Schweiz: Kanton Wallis verbietet Wildkameras

Fotofallen-Verbot auf Betreiben des Kantonalen Jägerverbands

Der Schweizer Kanton Wallis hat Wildkameras, auch Fotofallen genannt, bei der Jagd verboten. Wildkameras sind mit Bewegungsmeldern ausgestattete Kameras, die automatisch Fotos oder Videos erstellen, wenn sich im Bereich der Sensoren etwas – ein Wildtier beispielsweise – bewegt. Sie werden im Rahmen der Jagdausübung z.B. zur Überwachung von Kirrungen, Wildwechseln und wildschadensgefährdeten Kulturen eingesetzt. Ihr Einsatz ist unter Datenschützern umstritten.

Im Wallis müssen Jäger nun auf dieses Hilfsmittel verzichten: Eine Jagdgesellschaft aus dem Mittelwallis hat einem Bericht der Neuen Luzerner Zeitung (NLZ) zufolge den Kantonalen Jägerverband aufgefordert, sich für ein Verbot der Wildkameras einzusetzen. Die Regierung des Kantons kam diesem Wunsch aus den Reihen der Jägerschaft nun nach. Das Wildkamera-Verbot scheint die Folge eines in der Walliser Jägerschaft schwelenden Generationenkonflikts zu sein:

Es seinen nämlich nur “gewisse Jäger”, die Wildkameras benutzen, führt der Vorsitzende des Walliser Jägerverbands, Benoît Martinet, in der NLZ aus: Vor allem junge Jäger benutzten Wildkameras “in Verbindung mit ihren Smartphones, um Informationen zum Verhalten der Tiere zu erhalten und sich damit die Jagd zu erleichtern.” Dies zeuge von einem Mangel an Anstand und Ethik, so Martinet. SE

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