Schweden: Provinz Jämtland gibt 100 Braunbären zum Abschuss frei

Rumänien: “Quick thinking Brit” rettet ihren deutschen Freund bei Bärenangriff in den Karpaten

Die Verwaltung der schwedischen Provinz Jämtland hat beschlossen, 100 Braunbären bei den herbstlichen Jagden zum Abschuss freizugeben. Das berichtet das Jagdportal SvenskJakt. Ein Sprecher des Jagdverbands Mitt Norrland begrüßte die Entscheidung des Bezirksverwaltungsrats gegenüber SvenskJakt: Dass die gleiche Anzahl Bären wie im Vorjahr geschossen werden dürfe, verschaffe eine langfristige Perspektive und ermögliche es, die Entwicklung der Bärenpopulation über mehrere Jahre hinweg zu verfolgen. Die Jagdzeit auf Bär beginnt am 21. August und endet am 15. Oktober, bzw. an dem Zeitpunkt, da die Quote in dem betreffenden Gebiet erfüllt ist. Die Abschüsse müssen sofort gemeldet werden und werden sorgfältig überwacht, so dass die Jagd beendet werden kann, wenn der Abschuss erfüllt ist. Die Bärenjagd findet in Jämtland in zwei Hauptjagdgebieten statt, die ihrerseits wieder in zwei Jagdbögen aufgeteilt sind.

Der Beschluss der Kreisverwaltung von Jämtland zur Bärenjagd steht hier zum Download bereit.

Deutscher Student beim Wandern in den Karpaten von Braunbär angegriffen

Ein deutscher Student ist beim Wandern in Rumänien von einer Braunbärin attackiert und schwer verletzt worden. Der 26-jährige Student Andi B. wollte mit seiner 23 Jahre alten Freundin Lara B., einer “schnell denkenden Engländerin” (“a quick-thinking Brit”, wie der Mirror zu Recht schreibt), eine fünftägige Bergwanderung in den Karpaten unternehmen. Das in Berlin lebende Paar war auf einem abgelegenen Wanderweg unterwegs, als die Bärin mit ihrem Nachwuchs plötzlich in nur einem Meter Entfernung vor dem Studenten auftauchte. Die Bärin griff ihn sofort an, biss in sein Bein, schleifte ihn weg und schleuderte ihn durch die Luft “wie eine Spielzeugpuppe”, so der Mirror. Seine Freundin, die etwa acht Meter hinter ihrem Partner ging, sah den Angriff geschockt mit an. Ihr fiel ein, dass sie irgendwo gelesen hatte, man solle einem angreifenden Bären notfalls mit der Faust ins Gesicht, am besten aufs Auge schlagen. Sie rief ihrem Freund zu, das zu tun. Auf den Schlag hin ließ die Bärin ihr Opfer tatsächlich fallen und entfernte sich.

Der schwer verletzte Student musste mit einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus geflogen werden, wo sein übel zugerichteter Unterschenkel operiert wurde. Das nächste Mal hört er vielleicht besser auf seine Freundin: Die hatte sich vor dem Trip in die Karpaten nämlich belesen und wollte eine Dose Bärenabwehrspray mitnehmen. Aber ihr Freund überredete sie, es nicht zu tun, “weil er es für wahrscheinlicher hielt, dass die Dose unterwegs explodieren würde”… SE

Beitragsbild: Beschluss der Kreisverwaltung Jämtland zur Bärenjagd (Screenshot, Ausschnitt)

Die Red. dankt den JAWINA-Lesern JS und LS für ihre Hinweise!

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