Schweiz: Calanda-Wölfe reißen Jagdhund

Das Wolfsrudel, das am Berg Calanda in den Schweizer Kantonen Graubünden und St. Gallen seinen Einstand hat, soll bereits Anfang Dezember den Jagdhund eines ortsansässigen Jägers gerissen haben. Das berichtet das Schweizer Nachrichtenportal 20 Minuten. Demnach hat sich der Hund aus dem Einwirkungsbereich seines Herrn entfernt, als dieser beim Holzhacken war. Nach zwei Tagen der Suche fand der Hundehalter die Überreste seines Hundes: Einen Knochen und Blut. An der Fundstelle entdeckte er zahlreiche Wolfsspuren. Man habe gesehen, dass ein Kampf stattgefunden habe, erklärte der Jäger gegenüber 20 Minuten.

Der Jäger gab eine Hälfte des Knochens einem Wildhüter, der dem Mann geraten haben soll, “den Vorfall nicht an die große Glocke zu hängen.” Als nach drei Monaten noch kein Untersuchungsergebnis vorlag, habe er die andere Hälfte des Hundeknochens auf eigene Kosten untersuchen lassen, so der Hundebesitzer in dem Bericht. Die Untersuchung ergab, dass es sich um den Schienbeinknochen eines Hundes handele. Ob Wölfe den Hund gefressen haben, wurde anscheinend nicht untersucht. Nur wenige Institute in Europa können die erforderlichen Analysen und Vergleiche genetischen Materials durchführen.

Während der Jäger der Jagdinspektion vorwirft, sie wolle den Vorfall und die von Wölfen ausgehenden Gefahren kleinreden, behauptet die Jagdbehörde, der Jäger sei vor der Gefahr, die seinem freilaufenden Hund durch die Wölfe drohe, gewarnt worden und habe den Haustierriss durch Unvorsichtigkeit mitverschuldet. SE

Bild: Screenshot der Internetseite des Schweizer Nachrichtenportals 20 Minuten.

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