Herdenschutzmaßnahmen wiederholt Nutztiere reißen.”

Schon das bestehende Wolfskonzept sieht vor, dass verhaltensauffällige Einzeltiere geschossen werden können, wenn sie trotz Herdenschutz wiederholt Nutztiere reißen. Das überarbeitete Konzept soll darüber hinausgehend offenbar ermöglichen, in solchen Fällen das Rudel durch Abschuss zu verkleinern. Das neue Wolfskonzept könnte bereits im Sommer 2014 in Kraft treten.

Der Wolf ist – auch in der Schweiz – gemäß der Berner Konvention international streng geschützt. Mitglieder der Kommission der Berner Konvention sollen dem Bafu gegenüber jedoch betont haben. dass Wölfe “in Ausnahmefällen” getötet werden dürften. Dies ermöglicht nach Ansicht des Bafu eine Regulierung des Bestandes.

Der Direktor des Schweizer Bauernverbandes, Jacques Bourgeois, begrüßte die Pläne und forderte “wolfsfreie Zonen” in der Schweiz. Der Wolf habe in dem dicht besiedelten Land “nicht überall Platz.” Ähnliche Überlegungen gäbe es in Frankreich. SE

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.