Schweden: Hohe Sterblichkeit bei Elchkälbern

In Südschweden schrumpft die Elchpopulation. Grund ist die hohe Sterblichkeit von Elchkälbern. Wissenschaftlichen Untersuchungen zufolge starben in den vergangenen Jahren 50 Prozent der Jungtiere innerhalb der ersten Lebenswoche. Auch in diesem Jahr gab es zahlreiche Totfunde von Elchkälbern.

Besonders betroffen ist Südschweden und hier vor allem die Insel Öland. Dort soll die Elchpopulation sich auf nur noch 300 Individuen belaufen. Die Elchpopulation in ganz Schweden wird auf 300.000 bis 400.000 Tiere geschätzt und ist damit in ihrem Bestand nicht gefährdet. Nach der Ansicht von Wildbiologen der Universität Umea ist sogar Futtermangel infolge einer überhöhten Elchdichte eine der möglichen Ursachen für das Elchsterben.

Der Klimawandel und die dadurch abgeschwächte Selektion in strengen Wintern sowie die auch in Schweden schrumpfenden Lebensräume tragen zur Überbevölkerung in den verbleibenden Biotopen bei. In den 80er und 90er Jahren war es bereits zu Kälbersterben bei Elchen gekommen. Zählungen hatten seinerzeit einen Bestand von 18 bis 22 Tieren pro 1000 Hektar ergeben – das Vierfache der als zuträglich angesehenen Bestandsdichte. In Schweden werden jährlich ca. 90.000 Elche auf der Elchjagd gestreckt. SE

Foto: Gestreckte Elchkuh mit Elchhund. Copyright: SE

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