Schweden: Leittiere geschossen – Rackstad-Rudel aufgelöst

Am Samstag ist es schwedischen Jägern gelungen, auf Anordnung der Bezirksregierung der Provinz Värmland beide Elterntiere des Rackstad-Rudels zu erlegen. Nachdem im Vorfeld der Schutzjagd bereits vier Wolfswelpen geschossen wurden, gilt das Rudel somit als aufgelöst. Anlass für die Maßnahme waren die zahlreichen Angriffe des Rackstad-Rudels auf Hunde (JAWINA berichtete). “Es war eine perfekte Jagd”, berichtet sich der Leiter der Schutzjagd, Bertil Forsberg gegenüber dem schwedischen Jagdmagazin SvenskJakt: Es hätten schwierige Bedingungen mit viel Schnee geherrscht, aber es sei gelungen, die Wölfe zur Strecke zu bringen. Jäger waren die Fährten der Raubtiere im Schnee ausgegangen. Am Samstag wurde gegen 13 Uhr erst der Wolfsrüde gestreckt, kurze Zeit später auch die Leitwölfin. Innerhalb weniger Tage wurde die von der Bezirksregierung gestellte Aufgabe von den Jägern erfüllt. “Es wird vermutet, dass der Wolfsrüde unsere Hunde gezielt aufgesucht und getötet hat”, erklärt Forsberg in SvenskJakt: “Jetzt sind beide Wölfe weg und es fühlt sich großartig an”, freut sich der erfolgreiche Jäger. SE

Beitragsbild: Die erlegten Leitwölfe des Rackstad-Rudels. Foto: Bertil Forsberg.

JAWINA dankt für die freundliche Genehmigung zur Veröffentlichung des Fotos!

32 Gedanken zu „Schweden: Leittiere geschossen – Rackstad-Rudel aufgelöst

    1. Grimbart

      Sie müssen das ja auch nicht akzeptieren oder wohnen Sie in Schweden? Die Hundehalter in der betroffenen Region atmen jetzt wahrscheinlich erst mal auf.

      Antworten
      1. Andrea

        Ach – das Leid der lebend gefressenen Wild – und Weidetiere, das der grausam gemetzelten Hunde geht Ihnen am Allerwertesten vorbei? Zweiklassendenken. Schämen Sie sich.

        Antworten
    1. Grimbart

      Das war keine Willkür, sondern Prävention. Das solche Maßnahmen bei einigen nicht gut ankommen ist schon klar, aber manchmal sind eben auch unpopuläre Aktionen notwendig. Das werden Sie aber vehement abstreiten und eine sachliche Diskussion mit Ihnen eh nicht führen lassen.

      Antworten
    2. Thomas Kammer

      Jawohl – SO funktioniert “Wolfsmanagent”! Mein Respekt vor der schwedischen Entnahme des Rackstad-Rudels! BEVOR man die Elterntiere streckte, hat man übrigens die 4 Jungtiere erlegt. Also eine weidgerechte
      Aktion. Ihre Einlassung bezüglich der “Willkür” lässt mich ratlos (fassungslos) den Kopf schütteln:
      Erwarten Sie forensisch eineindeutige Beweise?
      Erwarten Sie eine Gerichtsverhandlung vor dem internationalen (Tierrechts)Gerichtshof?
      Die gesellschaftlichen Verhältnismäßigkeit der Aufwendungen und Anstrengungen bei der
      Verhätschelung des Wolfes ist ohnehin schon europaweit eklatant aus dem Ruder gelaufen.
      Die den schwedischen Behörden als Entscheidungskriterium für die Tötung des Rudels dienende Tatsache
      der Risshäufigkeit von Hunden im Territorium des Rackstad-Rudels ist doch wohl völlig ausreichend und hält jeder Kritik stand (außer der ideologisch verbrämten).
      Prima, Schweden! Alles richtig gemacht!

      Antworten
      1. Andrea

        Unterschreibt wohl jeder Realist. Mit den anderen muss man sich halt abfinden. Bis es deren Fiffi das Leben kostet. Dann schreien die…

        Antworten
      2. Thielsch

        Also ich möchte nicht unhöflich erscheinen aber ich scheue mich keineswegs eine sachliche und rationale Debatte zur Thematik, mit ihnen zu führen. Gleichwohl es selbstverständlich auf einen akademischen Wettkampf hinauslaufen wird. Sagen Sie mir Bescheid, wenn sie bereit sind sachlich in aller Öffentlichkeit vorgeführt zu werden. Übrigens mal so am Rande, unter uns Hundehaltern, nehmen Sie Ihren Vierbeiner an die Leine und/oder lassen ihn des Nachts in geschützter Umgebung schlafen und ausruhen, dann passiert ihm auch eher selten etwas.

        Antworten
    1. Andrea

      Welche Natur “knechten”? Hier wurde endlich weiteres grausame Sterben von Wild- und Weidetieren sowie von ehrlich arbeitenden Hunden verhindert. Die Jagd ist mir sehr fremd. Aber DAS war dringend notwendig.

      Antworten
  1. Ralf

    //diejagd.com/component/seoglossary/22-jagdsignale/wolf-tot
    Ich finde das Signal “Wolf tot” echt schwierig. Werde es verstärkt üben müssen…

    Antworten
  2. Grenzkater

    Offensichtlich ist für manche Menschen das Töten von einem Tier, insbesondere von einem sog. Beutegreifer, soviel wie ein innerer Orgasmus! Geistige Weiterbildung im Bereich Natur – Tierschutz, offensichtlich fehl am Platz!
    Da hatten unsere Vor-Vorfahren, sprich Steinzeitmenschen und Co. noch mehr Achtung vor einem anderen Lebewesen!

    Antworten
    1. Ralf

      “Da hatten unsere Vor-Vorfahren, sprich Steinzeitmenschen und Co. noch mehr Achtung vor einem anderen Lebewesen!”
      Der ist auch gut :-)) Die haben den Säbelzahntieger zum Essen eingeladen und nicht etwa nach Möglichkeit ausgerottet…

      Wem wollen diese Wolfgefahrverniedlicher eigentlich noch solch einen Blödsinn verkaufen?

      Antworten
    2. Andrea

      Grenzkater, wir freuen uns, unbestritten. Darüber, dass weiteres, unendliches Tierleid verhindert wurde. Wenigstens einmal. Sehen Sie sich doch mal echte Aufnahmen gerissener Tiere an! Die werden LEBEND gefressen, Innereien und ungeborene Jungtiere rausgezerrt!

      Antworten
      1. Heidi

        Ach und was machen die Jäger schießen auch tragende Tiere. Bei uns sogar Ponys und andere Weidetiere. Der Wolf jagt zum Überleben.

        Antworten
  3. Thomas

    So, so, unsere Hunde sind also keine schuetzenswerten Tiere, schon verstanden.
    Ich empfehle allen Wolfskuschlern einen Ausflug in den Norden/Westen Kanadas. Wir haben soviele da koennt Ihr Euch wohlfuehlen und nuetzlich sein als Nahrungsspender…

    Antworten
  4. Beer Horst

    Wer Tier-Mord für gut hält , ist ein [Netiquette beachten, admin.]….. Wölfe reißen weil sie Hunger haben….doch der Mensch tötet weil er freude daran hat…..Schämt euch Menschen…

    Antworten
  5. Annegret Sproesser

    @ Beer-Horst
    Jawohl, der Wolf hat Hunger, warum? Weil die Beute in freier Natur nicht reicht, wenn zuviele Wölfe in der Gegend sind.
    Er reisst Weidetiere und Hunde, weil die bequemer zu erreichen sind, als ein flinkes Reh oder eine wehrhafte Sau.
    Wenn den Wölfen in Menschennähe nichts passiert, werden sie diese nicht meiden. Das Erlegen von wölfen hat weniger
    mit Lust am Töten zu tun als vielmehr mit Vermeidung von Tierleid auf den Weiden, der Erhaltung von Biodiversität, auf
    deutsch, Artenvielfalt von Insekten, Boden- und Heckenbrütern, seltenen Pflanzen durch Offenhalten der Landschaft
    mittels Beweidung. Es ist mit den Wölfen, wie bei Allem: ” Die Dosis macht’s” (Paracelsus)

    Antworten
  6. Grazia

    Ich kann die Situation nicht beurteilen, ich war nicht dabei. Finde ich schade, daß keine andere Möglichkeit gefunden wurde um das Problem zu lösen.
    Was mich hier echt wütend macht ist die Aussage >„Es fühlt sich großartig an“, freut sich der erfolgreiche Jäger. < Ein richtiger Jäger wäre unendlich traurig, daß er diese wunderschönen Tiere erlegen müsste. [Beitrag gekürzt, Netiquette beachten, admin.]

    Antworten
  7. Kerstin Kölner

    Es ist schon schlimm erst siedelt man die
    WÖLFE an und dann knallt man sie ab.
    Das ist pavers und hinterhältig.
    Wer sowie macht ist abartig und ein Bastard.

    Antworten
    1. C.l.

      Den Wolf hat man also angesiedelt…? Unfug – sowohl in Schweden als auch in Deutschland sind sie von selbst eingewandert… Bitte mal mit den Dingen beschäftigen, bevor man tönt…!

      Antworten
  8. Kranich

    Manche fühlen sich als “Krone der Schöpfung” und leiten daraus das Recht ab, Tiere beliebig quälen und töten zu dürfen (Massentierhaltung, Tiertransporte, Schlachthöfe… züchten, angeln, jagen…). Man selbst ist ja über alle Kritik erhaben, als mächtigste Spezies kann man ja beliebig alles rechtfertigen, was man den anderen Lebewesen antut. Weil man gerne Fleisch und Käse isst, weil man seine Hunde gerne im Freien laufen lässt, weil man gerne seine Macht durch Töten anderer Tiere demonstriert und sich dabei echt gut fühlt, weil einem alles Natürliche zuwider ist usw. – der Fantasie an Argumenten sind keine Grenzen gesetzt. Aber Respekt von den Bedürfnissen Anderer – Fehlanzeige! Was zählt, ist nur das ICH – alle anderen Wesen werden nur als Objekte wahrgenommen. Ethik? Fremdwort! Verantwortung für das Große, Ganze? Fremdwort! Mitgefühl? Fremdwort! Emotionale Intelligenz? Noch nie gehört…

    Antworten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.