Schweiz: Im Kanton Freiburg gefundener Wolf wurde vergiftet

Der vor einigen Tagen im Schweizer Kanton Freiburg tot aufgefundene Wolf (JAWINA berichtete) wurde vergiftet. Dies wurde bei der Untersuchung des Kadavers am Institut für Pathologie der  Universität Bern festgestellt. Im Umkreis des Fundorts der toten Wölfin waren sechs Füchse, ein Rotmilan, eine Katze und ein Dachs tot aufgefunden worden, berichtet die Neue Zürcher Zeitung NZZ. Nach dem Bericht des Blattes hat die Polizei das Haus eines Politikers der Schweizer Volkspartei (SVP) im Zusammenhang mit dem vergifteten Wolf durchsucht. Dabei seien eine Flasche mit Gift, Behälter mit Fleischresten und fünf nicht deklarierte Schusswaffen gefunden worden. Der SVP-Kantonsrat bestreitet die Tat: Das Gift sei Ameisengift, mit dem Fleisch füttere er seine Hunde und Katzen. Die nicht deklarierten Waffen seien ein Versehen, er werde sie registrieren lassen und die Buße bezahlen. Gegen den Politiker wurde nach Informationen der NZZ bereits zwei Mal wegen Tierschutz-Delikten ermittelt: Einmal habe er 70 Minuten benötigt, um eine von ihm angeschossene Gams zu erlösen, außerdem habe er drei Füchse in der Schonzeit geschossen.

Aus diesem Grund werde er nun stets verdächtigt, wenn es Probleme in dieser Richtung in der Gegend gäbe, vermutet der Mann. Die Staatsanwaltschaft bestätigte die Ermittlungen gegen den Kantonsrat gegenüber der NZZ nicht. Sie gab lediglich bekannt, gegen eine ihr bekannte Person zu ermitteln, die die Tatvorwürfe abstreite. SE

Beitragsbild: Tote Wölfin im Kanton Freiburg. Quelle: WALDA

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.