Schweiz: Deutliche Mehrheit für stärkere Bejagung von Großprädatoren

Der Kanton Uri sei am Sonntag wieder einmal “Testkanton” für die Schweiz gewesen, schreibt die Neue Zürcher Zeitung (NZZ): Erstmals durften die Urner an der Wahlurne über eine Volksinitiative abstimmen, die eine stärkere Bejagung von Großprädatoren wie Wolf, Luchs oder Bär fordert. Insgesamt stimmten 70,2 Prozent der Wahlberechtigten für die Initiative des Schweizer Bauernverbandes “Zur Regulierung von Großraubtieren”, in manchen Gemeinden lag die Zustimmung bei weit über 90 Prozent (z.b. Unterschächen 96,1 Prozent, Isenthal 93,2 Prozent). Der klare Wahlausgang zeige, dass “insbesondere der Wolf in den Alpenkantonen, zu denen auch das Wallis und Graubünden gehören, ein unerwünschter Gast” sei, schreibt die NZZ: Landwirte, insbesondere Schafzüchter, Touristiker und eine klare Mehrheit der Bevölkerung hielten nichts davon, dass die Raubtiere ihre ursprünglichen Jagdreviere zurückerobert hätten. Die Abstimmung zeigt aber auch, wie wenig die lautstarke Pro-Wolfs-Propaganda einschlägig bekannter Organisationen und Akteure die tatsächliche Stimmung insbeondere der ländlichen Bevölkerung widerspiegelt. Außer der Regierung, Naturschutzorganisationen und der Sozialdemokratischen Partei der Schweiz hätten praktisch alle Parteien und Organisationen das Volksbegehren zur Annahme empfohlen.

Zwar sei der ländliche geprägte Kanton nicht unbedingt repräsentativ für die gesamte Schweiz, urteilt die NZZ, dennoch zeige der Ausgang der Abstimmung ein Muster, das auch bei einem nationalen Entscheid zu erwarten sei, denn: “Je näher die Grossraubtiere an das Siedlungsgebiet kommen, um so grösser ist die Ablehnung.” SE

Beitragsbild: Headline des verlinkten Artikels in der NZZ (Screenshot).

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