Schweden diskutiert Obergrenze für Wölfe – Frankreich erleichtert Wolfsjagd

Die schwedische Umweltschutzbehörde Naturvårdsverket hat der Regierung zwei Studien zum Wolf vorgelegt. Zwei Forscherteams, eins aus Schweden und eins aus den USA, haben sich im Auftrag der Behörde mit der Frage befasst, was erforderlich ist, um den gemäß der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie geforderten “günstigen Erhaltungszustand” der schwedischen Wolfspopulation zu garantieren. Die Studien kommen zu dem Schluss, dass ein günstiger Erhaltungszustand u.a. dann gegeben ist, wenn die schwedische Wolfspopulation 300 Individuen zählt, was ziemlich nah am derzeitigen Referenzwert von 270 Tieren liegt, wie die Behörde feststellt. Im zweiten Teil befasst sich die Studie mit den sozioökonomischen Auswirkungen einer Wolfspopulation der geforderten Größe. Doch auch um die Schutzjagd zwecks Verhinderung von Nutztierrissen geht es dabei.

Ist die angestrebte Zielgröße der Wolfspopulation erreicht, so könnten die überzähligen Tiere unter gewissen Voraussetzungen zum Abschuss freigegeben werden. Diskutiert wird u.a., den Abschuss erst zu gestatten, wenn die Nutztierkoppeln zuvor eingezäunt wurden. Da es bei den Wolfsjagden in der Vergangenheit regelmäßig zu Drohungen und Störungen kam, so Naturvårdsverket, könnte auch über eine Änderung der Geheimhaltungsregeln nachgedacht werden.

Auch Frankreich will die Wolfsjagd “auf Druck von Schafszüchtern” erleichtern, wie die Tageszeitung taz berichtet. Demnach sollen 36 der ca. 300 französischen Wölfe in der kommenden Jagdsaison erlegt werden dürfen. SE

Beitragsbild: Die Internetseite der schwedischen Naturschutzbehörde Naturvårdsverket mit dem zitierten Bericht.

 

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