Schweiz: “Ein grauenhaftes Bild” – vier Wölfe durchstreifen Dorf in Graubünden

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Im Schweizer Kanton Graubünden sind vier Wölfe am hellichten Tag durch das Dorf Pigniu in der Region Surselva gestreift. Ein “grauenhaftes Bild” sei das gewesen, kommentiert die Bauernfamilie, die die Wölfe gesehen und auch gefilmt hat gegenüber der Neuen Zürcher Zeitung (NZZ). Die Landwirte machten sich große Sorgen um ihre Ställe, in denen Schafe, Lämmer und Rinder untergebracht waren – bei offenen Stalltüren. Die Wölfe zogen jedoch scheinbar uninteressiert in ca. 20 Metern Entfernung an dem Gehöft vorbei. Sehenswert ist das Video, das auf der NZZ-Seite zu sehen ist: Auch wenn man als Nicht-Schweizer kein Wort von dem Kommentar der filmenden Bäuerin versteht, Faszination und Freude, die für die Landbewohnerin von diesem einmaligen Naturerlebnis ausgehen, finden allein schon im Tonfall der anscheinend älteren Frau ihren vollkommenen Ausdruck.

Um Zutraulichkeiten dieser Art durch die angeblich so scheuen Raubtiere zu unterbinden, wurden in der Schweiz im vergangenen Jahr Wölfe aus dem Rudelverband geschossen, um damit die überlebenden Tiere zu vertreiben, berichtet die NZZ. So wurden aus einem elfköpfigen Rudel vier Jungtiere geschossen, nachdem im Streifgebiet des Rudels 15 Ziegen gerissen worden waren.

Auch in Pigniu seien Wildhüter postiert worden, um zu beobachten, ob die Wölfe zurückkehrten, und erforderlichenfalls Vergrämungsschüsse abzugeben, so die NZZ. Bislang sei dies jedoch nicht nötig gewesen. red.

Beitragsbild: Wolf. Foto: Prof. Dr. Hans-Dieter Pfannenstiel

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