Schwedische Umweltbehörde: 340 bis 360 Wölfe für Schweden und Norwegen

Problemwolf geschossen – trotz fortgeschrittener Räude noch über 45 kg schwer

Die schwedische Umweltbehörde Naturvårdsverket strebt eine Wolfspopulation von 340 bis 360 Individuen für Schweden und Norwegen zusammen an. Das geht aus einem Bericht des schwedischen Jagdportals SvenskJakt hervor. In dem Bericht geht es um die Forderung des schwedischen Jagdverbands Jägareförbundet nach einem gemeinsamen Wolfsmanagement von Schweden und Norwegen. Weil es kein gemeinsames Wolfsmanagement gebe, würden die Wölfe im schwedisch-norwegischen Grenzgebiet nicht bejagt. Dies sei aber “absolut notwendig”, erklärte ein Sprecher Jagdverbands. In einer in dem Bericht zitierten Pressemitteilung der Umweltbehörde heißt es, dass es zwar keine expliziten Ziele für eine gesamtskandinavische Wolfspopulation gebe, rechne man die Ziele für die schwedische und norwegische Population jedoch zusammen, so ergebe sich eine Zielgröße von 340 bis 360 Wölfen – für beide Länder.

Damit die Verwaltung diese Zielgröße nicht unterschreitet, würden potenzielle Jagdbezirke beschränkt.

Schweden: Problemwolf erschossen

Bei Hedemora in der schwedischen Provinz Dalarnas län hat die Kreisverwaltung am vergangenen Freitag die Schutzjagd auf einen Wolf angeordnet. Am Samstag darauf ist der Wolf bereits erlegt worden. Dem Abschuss waren mehrere Angriffe auf Schafe und ein Angriff auf Hunde vorausgegangen. Außerdem zeigte der Wolf ein problematisches Verhalten gegenüber Pferden, da er mehrfach in unmittelbarer Nähe von Häusern und Pferdeställen angetroffen worden war.

Der angegriffene Hund befand sich auf der Farm des Besitzers, der Wolf folgte ihm bis in den Stall. Mit diesem problematischen Verhalten des Raubtiers begründeten die Behörden die Abschussfreigabe. Samstag früh erhielt der für die Schutzjagd zuständige Jagdführer einen Hinweis auf den Aufenthaltsort des Wolfs, wie SvenskJakt berichtet. Der Wolf befand sich auf einem großen Feld und war im Begriff, in den Wald zu wechseln. Der Jagdführer schoss auf 190 Meter.

Wegen des zur Zeit sehr trockenen Wetters gestaltete sich die Nachsuche schwierig. Die Suche wurde am Sonntag Morgen fortgesetzt, der Wolf wurde dann etwa 200 Meter vom Anschuss entfernt verendet aufgefunden. Er war stark von Räude befallen (ein Foto gibt es hier auf SvenskJakt zu sehen), wog aber trotzdem noch 45,2 Kilogramm. red.

Beitragsbild: Karte von Schweden, Norwegen und Deutschland (u.a.m.). Quelle: OpenTopoMap

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